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Modetrend Organza: So stylst du das angesagte Material richtig

von Christina Cascino Veröffentlicht am 2. September 2019

In der kommenden Herbst/Winter-Saison stehen semi-tranparente Organza-Pieces im Fokus. Das schimmernde Material funktioniert nämlich jetzt auch bestens im Alltag.

Eigentlich kennt man Organza ja nur von festlicher Abendgarderobe, Brautmode und Haute Couture. 2019 haben die Designer das zart schimmernde Trend-Material neu interpretiert und zeigen, dass Organza genauso gut im Alltag gestylt werden kann. Wir verraten euch wie und zeigen euch Oraganza-Outfits zum Nachstylen.

Organza: Das macht den Stoff so besonders

Ihr habt keine Ahnung, was Organza eigentlich ist? Hier die Antwort: Organza ist ein transparentes und schimmerndes Gewebe. Ursprünglich wurde für das feine Material lediglich Seide verwendet, heute wird der Stoff auch aus synthetischen Chemiefasern wie Polyester, Polyamid oder Nylon hergestellt.

Das Besondere an dem Stoff? Sein Glanz! Der zarte Stoff schimmert je nach Lichteinfall immer wieder anders. Zudem ist Organza relativ steif und griffig und eignet sich daher bestens für üppige Drapierungen, etwa an den Schultern.

Weniger gut: Organza ist relativ empfindlich. Das heißt, das Material ist knitteranfällig und leicht zu beschädigen. Wer nicht aufpasst oder blöd hängenbleibt, hat sich schnell mal einen Faden gezogen.

Unsere Organza-Favoriten zum Nachshoppen:

Wie stylt man Kleidung aus Organza richtig?

Ihr glaubt, Organza-Kleidung wirkt für den Alltag overdressed? Nicht, wenn ihr die Trend-Teile richtig kombiniert! Indem ihr auf einzelne Teile aus dem transparenten Stoff setzt und den Rest des Outfits eher schlicht haltet, könnt ihr spannende Looks kreieren, die sich sogar fürs Büro eignen.

Wichtig dabei: Greift zu Kleidungsstücken aus Organza, die nicht zu bauschig wirken. Schön sind zum Beispiel Kleider mit Lagen aus Organza oder schlichte Organza-Jacken.

Das Schöne am Trend-Material: Organza funktioniert drüber und drunter und verleiht jedem Outfit sofort einen verspielt-eleganten Look. Hier kommen vier Styling-Ideen, wie ihr Organza kombinieren könnt.

1. Organza-Bluse ÜBER dem Top

Mode-Profis können derzeit von zarten Organza-Blusen nicht genug bekommen. Kein Wunder – die Pieces lassen sich sowohl zum eleganten Rock als auch zu Destroyed-Jeans stylen. Alltagstauglich wird die semi-transparente Bluse mit einem Bralette (für all diejenigen, die gerne etwas Haut zeigen), einem filigranen Träger-Shirt oder mit einem schmalen Rollkragenpullover, der unter die Bluse gezogen werden.

Wer sich erstmal langsam an den Organza-Trend herantasten will, wählt Unterzieh-Shirt und Bluse in derselben Farbe. Alle, die es gerne etwas auffälliger mögen, greifen zum knalligen Oberteil oder zur angesagten Schwarz-Weiß-Kombi.

Achtet allerdings darauf, dass euer Unterzieh-Piece relativ eng anliegt, um unschöne Falten und Wölbungen unter der Bluse zu vermeiden.

2. Organza-Bluse kombinieren

Ihr findet die zarten Organza-Blusen toll? Dann tragt sie einfach über einem Basic-Top oder einfarbigem Shirt. Mit einer Basic-Jeans und Sneakers wird das Outfit alltagstauglich. Stylt ihr High Heels dazu, könnt ihr den Look auch als Party-Outfit tragen.

Tipp: Wenn ihr nach einem aufregenden Abend-Look sucht, könnt ihr statt eines Basic-Tops auch ein Spitzen-Bustier unter dem Organza-Oberteil tragen.

