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Geheime Videos aufgetaucht: Zeigen diese Aufnahmen Tierquälerei am Set eines Hollywoodsfilms?

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 26. Januar 2017

Geheime Aufnahmen zeigen, wie ein Trainer den Hund bei Dreharbeiten unter Wasser drückt.

Eigentlich soll es bei dem neuen Hollywood-Streifen 'Baily - ein Freund fürs Leben' um die Freundschaft und Liebe zwischen Mensch und Hund gehen. Klar, dass die breite Öffentlichkeit dann davon ausgeht, dass es bei den Dreharbeiten ähnlich harmonisch und liebevoll zuging. Doch offenbar ist das nicht der Fall.

​Denn nun ist ein Video aufgetaucht, dass angebliche Tierquälerei am Set zeigt. Das Portal 'TMZ' veröffentlichte die Aufnahmen, in denen zu sehen ist, wie ein Schäferhund offensichtlich völlig verängstigt in ein Wasserbecken mit starkem Strom gezwungen wird.

​Der Betreuer des Tiers hält ihn fest und schiebt ihn immer wieder gegen seinen Willen ins kalte Nass. Zum Schluss ist sogar zu sehen, wie der Hund im Becken vom Strom mitgerissen und gegen die Wand geschleudert wird. Allerdings ist ein Mitarbeiter des Filmteams im Wasser und sofort zur Stelle.

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Trotzdem rufen Tierschützer nun zum Boykott des Films auf. "Wir müssen zeigen, dass Hunde und andere Tiere human und nicht wie Filmrequisiten behandelt werden sollten", so Lisa Lange, die Vizepräsidentin der Tierschutzorganisation 'Peta'.

Regisseur Lasse Hallström äußerte sich auf Twitter zu dem Video und sagte, er habe während des Drehs nichts über den Vorfall oder ähnliche Vorfälle von Tierquälerei mitbekommen. "Wir waren alle verpflichtet, für alle Tiere des Films ein liebevolles und sicheres Umfeld zu gewährleisten", so Hallström.

Ähnlich äußerte sich W. Bruce Cameron, der Autor der Buchvorlage des Film, sowieso einer der Drehbuchautoren. Er sagte im Gespräch mit 'Variety': "Ich fand das Video, das wir alle gesehen haben, schockierend, denn als ich am Set war, ging es allen um Sicherheit und Komfort für die Hunde. Wenn die Leute, die das Video aufgenommen und geschnitten haben, gedacht hätten, dass etwas nicht stimmt, warum haben sie dann 15 Monate gewartet, etwas dagegen zu tun, anstatt gleich zu den zuständigen Stellen zu gehen?"

Camerons Einwurf klingt logisch. Wer immer das Video gedreht und geschnitten hat, wartete geschickt bis vor den Kinostart des Films, um die Macher in die Pfanne zu hauen. Wäre ein Tier ernsthaft in Gefahr gewesen, hätte er vermutlich sofort gehandelt. Außerdem, so Cameron, sei der Eindruck, den das Video vom Geschehnis vermittelt, irreführend.

"Der Hund hatte keine Angst und wurde nicht ins Wasser geschmissen – ich habe Aufnahmen mit Hercules von früher an diesem Tag gesehen, als er freudig in den Pool springt", erklärt der Autor. "Als er den Stunt von der anderen Seite des Pools machen sollte, also anders, als bisher, wurde er störrisch. Der Fehler war, zu versuchen, den Hund ins Wasser zu tunken, um ihm zu zeigen, dass das ok ist – das Wasser ist nicht das Problem, sondern der Ort, und der Hund machte den Stunt mit Freude, als er zu seiner ursprünglichen Position zurück durfte."

Auch der Hauptdarsteller des Films, Dennis Quaid, hat sich mittlerweile zu den Vorwürfen geäußert. In der Late-Night-Show 'Jimmy Kimmel Live' erklärte er, dass das Video so bearbeitet worden sei, dass es nach Tierquälerei aussähe - das so aber nie stattgefunden hätte.

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'Bailey - ein Freund fürs Leben" soll in Deutschland am 23. Februar in die Kinos kommen. Werdet ihr ihn euch trotzdem anschauen?

von Maike Schwinum