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Mallorca im Winter? 5 Tipps für euren perfekten Malle-Urlaub zur Nebensaison

Nicole Molitor
von Nicole Molitor Veröffentlicht am 2. Dezember 2018
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Mallorca ist die unbestrittene Lieblingsinsel der Deutschen. In der Hauptsaison macht sich das aber leider auch durch überlaufene Strände, wimmelnde Hotelhochburgen und volle Nachtclubs bemerkbar. Unsere 5 Mallorca Tipps zeigen euch, wie und vor allem wann ihr die Urlaubsinsel ganz ungestört erkunden könnt.

Wer an Mallorca denkt, dem kommt direkt Eimersaufen am Ballermann, Shoppen in Palma oder der übliche Handtuchwahnsinn an den eigentlich so schönen Sandstränden in den Sinn. Nicht gerade einladend. Wenn ihr Mallorca in der Nebensaison besucht, könnt ihr ganz andere Eindrücke sammeln.

Malle Urlaub im Frühling, Herbst und Winter

Von November bis April teilt ihr euch die Insel quasi nur noch mit den Einheimischen. Klar, zum Sonnenbaden und faul am Strand liegen mag es jetzt etwas zu kühl sein. Dafür steht ihr jetzt bei Sehenswürdigkeiten nicht mehr ewig Schlange und könnt in Ruhe flanieren oder über die hübschen Märkte schlendern, wo endlich mehr Spanisch oder Katalanisch gesprochen wird als Deutsch. Nur so kommt doch erst richtig Urlaubsfeeling auf.

Im Herbst und Frühjahr ist es auf Mallorca außerdem angenehm mild, sodass ihr jetzt wunderbar spazieren, wandern oder Fahrrad fahren könnt, ohne euch bei der Berg- und Talfahrt zu Tode zu schwitzen. Besonders schöne Aussichten habt ihr hier von Mitte Januar bis Anfang März, wenn Mallorca sein rosa-weißes Festkleid überwirft. Dann ist die Zeit der Mandelblüte und die verwandelt praktisch jede Wiese in einen Selfie-Spot.

Insider-Info: Je weiter ihr ins Landesinnere der Insel kommt, umso dichter wird übrigens die zuckersüße Blütenpracht, da die Gegend hier besonders fruchtbar ist und es viele Mandelplantagen gibt.

Wo und wie ihr euren Malle Urlaub fernab der Touristenmassen verbringen könnt, verraten euch unsere Top 5 Mallorca Tipps:

#1 Unabhängig dank Finca und Mietwagen

Sicherlich hat ein Hotelurlaub so seine Vorteile - weniger pauschal und viel reizvoller ist allerdings ein Malle Urlaub in einer landestypischen Finca. Fincallorca ist ein deutscher Anbieter aus Berlin, bei dem ihr online bequem so eine traditionelle Unterkunft mieten könnt - überall auf der Insel und das ganze Jahr über! Dabei bestimmt ihr selbst, wie groß die Finca sein soll. Ob kompakt für einen romantischen Pärchenurlaub oder geräumig für die ganze Familie oder den großen Freundeskreis.

Das Tolle ist, dass ihr mit einer eigenen Finca völlig unabhängig seid. Essenszeit ist, wann ihr wollt, und ihr braucht euch an den meist vorhandenen Pools keinen Platz mit einem Handtuch zu sichern – hier liegt ihr immer in der ersten Reihe.

Haushälter, Masseure oder Köche machen euch den Aufenthalt so angenehm wie möglich und nehmen euch auf Wunsch sogar die Arbeit ab. Noch schöner ist es aber, wenn ihr auf eigene Faust einkaufen geht und so direkt in Kontakt mit den Einheimischen und den kulinarischen Besonderheiten der Insel kommt. Fremde Supermärkte sind sowieso super spannend und wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr auch gleich ein paar köstliche Mandelplätzchen als "Souvenir" für Zuhause einpacken.

Ihr wollt bei eurem Malle Urlaub keine Zeit mit Einkaufen verlieren? Damit ihr trotzdem etwas von der mallorquinischen Küche mitnehmen könnt, empfehlen wir euch einen privaten Kochkurs. Private Cooking ist hier eine Top-Adresse. Mit der Deutschen Caroline Fabian und ihrem Team bringt ihr eigenhändig die leckersten Tapas und Speisen auf den Tisch und lernt endlich den Unterschied zwischen der spanischen Crema Catalana und der französischen Crème Brûlée kennen. Wenn das kein Angeberwissen ist!

