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Reisen mit Hund: Tipps für einen entspannten Urlaub für alle

von Inga Back Veröffentlicht am 13. August 2019

Die Urlaubsplanung kann für Menschen mit Haustieren ganz schön herausfordernd sein. Irgendjemand muss sich um die lieben Vierbeiner kümmern und irgendwie sorgt man sich doch immer, dass das geliebte Haustier mit der Trennung nicht gut zurechtkommt. Der Wunsch liegt daher nahe, den Hund einfach mitzunehmen. Wir verraten euch, was ihr beim Urlaub mit Hund beachten müsst.

Für Hundebesitzer kann die Reiseplanung eine echte Herausforderung sein. Nicht überall sind Hunde willkommen und auch nicht jeder Reiseort ist für Hunde angenehm. Zu hohe Temperaturen oder lange Flugzeiten kommen für Vierbeiner eher nicht in Frage. Damit ihr wisst, worauf ihr bei der Urlaubsplanung mit Hund achten müsst, haben wir uns mit den Urlaubspiraten zusammengetan und die besten Tipps und Tricks für euch zusammengestellt.

Reisegepäck für den Hund

So entspannend ein Urlaub für uns sein kann, so stressig kann es für den Hund werden. Die Anreise kann ihm ganz besonders zu schaffen machen, aber auch nach der Ankunft bleibt es eine ungewohnte Umgebung. Auch das andere Klima und die neuen Tagesabläufe können bei eurem Hund Stress auslösen. Es ist also wichtig, dass ihr ein paar Dinge für ihn einpackt, damit ihm die Umstellung erleichtert wird und er sich rundum wohlfühlt.

Auf die Packliste gehören in jedem Fall Leine, Halsband und Geschirr, aber auch das gewohnte Körbchen zum Schlafen und das Lieblingspielzeug sollten mit. Zudem könnt ihr auch einen Kauknochen einpacken, denn auch Kauen fördert den Stressabbau.

Wasser- und Futternapf sowie stilles Wasser in Flaschen und ein ausreichender Futtervorrat sind natürlich auch wichtig. Auch ein Maulkorb darf nicht fehlen, wenn ihr mit eurem Hund im Urlaub öffentliche Verkehrsmittel nutzen wollt. Eine Bürste, mildes Shampoo und ein Handtuch sollten ebenfalls mit, damit ihr nach einem Besuch am Strand auch schnell wieder den Sand aus dem Fell bekommt.

Ganz wichtig ist außerdem der Heimtierausweis. Dieser ist beim Tierarzt erhältlich und beinhaltet neben der Ausweisnummer und Informationen zum angebrachten Mikro-Chip auch alle durchgeführten Impfungen mit Datum und Gültigkeitsdauer.

Manche Länder verordnen eingeführten Tieren eine Quarantänezeit, die mehrere Wochen oder sogar Monate andauern kann. Zudem müssen die Impfvorgaben des jeweiligen Reiselandes beachtet werden. Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, sollten Tierbesitzer sich vor Reiseantritt unbedingt genau informieren.

Fliegen mit Hund

Die Anreise mit dem Flugzeug bereitet dem Hund zweifelsohne den meisten Stress. Falls es irgendwie möglich ist, sollte also darauf verzichtet werden. Hunderassen wie Möpse, also kurzköpfige Rassen, können zudem auch gesundheitliche Probleme bekommen, wenn sie unter Stress Atemnot bekommen. Manche Airlines erlauben solche Rassen gar nicht an Bord. Auch eine Temperatur über 27 Grad am Zielflughafen kann für diese Tiere gesundheitlich gefährlich werden. Kampfhunde werden von einigen Airlines ebenfalls nicht mitgenommen.

Bei klassischen Billig-Flügen dürfen oft nur Begleit- und Blindenhunde mit an Bord. Andere Fluggesellschaften lassen kleine Haustiere bis zu einem Gewicht von acht Kilogramm in einer geeigneten Transportbox in der Kabine zu. Am besten informiert ihr euch noch vor dem Buchen des Fluges bei der jeweiligen Fluggesellschaft.

Anti-Stress Tipps für Hunde im Flugzeug

In jedem Fall solltet ihr eurem Hund den Flug so angenehm wie möglich gestalten. Dazu solltet ihr ein paar Dinge beachten:

  • Lasst euren Hund toben und sich vor dem Flug so richtig auspowern. Je müder er später in seiner Transportbox ist, desto besser.
  • Da die Gefahr der Reiseübelkeit auch bei Hunden besteht, solltet ihr euren Vierbeiner etwa zwei Stunden vor Abflug nicht mehr füttern.
  • Unmittelbar vor dem Flug kann auch eine ausgiebige Kuscheleinheit dabei helfen, dass sich euer Hund entspannt.
  • Legt außerdem seine Lieblingsdecke mit eurem von zuhause vertrautem Geruch mit in die Transportbox sowie eine Schale mit kaltem Wasser.

Tipp: Nicht nur Gepäck kann verloren gehen. So gruselig die Vorstellung auch ist, denkt unbedingt daran, eurem Hund eine Plakette am Halsband zu befestigen, auf der eure Telefonnummer und Adresse sowie sein Name notiert sind. Auch auf der Transportbox sollten diese Informationen zu finden sein.

Zugreise mit Hund

Das Zugfahren ist für Hunde deutlich angenehmer und stressfreier als die Flugreise. Kleine Hunderassen dürfen in einer Transportbox oft sogar kostenlos mitfahren. Bei größeren Hunden fällt in der Regel der halbe Ticketpreis an. Informationen finden sich jedoch immer auf der Seite des jeweiligen Anbieters.

Online-Buchungen sind für Hunde sowieso oft nicht verfügbar. Generell gilt auch Leinen- und Maulkorbpflicht, wenn die Tiere ohne Transportbox reisen. Auch im Zug sollte die Marke am Halsband Adresse und Telefonnummer des Besitzers enthalten.

Um ein Malheur zu vermeiden, sollte der Hund vor einer Zugfahrt zwei Stunden nichts gegessen haben. Längere Zwischenstopps könnt ihr in den jeweiligen Stationen für eine kleine Gassi-Runde nutzen.

Anreise mit dem Auto

Autofahren ist für die meisten Hunde etwas, das sie bereits aus ihrem Alltag kennen. Zudem kann man die Reisedauer in für Haustier und Mensch bequeme Intervalle aufteilen. So bleibt auch zwischendurch Zeit für einen Spaziergang oder zum Wassertrinken. Für Hunde ist das Reisen mit dem Auto also die angenehmste Variante.

Sicherheitsvorkehrungen müssen jedoch auch hier getroffen werden. Kleine Hunde, die auf der Rückbank mitfahren, müssen durch spezielle Gurte gesichert werden. Wer seinen Hund im Kofferraum transportiert, muss diesen durch ein stabiles Netz von dem Vorderraum des Fahrzeugs abtrennen. Im Falle eines Unfalls sind so Hund und Mensch optimal geschützt.

Die Hunde-Apotheke für den Urlaub: Das muss mit

  • Zeckenzange
  • Mittel gegen Durchfall (z.B Aktivkohle)
  • Insektenschutzmittel
  • Fieberthermometer
  • etwas Verbandsmaterial
  • Verbandschere
  • Wundsalbe (z.B für eingerissene Pfoten)


Tipp: Erkundigt euch frühzeitig nach einem Tierarzt in der Nähe eures Urlaubsortes. Damit ihr im Notfall gewappnet sein.

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