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Mission: Mehr Selbstbewusstsein! So wirst du sicherer

von Fiona Rohde Veröffentlicht am 7. August 2019
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Wann genau entscheidet sich eigentlich, ob man ein selbstbewusster Mensch ist oder eben nicht? Über Veranlagungen und unser Elternhaus – und wie wir all dem ein Schnippchen schlagen und total selbstbewusst werden können.

Wir alle kennen jemanden, den wir extrem (manchmal auch ZU) selbstbewusst finden und jemanden, den wir am liebsten in den Arm nehmen und sagen würden: "Bitte glaub doch mal an dich!" Auch für unser Gegenüber ist es mehr als leicht zu erkennen, wie es mit unserem Selbstbewusstsein aussieht.

Denn allein schon unsere Körperhaltung, Gestik, Mimik, unsere Art zu gehen, aber auch unsere Art zu Lachen und zu Reden zeugen davon, ob wir uns selbst gut in unserer Haut fühlen oder eher nicht. Wir sind also ein offenes Buch für jeden, der einigermaßen Menschenkenntnis hat.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum das Selbstbewusstsein so ungerecht verteilt zu sein scheint und wie es überhaupt zustande kommt. Da spielen nämlich weit mehr Faktoren eine Rolle, als ein liebevolles Elternhaus.

Warum ein gutes Selbstbewusstsein so wichtig ist

Zunächst einmal: Ein gutes Selbstbewusstsein zu haben, ist wichtiger als man denkt. Denn alles hängt irgendwie zusammen. Wenn wir selbstbewusst sind, sind wir meist auch aktiver, offener und neugieriger. Wir können neue Erfahrungen machen, schöne Dinge erleben und sie genießen. Das kommt wiederum unserem Selbstbewusstsein zu Gute und so ist es ein ewiger Teufelskreis - in diesem Fall im positiven Sinne.

​Aber es geht eben auch andersherum. Wer total unsicher ist, ist geplagt von Ängsten wie z.B. Versagensängsten und nicht selten auch Neid. Man fühlt sich nicht kompetent genug ("Ich kann das doch eh nicht!") und unsicher und probiert viele Dinge erst gar nicht aus. So kann man nicht auf die Nase fallen, aber man kann eben auch nicht die vielen positiven und die Selbstbewusstsein stärkenden Erfahrungen machen im Leben. Teufelskreis Nummer 2.

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Warum wir selbstbewusst sind - oder eben nicht

Zugegeben: Ganz fair ist es nicht. Denn zu 50 Prozent ist unser Selbstwertgefühl genetisch bedingt. Und so bekommen es manche Menschen einfach schon mal (zur Hälfte) in die Wiege gelegt. Mag ungerecht klingen, aber wir haben ja noch die anderen 50 Prozent. Und die setzen sich aus zwei Faktoren zusammen.

Nummer 1: Auch hier haben wir meist wenig Einfluss, denn weitere 30 Prozent unserer Sicht auf uns selbst und unsere Fähigkeiten, bilden sich in den ersten Lebensjahren bis ungefähr zum fünften Lebensjahr. Positive und negative Erlebnisse in diesen Jahren - all das prägt unser Selbstwertgefühl nachhaltig. Natürlich beginnt es mit einer guten Bindung zur Mutter, die uns zeigt, dass sie verlässlich für uns da ist und wir ihr vertrauen können.

​Und dieses Vertrauen haben wir nicht nur bei ihr und anderen nahen Menschen, sondern auch in Bezug auf uns selbst. Schon Zweijährige können sich über kleine Erfolge freuen, merken, dass sie etwas können und stärken so zusätzlich ihr Selbstvertrauen. Im zarten Alter von fünf Jahren ist unser Weg zum selbstsicheren Wonneproppen oder eben zum ängstlichen Mäuschen schon mal zu 80 Prozent festgelegt.

Nummer 2: Fehlen noch die restlichen 20 Prozent, die unser Selbstwertgefühl ausmachen. Die werden durch Elternhaus, Freundeskreis und Schule bestimmt. Und so steht irgendwann mit Anfang 20 fest: Wie gehe ich mit anderen Leuten um? Wie gehe ich mit Kritik an meiner Person um? Bin ich davon abhängig, was andere von mir denken, oder kann ich Kraft aus mir selbst schöpfen?

Aber keine Angst! 100 Prozent hin oder her. Unsere Selbstbewusstsein lässt sich auch später im Laufe unseres Lebens immer noch verbessern und stärken. Also bitte nicht den Kopf in den Sand stecken und alles für gegeben hinnehmen.

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Wir können unser Selbstbewusstsein pimpen

Wer sein Selbstbewusstsein stärken will, der kann durchaus sehr viel daran drehen. Nicht grundlegend, aber doch in die richtige Richtung. Wer verlässliche Menschen, Freunde, Partner, an seiner Seite weiß und diese Beziehungen pflegt, tut entscheidend viel für sein Selbstbewusstsein.

Denn die sozialen Bindungen geben uns ein gutes Gefühl. Ebenso, wenn wir Erfolg bei etwas haben. Zum Beispiel wenn wir im Hockey oder im Yoga super sind, oder später, wenn wir im Beruf Erfolge aufweisen können. ​

​Wichtig ist auch, sich nicht ständig mit Unerreichbaren oder einer anderen Liga zu vergleichen. Stichwort Stars, Supermodels oder die scheinbar Dauerglücklichen auf Instagram. Dann fühlen wir uns eher mies. Schauen wir aber rechts und links von uns, also auf Menschen, die ein ähnliches Leben fühlen, können wir uns sehr wohl gut und aufgehoben fühlen - und selbstsicher sein.

Natürlich gibt es auch im späteren Leben viele Dinge, die unser Selbstwertgefühl erschüttern können. Wenn wir einen Job verlieren oder einen guten Freund. Wenn wir krank werden und weniger perfekt funktionieren als früher. Wenn eine Beziehung zerbricht.

All das kann uns arg anknacksen. Das Gute jedoch: Wer eine Krise durchgestanden hat, geht meist gestärkt daraus hervor. Und nur, wer ab und an kleine Krisen meistern muss, weiß auch: "Ich kann das! Das haut mich nicht um!"

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