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Schwalben, Blutgrätschen & Bananenflanken: Das kleine Fußball-ABC für alle, die mitreden wollen

von Fiona Rohde Erstellt am 1. August 2014
Schwalben, Blutgrätschen & Bananenflanken: Das kleine Fußball-ABC für alle, die mitreden wollen© iStock

Damit wir beim nächsten Rudelgucken mit den Mädels mehr sagen können als "Der hat einen echt guten Body" oder "Die Trikots haben eine schöne Farbe", haben wir für euch das kleine Fußball-ABC zusammengestellt. Dann kann niemand mehr behaupten, wir hätten keine Ahnung.

Das kleine Fußball ABC:

Fußball von A wie Abseits bis B wie Bananenflanke

Abseits
Weiß jede Frau: Ein Spieler ist im Abseits, wenn er dem gegnerischen Tor näher ist als der Ball oder wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der vorletzte Gegenspieler. Wenn er dort nur rumsteht, ist das ein passives Abseits und es wird nicht abgepfiffen. Wird er jedoch aktiv angespielt oder läuft auf den Ball zu, wird abgepfiffen.

Alibipass
Ein Pass zu einem Mitspieler, der nicht wirklich zu etwas führt, sondern der eher gespielt wird, weil sich gerade keine wirkliche Möglichkeit für eine Torchance ergibt.

Ampelkarte
Nach der ersten Gelben Karte gibt es mit der zweiten Gelben direkt die Rote und den Platzverweis. Diese Abfolge nennt man Ampelkarte.

Bananenflanke
So wie der Name sagt: Eine Flanke, bei der der Ball sich um seine eigene Achse dreht, also angeschnitten wird und eine krumme Bahn fliegt. Für den Torwart dementsprechend schwer zu berechnen.

Blutgrätsche
Ein fieses Foul, wenn der Gegner besonders brutal einsteigt, indem er die Gesundheit des Gefoulten wissentlich riskiert, zum Beispiel indem er mit gestrecktem Bein in die Beine des Gegners grätscht, ohne zurückzuziehen. Eigentlich ein klarer Fall für eine Rote Karte.

Fußball von C wie Catenaccia bis E wie Elfmeter

Catenaccio
Hört sich schick an, ist es aber eher nicht: Catenaccio ist die sehr defensive Spielweise einer Mannschaft, die gerne den Italienern nachgesagt wird.

Chancentod
Wenn ein Spieler immer wieder gute Torchancen vergibt, immer wieder nur die Latte trifft oder knapp danebenschießt, spricht man von einem Chancentod.

Einnicken
Einnicken bedeutet, dass ein Spieler den Ball ganz easy und lässig ins Tor köpft.

Elfmeter
Wie er funktioniert, wissen die meisten: Strafstoß aus elf Meter Entfernung, bei dem die gegnerische Mannschaft draußen bleiben muss, bis geschossen wird - zumindest außerhalb des Strafraumes. Gegeben wird ein Elfmeter bei Fouls und Handspiel im eigenen Strafraum, um ein Tor der Gegner zu verhindern.

Fußball von F wie Fallrückzieher bis F wie Freistoß

Fallrückzieher
Sieht auf jeden Fall gut aus, ist was für Profis: Im Fallen kickt der Spieler den Ball mit dem Rücken zum Tor rittlings ins Tor.

Flanke
Ein hoher Pass in den Strafraum des Gegners, um die Abwehrspieler zu umgehen. Der Könner trifft den Ball so mit dem Spann, dass er sich in eine bestimmte Richtung dreht, siehe Bananenflanke.

Foul
Alles, was fies ist: Beinchen stellen, Rempeln, Nachtreten oder am Trikot zerren. Wird mit einem direkten oder indirekten Freistoß geahndet und zwar von der Stelle, wo das Foul stattgefunden hat. Wird es fieser, gibt's auch Gelbe oder Rote Karten.