Und wie bewegt ihr euch jetzt von A nach B? Natürlich mit einem Auto – das braucht ihr bei eurem Malle Urlaub unbedingt, wenn ihr nicht die ganze Zeit auf einem Fleck hocken wollt. Aber keine Sorge, Mietwagen wie von Sunny Cars sind hier unfassbar günstig und auch tanken könnt ihr auf der Insel für wenig Geld. Also nicht lange fackeln und losdüsen, am besten zu einem unserer folgenden Mallorca Tipps.

#2 Unberührte Natur: Cabrera

Vor der Südspitze Mallorcas liegt die winzige Insel Cabrera, die früher von den Mallorquinern "Ziegeninsel" geschimpft wurde. Der Grund liegt auf der Hand – außer Ziegen und Felsen gab es hier nicht viel. Die Ziegen sind mittlerweile weg, was geblieben ist, ist die zerklüftete Landschaft mit vielen Höhlen… und die Idylle. Langweilig, denkt ihr? Okay, hier steppt nicht gerade der Bär, aber gerade diese Ruhe macht Cabrera zu einem der besten Mallorca Tipps.

Von dem urigen Kastell auf einem der Hügel aus habt ihr einen wahnsinnig schönen Blick über die Insel und das Mittelmeer. Im Herbst steht die Sonne schon so tief, dass die Felsen und das Tal golden leuchten. Einfach zum Niederknien.

Cabrera selbst ist als Naturschutzgebiet unbewohnt. Wenn ihr hier über Nacht bleiben wollt, um die unberührte Natur etwas länger zu genießen, braucht ihr eine spezielle Genehmigung. Dafür meldet ihr euch am besten schon einen Monat vor eurem Malle Urlaub bei einem der wenigen Bootsverleihe. Zur Insel kommt ihr nämlich ausschließlich per Boot – je nach Wellengang ein recht spritziges Vergnügen, durch die grandiose Aussicht aber fast ein Mallorca Tipp für sich.

#3 Malerische Gebirgsdörfer: Valldemossa und Deià

Von seiner rauen Seite zeigt sich Mallorca im Norden. Hier bietet das gewaltige Tramuntana-Gebirge mit seinen abwechslungsreichen und ziemlich steilen Serpentinenstraßen ein Mekka für Motorradfahrer und fortgeschrittene Biker. Die Berge sind immer wieder von kleinen Dörfchen oder einzelnen Häusern unterbrochen, die aussehen, als wären sie direkt in den Stein gehauen worden.

Auf einer Höhe von mehr als 400 m liegt Valldemossa, ein verträumtes Gebirgsdorf mit engen Gässchen, steinernen Treppen und süßen Cafés, Bars und Restaurants mit den typischen bunten Fensterläden. Schon ab November ist es hier wesentlich leerer als im Sommer, sodass ihr euch nicht lange für ein Foto oder einen Kaffee anstellen müsst.

Tipp: In der Nebensaison haben auf Mallorca leider schon viele Läden geschlossen. Daher solltet ihr euch vorher informieren, ob euer Restaurant oder eure Lieblingsboutique überhaupt geöffnet hat. Das ist einer der wenigen Nachteile, die ein Malle Urlaub außerhalb der Hauptsaison mit sich bringt.

Wenigstens blühen jetzt noch alle Blumen – und davon gibt es in Valldemossa reichlich. Die schmalen Gassen und Hinterhöfe sind richtig grün und für das schönste Stillleben oft von mediterranen Tontöpfen voll Sukkulenten, Efeu und Orangenbäumen gesäumt.

Tipp: Im Frühling lohnt es sich, die MA-1110 von Valldemossa nach Palma zu nehmen. Dann steht hier alles im Glanz der Mandelblüte.

Gut 600 m höher und damit noch etwas abgelegener liegt der winzige Ort Deià, sozusagen die kleine und weniger touristische Schwester von Valldemossa. Dort tummeln sich viele Künstler und auch zwei eigene Strände gibt es hier – etwa 3 km bergab. Das malerische Panorama der hoch in den Bergen liegenden Häuser solltet ihr euch bei eurem Malle Urlaub nicht entgehen lassen.

Von einem Besuch der unweit entfernten Küstenstadt Port de Sóller würden wir euch eher abraten. Der Hafen ist zwar wunderschön anzusehen, doch die mehrreihigen Hotelblöcke dahinter ruinieren den Blick aber etwas. Außerdem ist es hier selbst im November noch so voll von Touristen, dass ihr kaum einen freien Tisch erwischt und Stunden auf eure Paella wartet.

