Home / Liebe & Psychologie / Mein Leben / Sophrologie: Sanfte Hilfe durch Entspannung

Liebe & Psychologie

Sophrologie: Sanfte Hilfe durch Entspannung

von der Redaktion Veröffentlicht am 14. November 2008
A-
A+

Unser modernes Leben ist geprägt von Stress und Anspannung. Wir erleben beides entweder regelmäßig und dauerhaft in unserem Alltag durch die Belastungen in der Arbeitswelt und/oder in der Familie oder aber in besonders starker Ausprägung zu besonderen Spitzen - etwa wenn eine wichtige Prüfung bevorsteht oder eine berufliche Veränderung ansteht. Das alles hinterlässt nicht nur Spuren in unserer Psyche, etwa depressive Verstimmungen und Ängste, sondern kann auch weitere Ernst zu nehmende Folgen für unsere physische Gesundheit haben. Denn viele Beschwerden, mit denen wir uns heutzutage herumschlagen, entstehen erst aus einer psychischen Belastung heraus. Was kann man angesichts dieser Problematik nicht besser vertragen als Entspannung, Gleichgewicht und Harmonie? All dieses verspricht die Sophrologie.

Sophrologie – Was ist das?

Die Sophrologie ist eine Behandlungsmethode, die bei Erkrankungen eingesetzt wird, die einen psychischen Background haben: Depressionen, ständige Magenprobleme, Angstzustände, Hauterkrankungen, Schlaflosigkeit aber auch Essstörungen können mit ihr auf sanfte Weise bekämpft werden.

Dabei werden die Krankheiten und Beschwerden im Zusammenhang mit unserer Lebensweise betrachtet. Was uns fehlt steht schnell fest: Entspannung vom alltäglichen Stress und Durcheinander und eine positive, gelassene Sichtweise auf unsere alltäglichen Probleme, Herausforderungen und Sorgen. Die Sophrologie bedient sich daher unterschiedlichster Entspannungstechniken - dazu gehören auch Varianten wie das Autogene Training, spezielle Atemtechniken oder die Hypnose. Natürlich schöpft die Sophrologie auch aus dem reichhaltigen Fundus von Entspannungstechniken, die uns der Ferne Osten beschert: Yoga, Ayurveda & Co. können hierbei Eingang in die Behandlungsmethode finden.

Obwohl es die Sophrologie bereits seit den 1960er Jahren gibt, ist sie innerhalb Europas vor allem in Frankreich und in der Schweiz bekannt und anerkannt. Mittlerweile bieten aber vereinzelt Sophrologen auch spezielle Kurse und Seminare in Deutschland an, zum Beispiel an Volkshochschulen. Hier halten sich die Kosten für die Anwendung und das Erlernen der Entspannungsheilmethode in Grenzen und sind vergleichbar mit den Kosten von zum Beispiel Yoga-Kursen.

Sophrologie – Wie geht das?

Während einer Sitzung wird der Behandelte durch eine der bekannten Techniken in einen Zustand versetzt, der sich durch eine tiefe Entspannung auszeichnet. In diesem Zustand visualisiert der Patient seine Probleme, Herausforderungen und/oder Krankheitssymptome und versucht, Assoziationen, Bilder, Worte zu diesen zu finden. Diese Assoziationen sind in der Regel natürlich negativ, weshalb sie im Verlauf der Therapie durch positive Gedanken ersetzt werden sollen, damit die negativen Wechselwirkungen zwischen Psyche und Körper durchbrochen werden können. Spezielle Begleiter der Behandlungsmethode - die so genannten Sophrologen - leiten den Patienten bei diesem Prozess an und helfen ihm somit, die eigenen inneren Heilkräfte zu aktivieren und zu mobilisieren. Gute Sophrologen sind dabei psychologisch geschult, da sie mit den psychischen Problemlagen ihrer Patienten und Schüler konfrontiert werden und angemessen reagieren können müssen.

Sophrologie zur Vorbeugung

Die Sophrologie kann nicht nur als Heilmethode bei akuten Beschwerden angewendet werden. Durch das Potenzial dieser Behandlungsmethode, das in der Erreichung von Ausgeglichenheit, Entspannung und innerer Harmonie liegt, kann sie auch helfen, Stress und somit auch konkreten physischen und psychischen Beschwerden vorzubeugen.

Auch wenn man sich in naher Zukunft besonderen psychischen und physischen Herausforderungen gegenüber sieht - etwa einer Prüfung, einem Umzug, einer beruflichen Veränderung oder als Frau einer Geburt eines Kindes - kann die Sophrologie helfen, sich auf diese Kraft raubenden und belastenden Situationen vorzubereiten. Der Behandelte stellt sich dafür in vollkommener Entspannung zum Beispiel genau die Situationen vor, die ihn beschäftigen - allerdings mit dem Unterschied, dass die Situation in jedem Fall gut für ihn ausgeht. Sophrologie kann damit helfen, Ängste und Stress abzubauen und sich ganz nebenbei auch besser kennen zu lernen.

von der Redaktion

Das könnte dir auch gefallen