Freistoß
Wird gegeben, wenn ein Spieler gefoult wurde. Je nach Schwere des Vergehens unterscheidet man zwischen direktem und indirektem Freistoß.

Freistoß, direkter
Bei einem Foul außerhalb des Strafraumes der foulenden Mannschaft (sonst gibt es ja den Elfmeter) gibt der Schiedsrichter den direkten Freistoß. Dabei darf der ausführende Spieler direkt auf das gegnerische Tor schießen.

Freistoß, indirekter
Beim indirekten Freistoß muss der Ausführende vorher erst einen anderen Spieler anspielen. Landet sein Schuss direkt im Tor, wird es nicht anerkannt. Der indirekte Freistoß ist - anders als der direkte - auch bei Fouls im eigenen Strafraum möglich. Er kann gegeben werden bei Abseits, wenn ein Foul vorgetäuscht wird, wenn ein Spieler oder der Schiedsrichter beleidigt wurde oder wenn ein Spieler den Gegner im Lauf behindert.

Fußball von G wie Gelbe Karte bis K wie Konter

Gelbe Karte
Die Gelbe Karte ist eine Art Verwarnung. Sie wird gegeben bei Fouls, wenn ein Spieler dem Schiri widerspricht, bei Spielverzögerung oder bei Regelverstößen.

Hattrick
Trifft ein Spieler während einer Halbzeit dreimal hintereinander ohne Gegentor, spricht man von einem Hattrick.

Kantersieg
Walzt eine Mannschaft die andere mit einer ganzen Torarmada nieder, spricht man von einem Kantersieg. Bestes Beispiel: Als die deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale der WM 2014 sieben Tore gegen Brasilien geschossen hat.

Konter
Immer schlecht: Wenn der Gegner den Ball ergattert, blitzschnell den Gegenangriff startet und somit die gegnerische Mannschaft überrumpelt.

Fußball von M wie Mauerbis N wie Notbremse

Mauer
Haben die Gegner einen Freistoß, müssen alle Feldspieler einen Mauer bilden, um dem Schützen den Schuss aufs Tor zu erschweren. Schön, wie sich die Männer dabei immer mit ihren Händen schützen ...

Notbremse
Ein taktisches Foul, das der letzte Verteidiger vor dem Torwart macht, um den Stürmer zu stoppen, der sonst unweigerlich zum Abschluss kommen würde. Dafür gibts dann meist eine Rote Karte. Man muss also abwägen, ob ein Platzverweis, also eine Rote Karte, oder ein Tor des Gegners eher zu verkraften ist.

Fußball von P wie Pille bis S wie Schwalbe

Pille
Umgangssprachlich für den Fußball.

Rote Karte
Die Rote Karte bedeutet: Man fliegt vom Platz. Dafür muss man aber auch einiges getan haben: die zweite Gelbe Karte bekommen haben, ein brutales Foul, den Schiri beleidigt oder sich einen groben Regelverstoß geleistet haben.

Rudelbildung
Wenn es Ärger gibt, kommen meist alle Spieler zusammen, um wild zu diskutieren oder auf den Schiedsrichter einzureden.

Schwalbe
Wenn ein Spieler mit theatralischer Geste und schmerzverzerrtem Gesicht ein Foul vortäuscht und sich fallen lässt, nennt man es gerne auch Schwalbe - und gibt ihm eine Gelbe Karte.

Fußball von T wie Tunneln bis V wie Viererkette

Tunneln
Wenn ein Spieler seinem Gegenspieler den Ball zwischen den Beinen durchschießt.

Unparteiischer
Bezeichnung für den Schiedsrichter – auch wenn es nicht immer so wirkt.

Viererkette
Eine Viererkette wird von vier Abwehrspielern gebildet, die auf gleicher Höhe spielen. Bei Ballbesitz können sich dann auch die Außenspieler rechts und links außen in das Offensivspiel einschalten.