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Norwegen-Tipps für Familien: Auf den Spuren von Disneys Eiskönigin Elsa

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 25. Oktober 2019

Bei unserer Norwegen-Reise besuchen wir Elsas Königreich Arendelle und die zauberhafte Welt aus 'Die Eiskönigin 2'. Hier kommen die besten Norwegen-Tipps speziell für Familien.

Bald ist es so weit: Am 20. November 2019 kommt die Fortsetzung von Disneys preisgekröntem Animationsfilm 'Die Eiskönigin' (Frozen) in die deutschen Kinos. Endlich gibt es ein Wiedersehen mit Elsa, Anna, Olaf, Kristoff und Sven. Um die Wartezeit zu verkürzen, haben wir uns unseren Lieblingshelden an die Fersen geheftet und uns auf die Suche nach dem echten Arendelle gemacht.

Norwegen diente als Vorbild für 'Die Eiskönigin'

Die Spur führt in den hohen Norden Europas. Genauer gesagt: Norwegen, Finnland und Island. Hier fand das Filmteam nämlich seine Inspiration für Arendelle und die neue magische Kulisse für 'Die Eiskönigin 2', wie uns Peter del Vecho, der Produzent des Films erzählt.

Während Elsa eher in der schroffen Natur Islands beheimatet ist, lebt Anna in der friedlicheren Landschaft Skandinaviens. Vor allem die märchenhafte Kulisse Norwegens mit den bunten Wäldern und den sprudelnden Wasserfällen war für die Vision der Welt Arendelles tonangebend.

Anders als im ersten Teil von 'Frozen', wie der Film im Original heißt, führt uns die Reise im zweiten Teil fort vom Schnee und Eis des Winters in ein herbstliches Märchenland. Um bunte Herbstwälder wie im Film zu erleben, haben wir uns also Anfang Oktober in den Norden Norwegens aufgemacht, um Ausschau nach den Motiven und Originalschauplätzen aus 'Frozen' gehalten.

Hier der Trailer zu 'Die Eiskönigin 2' im Video

Norwegen-Tipps für Familien: Trolle und Riesen

Norwegen gilt als Land der Trolle. Und die spielen bekanntlich auch bei 'Die Eiskönigin' eine große Rolle. Laut norwegischem Volksglauben sind die gewaltigen Berge und Felsen Norwegens nichts anderes als schlafende Riesen. Und wenn ihr euch die zerklüfteten Steine bei eurer Norwegen-Familienreise genauer anschaut, könnt ihr darin leicht die ein oder andere Trollnase oder dicken Zeh eines Bergtrolls erkennen.

Die fantastischen Felsformationen begegnen euch überall in Norwegen. Sie machen jedes Foto einzigartig und heben das Land buchstäblich von den skandinavischen Nachbarn Schweden und Finnland ab. Die sind nämlich eher flach gebaut und dadurch deutlich wegsamer. Wer gerne klettert oder aufregende Wanderrouten liebt, wird in Norwegen auf jeden Fall fündig!

Genial, aber lange kein Geheimtipp mehr: Die Trolltunga. Der Fels, der gut 10 Meter horizontal über den Ringedal-Stausee bei der Stadt Odda ragt, erinnert an die ausgestreckte Zunge eines Trolls und wird mit Vorliebe für Fotoshootings genutzt. Aber Vorsicht: Die Strecke zur Trolltunga hinauf ist nicht ohne, weshalb dafür 12 Stunden veranschlagt werden (Fotopausen eingerechnet).

Tipp: Bei eurer Norwegen-Reise werdet ihr vielerorts niedliche kleine Holztrolle als Souvenirs und Glücksbringer finden.

Norwegen-Tipps: Fjorde und Gletscher

Norwegen ohne Fjorde ist unvorstellbar. Die weit verästelten Meeresarme wirken wie ruhige Seen, enthalten aber Salzwasser. Norwegen hat mehr als 1.000 Fjorde. Der größte von ihnen, der Sognefjord, hat sogar Meerescharakter. Der Fjord ist genauso tief wie die Berge, die ihn umgeben: mehrere tausend Meter. Damit ist der Sognefjord tiefer als einige Teile der Nordsee.

