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Pflege- und Waschtipps für alle Textilien

von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 8. Januar 2008
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Nicht alle Textilien werden auf die gleiche Art und Weise gereinigt. Leider reichen die Pflegehinweise auf den Etiketten nicht immer aus um uns ausreichend über die richtige Behandlungsweise zu informieren. Wir haben Ihnen eine Liste mit allen praktischen Waschtipps aufgestellt, damit Sie wissen, wie Sie Ihre Kleidung sanft und schonend reinigen können.

Empfindliche Textilien

- Seide
Waschen: Seide ist sehr empfindlich und sollte nur mit der Hand gewaschen werden, außer das Etikett erlaubt eine Maschinenwäsche. In diesem Fall ein Feinwaschprogramm mit einer Temperatur von 30°C auswählen.
Für eine Handwäsche wird eine lauwarme Seifenlauge eingesetzt (Achtung: das Kleidungsstück nicht zu lange einweichen lassen!). Zum Ausspülen kann man ein paar Tropfen Alkoholessig oder Zucker mit ins kalte Wasser geben.
Trocknen: Seide darf nicht ausgewrungen oder frottiert werden. Die Seide zum
Trocknen flach auf ein Handtuch legen, das die Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufnimmt. Blusen und Hemden können auch hängend auf einem Kleiderbügel getrocknet werden.
Bügeln: Seide wird feucht gebügelt.
Gut zu wissen: Seide darf auf keinen Fall der Sonne ausgesetzt werden, da sie sonst eine gelbe Farbe annehmen könnte. Um den Gelbstich wieder zu entfernen muss die Seide in einer Mischung aus 3/4 Wasser, 1/4 Wasserstoffperoxid und einem Tropfen Ammoniak eingeweicht und dann gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden.
Jeden unnötigen Kontakt mit Feuchtigkeit vermeiden, denn Wasser hinterlässt Flecken auf Seide.

- Leinen
Waschen: Leinen vor dem Waschen mit einem Fleckenentferner vorbehandeln.
Die Waschtemperatur in der Maschine sollte 50°C nicht überschreiten, um die Farben und die Naturfasern zu bewahren. Für weißes Leinen wird ein chlorfreies Waschmittel und ein Bleichmittel verwendet, um zu vermeiden, dass sich das Leinen gelb verfärbt.
Trocknen: Leinen darf weder an der Sonne noch in einem Wäschetrockner getrocknet werden, da es sonst eingehen könnte.

- Kaschmir
Selbst wenn Kaschmir kaum schmutzig wird und nur selten nach Schweiß riecht, sollte es trotzdem zumindest nach jedem dritten Tragen gewaschen werden. Kaschmir ist sehr empfindlich: Je weniger es gewaschen wird, desto besser trägt es sich.
Maschinenwäsche: Das Kaschmirprodukt in ein Wäschenetz oder Kopfkissen stecken und ein spezielles Wollwaschmittel verwenden. Im kalten Wollwaschprogramm waschen und die Schleuderdrehzahl auf höchstens 600 Touren begrenzen.
Handwäsche: Ein spezielles Wollwaschmittel verwenden oder etwas Haarshampoo in Wasser auflösen. Nicht zu lange in der lauwarmen Lauge einweichen lassen. Vorsichtig mit kaltem Wasser ausspülen bis das Wasser wieder klar wird.
Trocknen: Nicht auswringen, sondern vorsichtig in ein Handtuch einwickeln, das
die erste Feuchtigkeit aufnimmt und dann auf einem anderen trockenen Handtuch liegend trocknen lassen. Auf keinen Fall in den Wäschetrockner geben!
Bügeln: Falls das Kaschmirprodukt gebügelt werden muss, sollte es vorsichtig von links geglättet werden. Das Bügeleisen darf nicht zu heiß sein!

- Baumwolle wird wie Leinen behandelt.

- Wolle
Wolle ist sehr empfindlich und darf daher nicht gekocht oder mit chlorhaltigen Waschmitteln gereinigt werden. Handwäsche wird empfohlen, aber die Wolle kann auch in der Maschine gewaschen werden, wenn sie zusammen mit einem anderen Material in die Trommel kommt. Immer erst die Angaben auf dem Etikett überprüfen und die Maschine auf einen kurzen, schonenden Waschgang ohne Schleudern einstellen
Handwäsche: Das Wollprodukt mit einem speziellen Wollwaschmittel waschen. Das Wasser darf höchstens 30°C warm sein. Nicht einweichen lassen. Schonend reiben, mit lauwarmem Wasser und etwas Weichspüler ausspülen und dann noch einmal mit kaltem Wasser nachspülen.
Trocknen: Die Wolle kurz mit einem Handtuch trocken drücken (nicht auswringen!) und dann auf einem anderen Handtuch liegend trocknen lassen.

- Viscose
Viscose ist ein halbsynthetischer Stoff aus chemisch behandelten Naturfasern.
Maschinenwäsche: Die Viskosekleidung auf links wenden und bei maximal
40°C in einem Feinwaschgang waschen. Die Maschine sollte zu 2/3 voll sein.
Trocknen: Auf einen Bügel hängen, aber niemals in einen Wäschetrockner geben. Zum Bügeln muss der Stoff noch leicht feucht sein.

Besondere Wäsche
- Dessous halten am längsten, wenn sie per Hand gereinigt werden. Falls Sie die Dessous trotzdem in der Maschine waschen möchten und die Wäsche aus Seide oder Satin ist, sollten Sie sie zum Schutz in ein Wäschenetz oder in ein Kopfkissen stecken. Benutzen Sie ein spezielles Feinwaschmittel für Dessous und wählen Sie ein besonders schonendes Waschprogramm für empfindliche Textilien.

- Kopfkissen, Decken, Daunenbetten, Schlafsäcke. Legen Sie einen Tennisball
mit in die Waschmaschine, damit die Federn und Daunen in der Bettdecke beim Waschen nicht verklumpen. Ein sanftes Waschmittel verwenden und gut schleudern. Der Tennisball kann auch mit in den Trockner gegeben werden.

Gut zu wissen:
- Wäsche sortieren: Die Wäsche vor dem Waschen nach Farben trennen. Dunkle Stoffe werden zusammen gewaschen, weiße Wäsche kommt nur mit weißer Wäsche in die Maschine, Buntwäsche nur mit Buntwäsche.

- Um zu vermeiden, dass die Kleidung beim Waschen andere Textilien verfärbt empfielt sich ein kleiner Test: Um herauszufinden, ob ein Kleidungsstück abfärbt oder nicht, einfach das Test-Kleidungsstück mit Wasser befeuchten, ein weißes Stück Stoff darunter legen und mit einem heißen Bügeleisen darüber bügeln.
Wenn das Kleidungsstück auf den weißen Stoff abfärbt, muss es separat per Hand in lauwarmer Seifenlauge gewaschen werden. Neue Kleidung muss immer mehrmals separat gewaschen werden. Mehr Waschpulver verwenden, damit der übermäßige Farbstoff entfernt wird. Feuchte Wäsche niemals auf einem Haufen liegen lassen, sonst könnten die einzelnen Kleidungsstücke gegenseitig aufeinander abfärben.

von Linda Chevreuil

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