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Material Lexikon: So funktioniert Funktionsbekleidung

von Helene Kalinowsky Veröffentlicht am 4. Januar 2008

Für aktive Sportfans ist Funktionsbekleidung das ganze Jahr über ein Thema, alle anderen greifen spätestens im Winter zu funktionellen Textilien.

Ob es nun die winddichte Jacke oder die wasserfeste Skihose sein soll, wer sich richtig ausrüsten möchte, muss sich auskennen. Das Angebot an Materialien ist groß und sorgt nicht selten für Verwirrung.

Damit Sie in Zukunft mit geballtem Wissen auf Shooping-Tour gehen können, haben wir Ihnen
ein kleines Material-Lexikon zusammengestellt.

Eines der wohl bekanntesten Materialien ist Gore-Tex, es wird von zahlreichen Marken der Sportswear- und Modebranche eingesetzt. Es macht die Bekleidung strapazierfähig, dauerhaft wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv.
Um je nach sportlicher Aktivität die bestmögliche Funktion zu erreichen, werden verschiedene Produktklassen von Gore-Tex geboten, welche auch an den Hang-Tags der Bekleidung differenziert ausgeschildert sind.

Ein Beispiel ist Gore-Tex Soft Shell. Es wird für Outdoorbekleidung verwendet
und garantiert unter anderem auf der Piste oder beim Bergsteigen maximale Bewegungsfreiheit bei angenehmer Temperatur. Es macht die Bekleidung dauerhaft wasserdicht, so dass Sie selbst bei Regen oder Schnee ausreichend geschützt sind. Zudem ist die Bekleidung winddicht und dabei trotzdem atmungsaktiv, was einen idealen Feuchtigkeitstransfer gewährleistet.
Damit Sie möglichst lange was von Ihrer "Gore-Tex Soft Shell"-Bekleidung haben, sollte diese bei 40°C gewaschen und anschließend ausreichend klargespült werden.
Geheimtipp: Bei warmer Temperatur im Wäschetrockner trocknen. Die Wärme
wirkt sich nach dem Waschen positiv auf die Bekleidung aus, da damit die wasserabweisende Imprägnierung reaktiviert wird. Das Kleidungsstück nur dann bügeln, wenn es vollständig trocken ist und beim dampfbügeln immer ein Tuch zwischen Kleidungsstück und Bügeleisen legen.

Auch die Membrane Sympatexwird von vielen Marken verwendet, um die Bekleidung mit funktionellen Eigenschaften zu spicken. Durch seine besondere Strapazierfähigkeit und die dauerhafte Funktion wird Sympatex für Textilien eingesetzt, die auf Sportarten wie etwa Running, Skiing oder Biken konzipiert sind. Dank Sympatex wird die Kleidung wind- und wasserdicht und extrem leicht, was
den Tragekomfort optimiert. Zudem ist das Material atmungsaktiv und hat eine klimaregulierende Wirkung. Ausreichend Bewegungsfreiheit wird durch die
extreme Dehnbarkeit des Materials gewährleistet, das zu 300% bi-stretch ist.
Unbedingt beachten: Zwar kann Bekleidung mit Sympatex problemlos chemisch gereinigt oder bei 40°C im Schongang gewaschen werden, sie darf jedoch nicht stark geschleudert werden. Beim Waschen sollte Feinwaschmittel verwendet werden, aber kein Weichspüler.

Auch von Schoeller werden Membrantechnologien geboten, die für Topfunktion sorgen. Eine Innovation ist dabei das Material „Schoeller c_change“. Es eignet
sich ideal für Bekleidung in den Bereichen Sport, Outdoor, Wintersport, Freizeit und Biken.
Smart: Das Material reagiert auf wechselnde Temperaturen und Aktivitäten. Sobald durch höhere Umgebungstemperaturen oder eine höhere Körpertemperatur mehr Feuchtigkeit entsteht, wird diese abgeleitet. Wird allerdings weniger Wärme und damit Feuchtigkeit vom Körper produziert, passt sich die Wasserdampfdurchlässig-keit flexibel an und sorgt für ein optimales Klima in Körpernähe. Beim Waschen sollte die Pflegeanleitung im Bekleidungsstück beachtet werden.

Wer eine Alternative zur Daune sucht, dürfte auf seiner Suche schnell auf das Füllfaservlies Primaloft stoßen. Hier bildet die verwirbelte Mikrofaserstruktur Millionen kleinster Luftkammern, die die Körperwärme festhalten. Auch für ein flauschiges Tragegefühl ist gesorgt: Die Technologie hat einen besonders weichen Griff. Neben bester Wärmeisolation verfügen Textilien mit Primaloft über ein gutes Feuchtigkeitsmanagement und ein verhältnismäßig geringes Gewicht. Gut zu wissen: Die Wärme isolierende Eigenschaft des Materials wird selbst im feuchten oder nassen Zustand bewahrt.

Auch für den Wäschebereich werden immer mehr Funktionsmaterialien verwendet. Ein Beispiel ist die Outlast-Viskosefaser, eine natürliche Kunstfaser auf Zellulose-basis. Das Material gehört zur Gruppe des so genannten Phase Change Materials, kurz PCM genannt. Praktisch: Mit Textilien mit Outlast ist es Ihnen nie zu heiß und nie zu kalt. Wenn es warm wird, wird dank patentierter Mikrokapseln überschüssige Wärme aufgenommen. Wird es dann wieder kälter, wird die gespeicherte Wärme einfach wieder an den fröstelnden Körper zurückgegeben. Wer jetzt an unbequeme High-Tech-Wäsche denkt liegt falsch: Outlast-Modelle haben einen extrem weichen Griff, ähnlich wie Seide und Baumwolle.

von Helene Kalinowsky

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