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Hättet ihr sie erkannt? Diese Sängerin hat endgültig genug von Idealmaßen

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 24. März 2017

"F*** Körperstandards. Ich mach meine eigenen. Und ich liebe es!"

Sängerin Kesha wurde schon häufiger Opfer fieser Attacken auf ihr Äußeres - ob es nun ungünstige Paparazzi-Fotos sind oder fiese Kommentare im Netz. Sie selbst versucht sich vom Internet loszusagen, weil es sie immer weiter in die Essstörung treibt, was sie bereits fast das Leben gekostet hätte.

Das Aussehen der Sängerin ist immer wieder Thema

Doch nun geht es wieder einmal um das Aussehen der Sängerin. Es sind Paparazzi-Bilder aufgetaucht, die die 30-Jährige dabei zeigen, wie sie gerade vom Training im Fitnessstudio kommt. Sie ist ungeschminkt, hat das Haar unordentlich zusammen gebunden und schlabberige Sportklamotten an.

​Und jetzt? Zerreißen sich alle wieder das Maul darüber. Aber mal ehrlich, welcher normale Mensch sieht denn nach dem Training wie ein Fitnessmodel aus?

Dabei hat Kesha, die 2009 mit dem Hit "Tik Tok" ihren weltweiten Durchbruch feierte, schon genug zu kämpfen. Seit 2014 befindet sich die Popsängerin in einem Rechtsstreit mit ihrem Produzenten Lukasz Gottwald alias Dr. Luke. Die heute 30-Jährige wirft ihm vor, sie jahrelang sexuell, psychisch und physisch missbraucht zu haben. Kesha veröffentlichte unter anderem E-Mails, die den Psycho-Terror und die Beleidigungen wiederspiegeln. So heißt es in einer der Mails etwa: "Du bist ein fetter verf****** Eisschrank." In einer anderen heißt es, mit ihr wolle niemand zusammenarbeiten, weil sie zu dick sei. Solche bösen Aussagen treiben vermutlich die stärksten von uns in die Verzweiflung.

Ihr Produzent wirft der Sängerin hingegen vor, dass sie ihm umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro unbezahlte Lizenzgebühren schulde.

Popsängerin Kesha über ihre Essstörung: "Ich wäre fast gestorben"

Zusätzlich leidet Kesha unter ihrer Essstörung und als einen Auslöser für diese Krankheit und ihr Abrutschen sieht sie das Internet. Die gemeinen Anfeindungen haben sie immer stärker belastet. In einem Interview erzählt die Sängerin mit Tränen in den Augen: "Ich wäre fast gestorben." Sie sei dem Tod näher gekommen als sie dachte. Die Ärzte in ihrer behandelten Klinik seien erstaunt gewesen, dass sie noch keinen Schlaganfall erlitten habe, weil sie nichts gegessen hatte, sagt sie weiter. "Ich schäme mich jetzt nicht mehr. Doch es ist sehr emotional, weil die Krankheit so tief in einem verwurzelt ist. Das kann das Selbstwertgefühl stark angreifen."

Nach der Behandlung geht es ihr inzwischen wieder besser und sie hat neuen Mut gefasst: "Ich werde den Hass nicht gewinnen lassen. Ich werde gewinnen und ich werde alles dafür tun, Liebe zu verbreiten. Mein Ziel ist, dass man mich als positiven Mensch in Erinnerung behält, der für andere Menschen Gutes tut." Wir wünschen ihr dabei ganz viel Erfolg und Kraft. An dieser starken Frau sollten sich alle, die Selbstzweifel haben, ein Beispiel nehmen.

Sängerin wehrt sich gegen das Body-Shaming

Die Anfeindungen sind nicht nur ungerecht, sondern auch völliger Quatsch, denn schon nach kurzer Zeit zeigt sich die Sängerin in Begleitung ihres Freundes, Brad Ashenfelter, wieder topgestylt auf ihrem Instagram-Channel.

​Auch ihre Bildunterschrift lässt vermuten, dass sie ihr inneres Gleichgewicht wieder gefunden hat und auch ihren Körper akzeptiert und schön findet, so wie er ist. "Ich glaube das ist genau der Moment, indem er [Brad Ashenfelter] mir sagt, wie stolz er auf mich ist, dass ich so selbstbewusst zu meinem heißen Körper stehe. Und dass ich mich so gut erholt habe. Obwohl ich von Kameras gejagt werde, die immer versuchen mich so schlecht wie möglich aussehen zu lassen, um viel Geld damit zu machen."

von Jane Schmitt