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Havanna-Urlaub: 10 Dinge, die ihr unbedingt in Kuba erleben solltet!

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 26. Juni 2019

Euer Havanna-Urlaub soll unvergesslich werden? Hier erfahrt ihr, was ihr alles in Kubas Hauptstadt entdecken könnt und wo es die besten Mojitos gibt!

Camila Cabello singt davon, ihr Herz in Havanna verloren zu haben - und mir ist es genauso ergangen. In der Hauptstadt Kubas pulsiert das Leben und doch scheint die Zeit vor 60 Jahren stehengeblieben zu sein. Zusammengeflickte Oldtimer und verfallene Kolonialvillen erinnern noch an die glorreichen Jahre vor dem amerikanischen Wirtschaftsembargo.

Obwohl sich Kuba und die USA seit 2015 wieder annähern, ist der 60ies-Charme noch deutlich spürbar. Bevor die Nostalgie ganz verfliegt und Kuba zu einem gewöhnlichen Karibikstaat wird, solltet ihr schnellstmöglich euren Havanna-Urlaub planen.

Damit ihr entspannt ankommt, gibt's im Video neun geniale Flughafen-Hacks für euch:

Egal, ob als Rundreise durch Kuba oder als gezielter Havanna-Urlaub - ich verrate euch, welche zehn Dinge ihr dabei auf keinen Fall verpassen solltet.

1. Mit einem Oldtimer fahren

Sich einmal im Leben wie ein Filmstar im Oldtimer chauffieren lassen? Den Punkt könnt ihr beim Havanna-Urlaub von eurer Liste abhaken. Die alten US-Karren cruisen hier in allen Farben des Regenbogens durch die sonst fast unbefahrenen Straßen und werten jedes Foto auf.

Funfact: Wegen der zusammengewürfelten Bauteile werden die Oldtimer von den Einheimischen liebevoll "Frankensteins" genannt.

Bucht eine private Tour und lasst euch im bunten Cadillac, Chevrolet oder Pontiac zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Havannas kutschieren. Beim Anbieter Old Cars Havana kosten zwei Stunden im Straßenkreuzer beispielsweise nur 50 bis 60 CUC (alle Infos zu Währung und Umrechnung findet ihr weiter unten im Artikel).

Tipp: Im Cabrio habt ihr freie Fotosicht und bekommt etwas von der frischen Brise ab.

2. In Hemingways Schlafzimmer schauen

Fans vom Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway sollten dessen Residenz in San Miguel del Padrón, etwas außerhalb von Havanna besichtigen. Hemingway lebte hier über 20 Jahre lang mit zwei seiner Frauen, mehreren Hunden und gut 50 Katzen. Weil oft Gegenstände aus der Finca geklaut wurden, dürft ihr leider nur durch die Fenster hineinlinsen.

Tipp: In den tropischen Garten rund ums Haus verirrt sich gerne mal ein Kolibri - übrigens ein Glückssymbol in Kuba!

Wenn ihr denselben Boden unter den Füßen spüren wollt wie einst Hemingway, könnt ihr das in seinem ehemaligen Hotelzimmer in der Altstadt Havannas tun. Die zwei Euro Eintritt zum Mini-Museum im fünften Stock des Hotel Ambos Mundos könnt ihr euch aber getrost sparen und stattdessen das romantische Fischerdorf Cojímar besuchen, wo Hemingway sich für seinen Roman "Der alte Mann und das Meer" inspirieren ließ.

3. Die besten Cocktails der Stadt trinken

Ein Havanna-Urlaub ohne Rum? Undenkbar! Warum also nicht gleich die Geburtsstätten von zwei der berühmtesten kubanischen Cocktails besuchen? Die Bar La Bodeguita del Medio ist bekannt für ihren Mojito. Den besten Daiquiri der Stadt gibt's angeblich im El Floridita - ebenfalls in Havannas Altstadt. Selbst Hemingway soll davon so begeistert gewesen sein, dass ihm zu Ehren eine lebensgroße Bronzestatue in der linken Bar-Ecke errichtet wurde. Einen Trinkkumpanen habt ihr also schon!

Achtung: Beide Bars sind immer rappelvoll und mit 6 CUC pro Cocktail sind die Preise recht happig. Wer es intimer mag, verlässt die Touristenpfade. Der Rum schmeckt schließlich in ganz Havanna großartig.

4. Den Malecón entlang spazieren

Neben den Oldtimern und den bunten Hausfassaden gibt es in Havanna wohl kein beliebteres Fotomotiv als den Malecón!

