Home / Buzz / Stars & Entertainment / Dieser Brief rührt uns zu Tränen: Ein Mann schreibt über den Tod seiner Ehefrau

© Getty images
Buzz

Dieser Brief rührt uns zu Tränen: Ein Mann schreibt über den Tod seiner Ehefrau

von Inga Back Veröffentlicht am 4. August 2016

Gibt es etwas Schlimmeres, als den Menschen zu verlieren, den man am meisten liebt?

Patton Oswalt, der vielen bekannt ist als Spencer aus der Serie 'King of Queens', verlor im April diesen Jahres seine Ehefrau Michelle. Die beiden waren 11 Jahre verheiratet und haben eine gemeinsame 7-jährige Tochter.

Diese Woche, 102 Tage nach ihrem Tod, meldet sich Oswalt Patton nun mit einem bewegenden Brief zu Wort. Auf Facebook erzählt der Schauspieler, wie er mit dem Tod seiner Frau, die nur 46 Jahre alt geworden ist, umgeht.

Der Brief beginnt mit den Worten:

Danke, Trauer. Danke dafür, dass du eine Depression wie einen kleinen mobbenden Schuljungen erscheinen lässt. Eine Depression ist das größte Kind in der vierten Klasse. (...) Aber Trauer? Trauer ist Jason Statham, der den mobbenden Jungen aus der vierten Klasse mit dem Gesicht in die Kloschüssel drückt. (...) Trauer bringt die Depression dazu, sich hinter dir zusammenzukauern und dafür zu entschuldigen, dass sie so ein Arschloch war.

Loading...

Oswalt zählt auf, was man alles erreichen könnte, wenn man sich 102 Tage nur auf eine Sache konzentriert: Man könne ein Buch schreiben, eine Sucht aufgeben, oder einen Film drehen. Doch Oswalt beschreibt auch, dass man nichts schafft, wenn man 102 Tage in Trauer verbringt.

Dir wird es nicht körperlich besser gehen. Du wirst nicht 'weiser' sein. Du wirst nicht damit abschließen können. Keine neue Sicht der Dinge haben, nicht gestärkt daraus hervorgehen und auch kein 'neues Ich' entdecken. Du wirst stattdessen eine neue Form der Angst kennenlernen, der Erschöpfung und eine Kenntnis der unerwarteten, schrecklichen Ereignisse, die das Universum für uns bereithält.

Doch Oswalt hat in den letzen 102 Tagen nicht nur Furchtbares erlebt. Er beschreibt auch, wie Freunde und Familie ihn aufgefangen haben. Wie völlig Fremde ihm rührende Briefe nach Hause geschickt haben.

Sie werden für dich da sein - physisch und emotional - auf eine Art und Weise, nach der du dir sagen wirst: "Mach das eines Tages auch für jemanden."

Doch Patton Oswalt verspürt auch Hoffnung. Hoffnung auf ein normales Leben. Sie scheint in vereinzelten Passagen durch seinen Brief durch.

Ich werde bald wieder Witze machen und schreiben. Und schauspielern (...) und die Dinge tun, die ich so privilegiert war, tun zu dürfen, bevor die Luft um mich Feuer gefangen hat und die Sonne gestorben ist. (...) Okay, ich werde bald wieder witzig sein. Welche andere Wahl habe ich?

Und nicht weil "Michelle es so gewollt hätte." Es wäre arrogant von mir zu behaupten, ich wüsste, was Michelle gewollt hätte. Das war einer der vielen Gründe, warum ich mich freute, mit ihr alt zu werden. Weil sie mich immer überraschte. Weil ich nie wusste, was sie gerade dachte oder in welche Richtung sie gehen würde.

Ein wirklich bewegender Brief, der vielen Menschen, die ebenfalls einen geliebten Menschen verloren haben, aus der Seele spricht.

Auch auf gofeminin: Rat vom Dalai Lama: Die besten Zitate für jede Lebenslage

Dalai Lama: Die schönsten Zitate © iStock
von Inga Back