#4 Olivenöl-Tasting: Aubocassa

Im Osten der Insel liegt das alte Landgut Aubocassa, eine ehemalige Finca aus dem 12. Jahrhundert. Seit nunmehr 25 Jahren wird hier feinstes Bio-Olivenöl hergestellt und in 28 verschiedene Länder exportiert – unter anderem nach Japan, wo die Sterneköche damit ihr Sushi veredeln. Als große Gruppe könnte ihr hier auch einen Privattermin ausmachen und euch bei einem Spaziergang durch den sattgrünen Olivenbaum-Wald alles zur Ernte und Herstellung des Öls erzählen lassen.

Probieren geht über Studieren und so ist das anschließende Olivenöl-Tasting ein echtes Highlight. Hier wird euch der frisch gezapfte "Olivensaft" ganz nobel im Weinglas kredenzt. Dann folgt unter professioneller Anleitung der Geruchs- und Geschmackstest. Ist das Zitrusblatt? Oder grüne Banane? Und wo kommt die leckere Tomatennote her? Nach dieser Sitzung werdet ihr Olivenöl mit anderen Augen sehen – versprochen.

Unsere größten Aha-Erlebnisse im Überblick: Olivenbäume tragen nur alle zwei Jahre Früchte, die am besten geerntet werden, wenn sie dreifarbig sind – also Grün, Pink und Schwarz gleichzeitig.

Die Olivensorte ist dabei ausschlaggebend für den Geschmack des Olivenöls und eine Vielfalt von 200 verschiedenen Sorten sorgt dafür, dass es nicht so schnell langweilig wird. Übrigens gehören Oliven neben Quitten zu den einzigen Früchten, die man nicht reif vom Baum essen kann. Zumindest schmecken sie dann scheußlich. Erst nachdem ihr sie über Monate in Salzwasser eingelegt habt, solltet ihr sie probieren.

Oh, und traditionell braucht ihr für 1 l Olivenöl zwischen 1 und 4 kg Oliven – auf Aubocassa benutzen sie mit 8,5 kg Oliven sogar die doppelte Menge. Allerfeinste Ware, eben.

#5 Salz des Lebens: Es Trenc und Salinas d’Es Trenc

Wenn es bei eurem Malle Urlaub doch ans Meer gehen soll, warum dann nicht direkt nach Süden zu "Mallorcas schönstem Strand" – Es Trenc. Der 6 km lange Traumstrand steht unter Naturschutz und ist deshalb auch nicht mit Hotels verbaut. Halleluja, eine Rarität auf Mallorca! Das Wasser ist türkis-blau, wird gerne mit der Karibik verglichen, und der Strand ist so hell, dass ich mir hier einmal im Sommer den Sonnenbrand meines Lebens geholt habe.

Dieses Problem habt ihr zur Herbst- oder Frühlingszeit zum Glück nicht. Dann ist der Playa Es Trenc, der mittlerweile nicht mehr wirklich als Geheimtipp gilt, auch weniger stark besucht und die Parkplatzgebühren geringer. Auch die meisten FKKler dürften sich dann ein Jäckchen übergezogen haben, was für Fotos ja auch nicht das Schlechteste ist.

Und wenn ihr schon mal hier unten seid, könnt ihr auch gleich einen Abstecher zu den 2 km entfernten Salinas d’Es Trenc machen – einer Salzanlage, wo das Meersalz auf natürliche Weise gefiltert wird. Wenn ihr einen Termin vereinbart, könnt ihr die weitläufigen Salzgärten bei einer privaten Führung erkunden. Schon für die riesigen Salzberge, die wie Schnee aussehen, lohnt sich der Ausflug.

Tipp: Auch wenn es verlockend ist, die Anlage von oben filmen zu wollen, Drohnen sind auf dem Grundstück nicht erlaubt. Vermutlich um die geschützten Tierarten - wie z.B. pinke Flamingos - nicht unnötig aufzuscheuchen.

Vor Ort werden je nach Reinheitsgrad drei verschiedene Salzarten gewonnen: Grobes Streusalz, normales Meersalz und edles Fleur de Sel – das enthält etwa 20 Mal so viel Magnesium und weitere Mineralien wie andere Salze und wird im Sommer Tag für Tag per Hand als hauchfeine Salzschicht abgeschöpft. Ein großer Aufwand, der sich jedoch lohnt, denn das Ergebnis ist im Geschmack besonders süß und längst nicht so herb wie klassisches Kochsalz.

Das Flor de Sal d’Es Trenc bekommt ihr sogar zuhause im Supermarkt, oft aromatisiert mit anderen Gewürzen. Am besten probiert ihr es pur auf einem frischen Brot mit etwas Olivenöl. Köstlich und die perfekte Erinnerung an euren Malle Urlaub.

Haben wir euren Appetit geweckt? Weitere Mallorca Tipps findet ihr hier:

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