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Neue Corona-Umfrage: Diese Ergebnisse überraschen

von Fiona Rohde Erstellt am 1. Dezember 2020
Neue Corona-Umfrage: Diese Ergebnisse überraschen© Getty Images

Wir wollten von unseren LeserInnen wissen: Wie sieht dein Alltag inmitten der anhaltenden Coronakrise aus? Fast 2700 haben mitgemacht und ihre ehrlichen Meinungen geteilt. Hier kommen die Ergebnisse unserer Corona-Umfrage im Detail.

Die Coronakrise hat unseren Alltag völlig auf den Kopf gestellt. Vieles, was selbstverständlich war, ist jetzt nicht mehr ohne Weiteres möglich. Plötzlich rücken neue Dinge in den Fokus, die vorher weit weg erschienen. Was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns? Wie gehen wir damit um?

Um das herauszufinden, haben wir eine Umfrage unter unseren LeserInnen gestartet. Wir wollten wissen, was euch jetzt besonders interessiert, wie ihr mit der Krise umgeht und wie sehr sie euch in eurem Alltag einschränkt.

Danke an die zahlreichen Teilnehmer unserer Umfrage (Knapp 2700 Userinnen und User haben mitgemacht). Wir haben uns sehr darüber gefreut. Mit Hilfe der Ergebnisse wollen wir euch in Zukunft während der Coronakrise noch besser mit Infos und Rat unterstützen.

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

# Diese Sorgen stehen derzeit im Vordergrund

Auch unsere Umfrage bestätigt, was bereits viele andere gezeigt haben: Die größte Sorge der Menschen derzeit ist, dass sie selbst oder ihre Angehörigen sich anstecken und krank werden könnten. Das sagen gut 65 Prozent der Befragten ganz klar. Aber auch Sorgen um die eigene Existenz und das Gefühl von Einsamkeit beschäftigt die Menschen derzeit (19,23 % und 20,66 %).

Die Sorge um den Job und die mitunter sehr nervenaufreibende Betreuungssituation der eigenen Kinder ist für 13,47 und 15,25 Prozent der Befragten ein Sorgenthema. Lediglich 20,19 Prozent sagen, dass sich ihr Leben nicht wirklich durch die Coronakrise verändert habe.

# Wie kommen wir mit der aktuellen Situation klar?

Nicht jeder kommt gleichermaßen mit Social Distancing und #stayathome zurecht. Dennoch sagt gut die Hälfte der Befragten, dass sie gut bis sehr gut mit der Krise klarkomme. Die andere Hälfte jedoch hat mehr zu kämpfen. Hier die Zahlen:

  • sehr gut 15,05 %
  • gut 35,86 %
  • geht so 35,39 %
  • weniger gut 9,92 %
  • gar nicht gut 3,77 %

# Home cooking: So wirkt sich die Schließung der Gastro aus

Nicht, dass wir früher ständig essen gegangen sind. Aber wer derzeit im Homeoffice arbeitet, kann eben auch nicht mal kurz in der Mittagspause in die Kantine, zum Bäcker oder dem Imbiss. Man bleibt vermehrt zu Hause. Und da ist eben selbst kochen angesagt, zumindest stehen gut 35 Prozent der Umfrageteilnehmer jetzt mehr am eigenen Herd.

Zum Glück werden jedoch auch die Gastro-Betriebe weiterhin frequentiert und unterstützt. Gut 30 Prozent nämlich lassen sich das Essen entweder nach Hause liefern (12,13 %) oder kaufen bei ihren Lieblingsrestaurants die Gerichte to go (18,58 %). Gutscheine, mit denen Restaurants unterstützt werden können, kaufen lediglich 4,07 Prozent.

Letztlich sagen aber auch knapp 30 Prozent, dass die Corona-Krise keine Auswirkung auf ihr kulinarisches Privatleben hat.

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# Mediale Nutzung in der Krise

Um sich in Zeiten von Social Distancing zu unterhalten, nutzt jeder zweite derzeit verstärkt das Fernsehen und Streamingdienste, wie Netflix und Sky. Radio und Online-Magazine werden von einem Drittel der Befragten vermehrt genutzt.

Ungeschlagen auf Platz eins aber liegt Social Media. Bei den sozialen Netzwerken ist es mit beeindruckenden 87,95 Prozent WhatsApp, das am häufigsten genutzt wird. Gefolgt von Facebook mit 70 Prozent und Instagram mit 62,57 Prozent. Sicherlich für viele derzeit die einzige Möglichkeit mit ihren Liebsten Kontakt zu halten.

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# Diese Themen interessieren jetzt besonders

Natürlich wollten wir wissen, welche Themen euch jetzt besonders helfen und interessieren. Und da sieht man deutlich, dass die Leute mehr zu Hause kochen während der Pandemie. 57,99 Prozent wünschen sich einfache Rezepte, die sie schnell und ohne viel Tamtam zu Hause umsetzen können.

Beauty- und Pflegetipps sind für knapp die Hälfte der Befragten interessant. Aber auch Tipps für die mentale Gesundheit, Tipps gegen Stress und Fitnesstipps liegen weit oben bei den derzeitigen Interessen.

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Video von Esther Pistorius

# Mehr Online-Shopping in der Krise

Kaum verwunderlich: Derzeit kaufen viele Menschen mehr online, um Menschenmengen in den Einkaufzentren und Läden zu entgehen. So sagten 35,86 Prozent, dass sie aktuell mehr online shoppen würden, als vor der Krise. Knapp die Hälfte kauft derzeit genauso viel online wie vorher und 17,38 Prozent sogar weniger.

Der wichtigste Grund, online zu kaufen, ist für viele Menschen derzeit natürlich die Angst vor Infektionen (42,25 %). Knapp jeder Vierte sagt, dass ihm das Einkaufen in den Läden zu lange dauere. Und 10,3 Prozent sagen, dass sie aufgrund der Pandemie weniger Zeit zum Shoppen hätten.

Gekauft wird online vor allem Mode und Kosmetik bzw. Pflegeprodukte. Aber auch Einrichtungs- und Dekoartikel sowie Medikamente werden online geshoppt.

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# Weihnachtsgeschenke in der Coronakrise

Auch was die Geschenke zum Weihnachtsfest angeht, scheint sich die Coronakrise bemerkbar zu machen. So wird die Hälfte der Befragten die Geschenke in diesem Jahr sowohl online als auch in den Geschäften einkaufen. Alles per Mausklick kaufen kommt für 28,78 Prozent in diesem Jahr in Frage, für rund 10,84 Prozent werden die Weihnachtseinkäufe in den Läden stattfinden.

Damit bei dem Kauf im Netz nichts schief geht, achtet knapp die Hälfte auf Empfehlungen. Dabei sind Produkttests für 74,93 Prozent ein wichtiger Faktor, aber auch die Meinung von Freunden und Bekannten hilft vielen, das Richtige in der Vielfalt des Netzangebots zu finden (78,68 %).

Jedem zweiten der Befragten ist es neben dem Preis beim Shopping wichtig, auf Regionalität und Nachhaltigkeit zu achten oder den Einzelhandel zu unterstützen. Einem Drittel sind diese drei Aspekte sogar sehr wichtig.

Bleibt nur noch zu sagen: Bleibt gesund und optimistisch und kommt gut durch diese wahrlich nicht einfache Zeit!