An der Steinmauer der acht Kilometer langen Uferpromenade brechen sich die Wellen des Atlantiks und abends wird alles romantisch von Straßenlampen beleuchtet. Dann tummelt sich halb Havanna am Malecón, der von den Bewohnern auch "größtes Sofa oder längste Bar Kubas" genannt wird.

5. Vom Weg abkommen

Ihr könnt gar nicht anders, als euch bei eurem Havanna-Urlaub im Gewirr aus Seitenstraßen und Hinterhöfen zu verlieren. Lasst es zu, denn an jeder Ecke gibt es etwas Spannendes zu entdecken. Sei es das nächste Graffiti, ein grausam angeketteter Kampfhahn, 6-köpfige Musikkapellen oder eine spontane Flamenco- oder Box-Show. Abends stoßt ihr so zufällig auf urige Jazz-Clubs wie das El Balazo, das mit den zusammengetragenen Antiquitäten wie ein Kuriositätenkabinett wirkt - und wo ihr einen köstlichen Mojito für nur 3 CUC bekommt!

Tipp: Passt auf, wohin ihr tretet! Zwar sind die Straßen in Havanna dank der vielen Straßenkehrer und Mülleimer überraschend sauber, dafür aber voller Schlaglöcher oder sonstiger Stolperfallen.

6. Auf dem Platz der Revolution stehen

Geschichtsträchtig wird es nicht nur am Waffenplatz und am Marktplatz der Altstadt (der übrigens mal eine Tiefgarage war), sondern vor allem am Platz der Revolution, der sogar ein eigener Stadtbezirk ist. Heute noch wird der Plaza für politische Kundgebungen genutzt. Aber auch Konzerte und andere Open-Air-Veranstaltungen finden hier statt - unter den strengen Augen von Che Guevara und anderen kubanischen Nationalhelden, die als Porträts umliegende Gebäude wie das Innenministerium zieren.

Tipp: Der 142 Meter hohe Turm zu Ehren des Unabhängigkeitskämpfers José Martí ist übrigens begehbar. Sofern der Aufzug funktioniert, habt ihr hier einen sensationellen Blick über Havanna.

7. Karneval wie in Rio feiern

Wenn mehr als 150 Tänzer in knappen Glitzer-BHs und Federumhängen über die Bühne wirbeln, fühlt ihr euch wie beim Karneval in Rio. Möglich macht dies die legendäre Musik- und Tanzshow Tropicana. Bei zwei Stunden voll heißer Salsa- und Cha-Cha-Cha-Rhythmen wippt irgendwann jeder auf dem Platz mit. Pluspunkt: Es gibt eine Flasche Rum, Eis und pro Person eine Coladose, womit ihr euch nach Herzenslust Cuba Libre mischen könnt. Also, ich bin Fan von dem Konzept überzeugt!

Einmal an einer echten kubanischen Zigarre ziehen? Kein Problem! Männer bekommen eine Zigarre gratis, für Frauen gibt's Blumen - aber das Einlass-Personal lässt da bestimmt mit sich reden.

8. Neben John Lennon träumen

Wer hätte das gedacht: Die Kubaner sind riesige John Lennon Fans! Sie haben dem Beatles-Sänger in Havannas Nobelviertel Vedado sogar einen eigenen Park gewidmet. Hier könnt ihr auf einer Parkbank neben einem in Bronze gegossenen John Lennon posieren.

Funfact: Es gibt extra Wachpersonal, das die runde Beatles-Brille aufhebt und sie der Statue aufsetzt, sobald ihr euch für ein Foto nähert. In der Vergangenheit wurde die Sonnenbrille nämlich oft geklaut.

Tipp: Ein Trip nach Vedado lohnt sich bei eurem Havanna-Urlaub. Hier im Westen der Hauptstadt glänzen die Oldtimer besonders schön und die Villen laden mit ihren Balkonen und Vorgärten zum Träumen ein.

9. Am Karibikstrand chillen

Ihr habt genug vom Trubel der Stadt? Dann ab an den Strand! Richtig gehört, denn ein Havanna-Urlaub bietet mehr als eine reine Städtereise. In 30 Minuten seid ihr am karibischen Sandstrand der Playas de Este im Osten Havannas. Zwar ist das 12 Kilometer lange Beach-Arreal nicht ganz so perfekt wie der legendäre Playa Varadero, aber traumhaft ist es hier trotzdem: Palmen, weißer Sand und seichtes, türkisblaues Wasser. Dazu gibt's für 3 CUC Liege und Sonnenschirm dazu und ihr habt viel Platz, um euch auszubreiten.