Tipp: In dem romantischen Örtchen Balestrand könnt ihr mit einem Speedboat auf Safari gehen. Bei der mehr als einstündigen Fahrt bekommt ihr neben der tollen Landschaft und dem Blick auf die hübschen Küstenhäuser auch einen Wasserfall zu sehen. Schon für die Idylle lohnen sich die 75 Euro pro Person. By the way: Norwegische Kronen durch zehn teilen, um den ungefähren Euro-Preis zu erhalten.

Ruhende Fjorde sind euch zu langweilig? Dann solltet ihr bei eurer Norwegen-Reise unbedingt einen Ausflug nach Bodø machen. Im Südosten der frisch gekürten europäischen Kulturhauptstadt 2024 stoßt ihr auf den Saltstraumen – den größten Gezeitenstrom der Welt!

Entweder schaut ihr euch den Saltstraumen bei einer RiB-Safari aus der Nähe an oder ihr pilgert kurz zu Fuß zu der Brücke über dem Riesenwhirlpool. Von hier oben könnt ihr die Aussicht sogar kostenlos genießen – mit oder ohne Drohne. Erfahrene Taucher wagen sich sogar in den Saltstraumen hinein.

Tipp: Bei Vollmond und je nach Wetterlage wirbeln die Wassermassen hier mit mehr als 20 Knoten, also 40 km/h, durcheinander. Der Sog kann zwar keine Schiffe verschlucken, sieht aber mehr als beeinduckend aus.

Überraschung: Für einen Vorgeschmack auf Elsas Eisreich müsst ihr euch nicht einmal nach Island bemühen. Drei Stunden Busfahrt südlich von Bodø findet ihr bei eurer Norwegen-Reise den Svartisen. Das Gebirge um den zweitgrößten Gletscher Norwegens könnt ihr sogar recht locker erklimmen. Zeitaufwand ca. 3 bis 4 Stunden, wenn ihr euch das Boot spart und den eisblauen Gletschersee zu Fuß umrundet.

Der Trip zum Svartisen ist bei eurer Norwegen-Reise ein absolutes Muss, wenn ihr schon immer einen Gletscher von Nahem sehen wolltet. Eis anfassen inbegriffen.

Tipp: Wer nicht gerne wandert, kann in Bergen, Oslo oder Tromsø einen Ausflug in die Magic Ice Bar machen, um norwegisches Eis zu berühren. Eintritt kostet rund 22 Euro pro Person. Dafür bekommt ihr einen Welcome-Drink, Mantel und Handschuhe dazu, denn in der Bar sind es frische -5 Grad. Ihr könnt die Bar anschließend mehrmals am Tag betreten, ohne erneut zahlen zu müssen.

Pünktlich zum Kinostart von 'Frozen 2' soll es ab November 2019 in der Magic Ice Bar in Bergen übrigens eine eigene Eisstatue zum Film geben.

Norwegen-Tipps für Familien: Polarlichter und Sonnenuntergänge

Doch Norwegen ist nicht nur bei Tag bildschön. Vergesst den sonnigen Süden – nördlich vom Polarkreis könnt ihr ab dem Herbst Sonnenuntergänge erleben, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Dann brennt der Himmel förmlich und setzt mit seinem tiefroten bis gelben Licht die ganze Natur in Flammen, dass ihr nur noch den Mund offen stehen lassen könnt.

Nicht umsonst heißt es im Gegensatz zu Paris, London oder New York at Night auch Bodø at Light. Und das bezieht sich nicht nur auf die strahlenden Sonnenuntergänge oder die Mitternachtssonne, die in den warmen Sommermonaten gar nicht erst untergeht, sondern auch auf die Polarlichter.

Um das Naturspektakel sehen zu können, solltet ihr möglichst weit weg von der Stadt, ihren Lichtern und dem Smog entfernt sein. Wenn ihr in Bodø seid, ist der Langsanden Strand eine gute Location für Polarlichter. Bei unserer Norwegen-Reise Ende September hatten wir hier schon um 23 Uhr Glück. Allgemein gilt der Herbst als beste Zeit, um Polarlichter zu sehen, da die Luft meist klarer als im Winter ist.

