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Essen in Dubai: 5 Tipps zum Schlemmen und Staunen

Nicole Molitor
von Nicole Molitor Veröffentlicht am 22. März 2018
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Würziger Hummus, süße Datteln und duftender Mokka – das Essen in Dubai ist ein Erlebnis für die Sinne und unbedingt eine Reise wert. Hier kommen fünf Tipps für ein kulinarisches Genussprogramm!

Als globale Handelsmetropole bringt Dubai die ganze Welt zusammen – und das schmeckt man auch. Die kreative Fusions-Küche vereint die besten Aromen aus Indien, Ägypten, dem Jemen, Iran und Libanon. Wo und wie ihr am besten in Dubai essen könnt, erfährt ihr hier.

1. Kultur geht durch den Magen

Im Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding (SMCCU) könnt ihr beim Cultural Lunch ein traditionelles 3-Gänge-Menü auf Arabisch probieren. Auf bunten Kissen sitzt ihr hier gemütlich auf dem Boden, die bunten Speisen zu euren Füßen – ein „Schlachtfeld“, an das ihr ruhig näher heranrücken dürft, so die Einladung des Hausherrn. Und als Gast sagt man beim Essen in Dubai bekanntlich nicht nein.

Zur Begrüßung gibt's erstmal saftige Datteln und aromatischen Kaffee. Der typische Mokka ist deutlich heller als hierzulande und köstlich gewürzt mit duftendem Safran, süßlichem Kardamom und einem Spritzer Rosenwasser – auf Zucker kann da locker verzichtet werden.

Weil die kleinen Mokka-Tassen ohne Henkel daherkommen, werden sie immer nur halb gefüllt. Schließlich soll sich niemand die Finger am heißen Kaffee verbrennen. Wer einen Nachschlag will, streckt die Hand mit der Tasse aus. Ansonsten haltet ihr einfach den Rand zu – genau wie bei uns im Brauhaus.

Nach diesem Appetizer kommt der auf großen Schalen aufgetischte Safran-Reis wie gerufen. Verfeinert mit würzigem Kreuzkümmel, süßem Zimt und Rosinen ist das Ganze eine richtige Geschmacksexplosion und dabei sogar überraschend mild.

Gegessen wird traditionell mit der Hand. Mit klebrigem Reis klappt das ganz gut, bei Hähnchen- oder Gemüse-Curry mit reichlich Soße… eher weniger. Klar könnt ihr auch mit Messer und Gabel essen, Hauptsache, ihr teilt euch die Speise aus einer Schüssel. Dadurch verbrüdert ihr euch mit Fremden, Freunden und Feinden und nehmt sogar ab, da ihr automatisch weniger esst. So die Theorie.

Platz für den Nachtisch nicht vergessen! Lequaimat heißen die goldgelben Teigbällchen, die stark an Donuts erinnern. Bestreut mit Sesamkörnern und übergossen mit köstlichem Dattelsirup sind die runden Kugeln mit Kardamom und Safran ein echter Leckerbissen. Dazu wird grüner Tee gereicht, wobei diesmal nicht mit Zucker gegeizt wird.

Die Ältesten unter euch dürfen sich übrigens freuen, denn beim Essen in Dubai werdet ihr stets als Erstes bedient. Diese Sitte hat hier lange Tradition und gilt als Zeichen dafür, dass man den Alten auch im Alltag bedingungslos folgt.

2. Arabische Antipasti für alle

Das Arabian Teahouse in Dubais wunderschöner Altstadt ist ebenfalls einen Besuch wert. Am besten seid ihr möglichst früh dran, da das Lokal super beliebt ist – außerdem kommt ihr bis 13:30 Uhr noch in den Genuss eines arabischen Frühstücks und das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen!

Kleine Schälchen mit nahöstlichen Antipasti laden zum Schlemmen und Teilen ein. Neben cremigem Hummus, gegrilltem Halloumi, knusprigen Falafeln und hauchdünnem Tandoori-Brot solltet ihr auch Spezialitäten wie Mutabbal probieren – eine pikante Auberginenpaste mit Sesamöl, die gern mit knackigen Granatapfelkernen und Limettensaft abgeschmeckt wird. Zu scharf? Dann könnt ihr euch mit Labna, einem leicht säuerlichen Knoblauch-Joghurt, behelfen.

Dann heißt es erstmal ausruhen. Auch das geht im Arabian Teahouse wunderbar. Auf der großen Sonnenterrasse mit Baldachin und hübschen blauen Bänken könnt ihr nach Herzenslust entspannen. Und so die Zeit zum Lunch mit herzhaften Lammspießen und würzig saurem Ruccula-Sumac-Salat überbrücken.

3. Duftender Gewürz-Basar

Was auf eurer kulinarischen Safari durch Dubai natürlich nicht fehlen darf, ist ein Abstecher zum Spice Souk, dem großen Gewürze-Markt in Deira. Überall in den urigen Gässchen schwebt ein exotischer Duft von Weihrauch, Nelken, Muskat und Rosenblüten. Die leuchtend bunten Gewürz- und Kräutertürme sind nebenbei ein Fest für die Augen und können in den vielen kleinen Buden verkostet werden.

Hier heißt es dann feilschen, was das Zeug hält. Mit ein bisschen Glück bekommt ihr Köstlichkeiten wie getrocknete Zitronen, tiefschwarzen Pfeffer und vollmundige Kamelmilchschokolade als Mitbringsel für kleines Geld.

4. Innovative Fastfood-Ideen

In einem Einkaufszentrum mit riesigem Hai-Aquarium und Schlittschuhbahn wundert es kaum, dass auch die Fastfood-Ideen besonders ausgefallen sind. So könnt ihr in der Dubai Mall nicht nur bis zum Umfallen Shoppen, sondern auch vorzüglich essen. Sofern ihr denn den Schlüssel ins Restaurant findet…

Die Burger-Kette By Parker’s versteckt überall in der Mall große Metallschlüssel und gibt via Snapchat Hinweise auf den genauen Standort. Nur wer den Schlüssel hat, darf das Restaurant betreten. Der Besitzer des Schlüssels und all seine Freunde genießen dann auf Lebenszeit freien Zugang zu dem Fastfood-Tempel. Ganz schön ausgefuchst, oder?

5. Internationale Hotel-Restaurants

Wer in einem Luxushotel wie dem Madinat Jumeirah Hotel Urlaub macht, braucht die Anlage nicht einmal zu verlassen, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Hier wimmelt es nur so vor Gourmet-Restaurants, die neben der arabischen Küche auch italienische oder französische Leckerbissen servieren.

Frischer Fisch und salzige Meeresfrüchte stehen ganz oben auf der Speisekarte. Im Rockfish-Restaurant könnt ihr euch vom zarten Octopus-Carpaccio über saftiges Thunfisch-Tartar bis zum Wolfsbarsch in Salzkruste durchschlemmen. Vom Kellner wird der Fisch live am Tisch aus seinem pikanten Gefängnis befreit und vor euren Augen filetiert. Die Konsistenz erinnert fast an Hühnchenfleisch und braucht keinerlei Extra-Würze – wohl die berühmte Ausnahme beim Essen in Dubai.

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