Organza funktioniert aber nicht nur drüber, sondern auch drunter. Heißt: Statt eine Organza-Bluse über einem Top bzw. Shirt zu tragen, könnt ihr das It-Piece auch einfach drunter ziehen. Besonders schön: Wenn der glänzende Stoff an Armen oder Dekolleté schön hervorblitzt. Das ist aufregend, aber subtil genug für den Alltags-Look.

3. Organza im Layering-Look

Organza sieht im Herbst 2019 besonders stylisch im Layering-Look aus. Ein Kleid oder eine Longbluse aus Organza-Stoff kann zum Beispiel ganz einfach über eine klassische Hose-Pulli-Kombi oder über ein "normales" Kleid (z.B. aus Strick) gezogen werden. Die Kleidungsstücke blitzen durch das transparente Material leicht durch und werden so zum richtigen Hingucker.

Besonders cool sieht der Layering-Look aus, wenn ihr mit unterschiedlichen Längen spielt. Reicht euer Organza-Piece zum Beispiel bis zum Knie, darf euer Kleidungsstück darunter gerne etwas länger oder kürzer geschnitten sein.

4. Organza als Jacke

Ärgert ihr euch im Herbst und Winter auch immer darüber, dass eure Jacke euer eigentliches Outfit verdeckt? Klar, wir können die Jacke oder den Mantel einfach offen lassen, so wirklich perfekt ist das aber auch nicht.

Die Lösung: Legt euch eine Organza-Jacke zu. Ok, zugegeben, der zarte Stoff wärmt wohl kaum. Cool sieht's aber auf jeden Fall aus und ist im Gegensatz zu unseren sonst eher langweiligen Jacken ein richtiger Hingucker.

Organza-Jacken sind in © Getty Images

Organza-Light:

Das ist euch alles etwas too much und zu auffällig? Kein Problem. Organza gibt es in dieser Saison auch in der Light-Version. So sind zum Beispiel einfache Basic-Shirts nur dezent an bestimmten Stellen, zum Beispiel an den Ärmeln oder am Saum, mit Organza-Stoff verziert. Die Material-Einsätze lassen euren Look sofort eleganter wirken und peppen jedes noch so schlichte Piece auf. Perfekt also für alle, die sich erst langsam an den neuen Trend herantasten wollen.

Styling-Tipp: Gegensätze sind gefragt!

Das Trend-Material Organza ist sehr weiblich, zart und verspielt. Deshalb solltet ihr beim Styling von weiteren mädchenhaften Pieces die Finger lassen und unbedingt auf Kontraste setzen. Das können zum Beispiel ein cooles Print-Shirt, eine Lederjacke oder derbe Biker Boots sein. Besonders alltagstauglich kommt der glänzende Stoff mit Denim zur Geltung.

Unser Lieblings-Style: Eine lässige Mom Jeans mit leichten Used-Effekten kombiniert mit einer Cropped Organza-Bluse in zartem Pastellgelb. Die Kombi ist super cool und schick zugleich und mit einem beigen Trenchcoat drüber perfekt für kühle Herbsttage.

Auch toll: Strick und Baumwolle zu Organza. Der Material-Mix sorgt für einen spannenden Stilbruch, der sich im Alltag mehr als sehen lassen kann.

Der Unterschied zwischen Organza und Tüll:

Organza ist ein sehr transparentes, schillerndes und festes Gewebe, das aus Filamentgarnen wie Organsinseide, aber auch aus synthetischen Fasern hergestellt wird. Organza sieht zwar luftig-leicht aus, zeichnet sich aber vor allem dadurch aus, dass es recht griffig und steif ist. Dadurch ist das Material ideal, um Volumen und steife Formen herzustellen. Außerdem ist Organza für seine schillernde Optik bekannt, deren Farbe sich je nach Lichteinfall verändert.

Unter Tüll versteht man hingegen einen semi-transparenten Stoff mit netzartigem Gewebe, der gewöhnlich aus Kunstfasern hergestellt wird. Beim Weben werden dabei nach jedem Einschuss die Kettfäden verdreht. Gegenüber Tüll ist ist Organza deutlich robuster, daher wird der Trend-Stoff in der Mode meist da eingesetzt, wo das Aussehen von Seide aber auch etwas Standhaftigkeit gewünscht ist.

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von Christina Cascino