Eine Garantie, die Nordlichter zu sehen, gibt es allerdings nie. Lady Aurora, wie die Einheimischen sie liebevoll nennen, ist äußerst launisch. Aber wenn ihr sie erwischt und die grünlichen Lichter wie in Disneys 'Frozen' über den dunklen Nachthimmel tanzen seht, beginnt ihr an Magie zu glauben.

Tipp: Viele Hotels bieten spezielle Aurora-Kabinen an. Decke und Wände sind hier teilweise durchsichtig, sodass ihr im Fall der Fälle von drinnen aus die Polarlichter verfolgen könnt. Eines dieser Hotels ist das gemütliche Saltstraumen Hotel. Hier gibt es ein super Frühstück und der Saltstraumen-Strom samt Brücke sind in 10 Minuten fußläufig zu erreichen.

Norwegen-Tipps für Kinder: Sami, Rentiere und Elche

Im zweiten Teil von 'Die Eiskönigin' spielen neben der Natur Norwegens auch die Einheimischen eine große Rolle. Das gilt speziell für die Sami, die als Nomaden des Nordens mit Rentieren durch das Land ziehen.

Wenn ihr mehr über ihre einzigartige Kultur erfahren wollt, könnt ihr das in der Sommersaison beispielsweise bei Svartisen Moose vor eurem Gletscher-Ausflug tun. Hier stehen euch echte Sami Rede und Antwort, außerdem könnt ihr zahme Elche von Nahem sehen – und sogar küssen! Für Erwachsene kostet das 10 Euro, für Kinder bis 15 Jahre nur 5 Euro.

Jede Menge kuschelige Sven-Rentiere bekommt ihr beispielsweise bei einem Lappland-Urlaub zu sehen.

Norwegen-Tipp: Bergen ist ein Muss!

Die schlechte Nachricht zuerst: Arendelle ist kein bestimmter Ort, den ihr als solchen besuchen könnt. Die gute Nachricht: Ihr stoßt bei eurer Norwegen-Reise quasi überall auf Teile aus Elsas Königreich.

Einer der Hauptlocations, die zurecht als Originalschauplatz von Arendelle gelten, ist Bergen. So stand das historische Hanseviertel Bryggen eindeutig Pate für die Gebäude und die Hafenpromenade in 'Die Eiskönigin 1'. Die bunten Gildehäuser, die in einer mehr oder weniger geraden Reihe stehen, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind definitiv einen Besuch wert.

Tipp: Die Fahrt mit der Fløibahn ist nicht umsonst die meist besuchte Attraktion Bergens. Oben auf dem Berg angekommen, genießt ihr einen Panoramablick über die ganze Stadt. Neben Ziegen, einem Kinderspielplatz und einem Restaurant findet ihr hier oben sogar einen lebensgroßen Troll!

Bucht am besten nur ein Hinfahrtsticket für den halben Preis (4,50 Euro) hinauf und nehmt den gemütlichen Wanderweg zurück. Regenschirm nicht vergessen, denn in kaum einer Stadt regnet es mehr als in Bergen.

Norwegen-Reise: St. Olav's Church © gofeminin/Molitor

Die prächtige Kirche, in der Elsa im ersten 'Frozen'-Teil zur Königin gekrönt wird, ist einer norwegischen Stabkirche nachempfunden. Genaues Vorbild war hier die St. Olav's Kirche in Balestrand.

Tipp: Wenn ihr schon mal in Balestrand seid, könnt ihr neben der bereits empfohlenen Fjord-Safari auch ein Cider-Tasting im Ciderhuset machen. Äpfel sind die Trauben Norwegens und bei den Weinen gibt es wirklich spannende Unterschiede.

Bei einem Spaziergang in Balestrand bekommt ihr die schönsten skandinavischen Holzvillen überhaupt zu sehen. Das wird nur noch getoppt von einem Ausflug oder einer Nacht im geschichtsträchtigen Kviknes Hotel.

Hier machte schon unser deutscher Kaiser Wilhelm II. regelmäßig Urlaub – und das macht sich in der prachtvollen Innenausstattung bemerkbar. Das Schlosshotel ist auf jeden Fall sehenswert und wäre gewiss auch Eiskönigin Elsa würdig.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Pressereise von Visit Norway.

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