Tipp: Vom Kapitol im Stadtzentrum kommt ihr per Bus für 5 CUC hin und zurück (der Strand ist die Endstation). Mit dem Taxi seid ihr flexibler, müsst aber mit Fahrtkosten von 25-30 CUC rechnen. Ein Leihfahrrad könnt ihr bei dem Weg übrigens vergessen: Den Tunnel am Stadtring dürfen nur Autos passieren!

10. Shoppen bis zum Umfallen

Shoppen könnt ihr wunderbar in der Bischofsstraße (Calle Obispo) - Havannas Haupteinkaufsstraße. Neben Schuh- und Klamottenläden gibt es hier auch viele kleinere Supermärkte. Ein Schlaraffenland für Souvenirs ist der Almacenes San José Artisans' Market, der täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet hat. Neben traditionell geschnitzten Holzfiguren gibt es hier kunterbunte Leinwandbilder und süße Häkelkleidchen. Das Beste: Die Halle ist klimatisiert!

Tipp: Ein tolles Andenken an euren Havanna-Urlaub sind die kleinen Holzkisten mit Kubas Landesfahne, die im Inneren ein Geheimfach haben. Wer es schafft, die Kiste zu öffnen, bekommt zur Belohnung einen Mojito, heißt es.

Noch Fragen? Das solltet ihr vor eurem Havanna-Urlaub wissen:

Wann ist die beste Zeit für einen Havanna-Urlaub?

Bei Durchschnittstemperaturen von 24 Grad ist es eigentlich das ganze Jahr über angenehm in Havanna. Weil aber viele Besucher die Hauptregenzeit zwischen Mai und November scheuen, gelten die Monate Dezember, Januar, Februar, März und April als beste Zeit für einen Havanna-Urlaub. In diesem Jahr feiert die Stadt ihren 500. Geburtstag, was natürlich ein ganz besonderer Reise-Anlass ist.

Welche Währung hat Kuba?

Kuba hat zwei Währungen: Den Peso cubano (CUP) für die Einheimischen und den Peso convertible (CUC) für Touristen. 1 CUC entspricht 0.878 Euro (Stand 24.06.2019). Ihr könnt die Preise bei eurem Havanna-Urlaub also 1:1 umrechnen und leicht abrunden.

  • Geld wechselt ihr am besten im Hotel oder in einer Bank
  • CUC in Euro zurücktauschen, geht erst wieder am Flughafen
  • Automaten nehmen KEINE amerikanischen Kreditkarten an (EC, Giro oder Maestro)

Brauche ich ein Visum für einen Havanna-Urlaub?

Ja, ihr braucht ein Visum, um nach Kuba einzureisen. Eine solche Touristenkarte für einen Aufenthalt von 30 Tagen beantragt ihr entweder bei eurem Reiseveranstalter oder bei der kubanischen Botschaft in Berlin. Außerdem braucht ihr diese Dokumente:

  • Reisepass (mindestens 6 Monate gültig)
  • Bestätigung über Auslandskrankenversicherung (auf Englisch oder Spanisch)

Mehr Infos zu den Einreisebedingungen findet ihr beim Auswärtigen Amt.

Gibt es WLAN auf Kuba?

Schlechte Nachrichten: Das WLAN auf Kuba ist nicht besonders gut ausgebaut und zudem gebührenpflichtig. Im Hotel könnt ihr Internetkarten kaufen (meist von ETECSA). Damit könnt ihr für 1 CUC pro Stunde surfen - ein bisschen wie früher, als das Internet noch neu und kostbar war.

Tipp: Vor dem Urlaub Offline-Karten auf dem Smartphone herunterladen! Sehr praktisch ist die App MAPS.ME mit kostenloser Navi-Funktion.

Wo kann ich in Havanna günstig übernachten?

Authentisch und günstig seid ihr in Casas Particulares aufgehoben. Das sind privat vermietete Zimmer in normalen Wohnhäusern. So kommt ihr bei eurem Havanna-Urlaub direkt mit den Einheimischen in Kontakt und könnt euch Insider-Tipps aus erster Hand holen. Tipp: Ihr erkennt die Gästezimmer an den Häuserschildern mit dem umgedrehten blauen Anker.

Iberostar Grand Packard Hotel © Iberostar

Wer sich mehr Luxus wünscht und direkt im Stadtzentrum wohnen möchte, für den ist das Iberostar Grand Packard genau richtig. Das 5-Sterne-Hotel war früher ein Autohaus für Packard-Oldtimer, beherbergte dann erst Obdachlose und später Hollywoodstars wie Marlon Brando. 100 Jahre später ist das Originalgebäude heute top saniert und um einen umlaufenden Rooftop-Pool reicher, von dem aus ihr einen perfekten Ausblick auf den Atlantik und die El-Morro-Festung mit ihrem Leuchtturm habt.

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