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Vanlife: Darum ist Reisen im eigenen Camper so angesagt

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 24. Juli 2019
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Tagsüber Küstenstraßen entlang brausen, nachts dem Meeresrauschen lauschen und morgens am Strand frühstücken: Wir verraten euch, warum es sich lohnt, mit dem eigenen Van zu verreisen.

Ohne Stress die Landstraßen entlang cruisen, jeden Abend woanders schlafen und seine eigene, kleine Wohnung die ganze Zeit mit dabeihaben. Das sogenannte "Vanlife" erlebt seit einiger Zeit einen echten Hype, denn das Reisen auf eigene Faust reizt immer mehr Menschen. Vanlife ist zu einem echten Lebensgefühl geworden.

Das Besondere: Anstatt eines modernen Wohnmobils nutzt man für den Urlaub ein selbst umgebautes Auto, das man nach den eigenen Vorstellungen mit allem ausstattet, was man zum Reisen braucht. Vom Esstisch und Bett bis hin zur kleinen Küche. Eben wie ein Wohnwagen, nur deutlich gemütlicher und individueller.

Vanlife: Abenteuer auf vier Rädern

Vanlife bedeutet jeden Tag die Freiheit zu haben, sich nicht auf eine Reiseroute festlegen zu müssen. Stattdessen wird jeden Tag dort geschlafen, wo es sich gerade ergibt. Übernachten mit Ausblick aufs Meer und am nächsten Morgen Frühstück am Strand? Kein Problem! Während des Urlaubs ist der Van nämlich ein kleines Zuhause auf vier Rädern.

Kein Wunder, dass der Reisetrend sich auch auf Instagram breitmacht. Unter Hastags wie #vanlife, #homeonwheels oder #homeiswhereyouparkit findet man unzählige Fotos von VW Bussen mitten in der Natur oder Vans mit ausgebautem Innenraum.

Auch auf Minimalismus legen viele Vanlifer wert. Logisch, denn reist man auf so beengtem Raum, nimmt man nur das Nötigste mit.

Noch mehr Inspiration gibt's im Buch "Drive Your Adventure: Ein Roadtrip im Van quer durch Europa" auf Amazon.

Zu wem passt ein Urlaub im eigenen Van?

Dass man beim Verreisen auf großen Luxus verzichten muss, wenn man mit seinem Van unterwegs ist, sollte klar sein. Denn auf so engem Raum kann nur das Wichtigste mit. Doch abgesehen davon hat ein Roadtrip mit dem eigenen Bus viele Vorteile. Da man sich selbst versorgt, ist der Urlaub verhältnismäßig günstig.

Vor allem für Naturliebhaber ist Vanlife genau das Richtige, da sich oft die Möglichkeit bietet, mitten in der Wildnis zu übernachten. Ebenfalls echt praktisch: Im Vorfeld müssen nicht lange die Reiseroute geplant und Hotelzimmer gebucht werden. Beim Reisen mit dem Van bleibt man flexibel und hat die Möglichkeit von Tag zu Tag spontan zu entscheiden.

Welche Länder eignen sich für einen Vanlife-Urlaub?

Ein Roadtrip lässt sich in jedem Land umsetzen. Da es beim Vanlife aber vor allem um Selbstbestimmtheit, Naturverbundenheit, Entschleunigung und das Gefühl von Freiheit geht, eignen sich am besten Länder, in denen man nicht auf Campingplätze angewiesen ist. In vielen europäischen Ländern wie zum Beispiel Italien, Kroatien oder Slowenien ist es nämlich verboten, sich einfach mit seinem Bus in die Wildnis zu stellen.

Andere Länder hingegen sind wie gemacht fürs Vanlife. Portugal, Norwegen, Schweden, Finnland, Schottland und die baltischen Staaten zum Beispiel, denn dort kann man sich fast überall über Nacht mit seinem Auto hinstellen. Auch die unberührte, wilde Natur ist ein absolutes Plus beim Reisen.

Das oberste Gebot beim Vanlife: Hinterlasst die Natur so, wie ihr sie vorgefunden habt. Es sollte niemals etwas zerstört oder Müll hinterlassen werden.

Vanlife: Roadtrip mit dem eigenen Bus

Ihr wollt selbst mal mit einem ausgebauten Camper unterwegs sein? Hier kommen unsere ultimativen Tipps für einen entspannten Urlaub im eigenen Van.

Tipp #1: Welches Auto?
Na klar, wenn wir ans typische Vanlife denken, schießen uns direkt Bilder von alten VW Bussen und diversen anderen Oldtimern durch den Kopf. Die Vorstellung davon, mit einem alten T1-Bus durch die Gegend zu fahren, ist zwar sehr romantisch, aber auch nicht ganz ohne. Denn die Instandhaltung von alten Autos kostet viel Geld und Zeit und verursacht vor allem auch Arbeit. Wenn ihr euch selbst nicht mit Autos auskennt, solltet ihr also lieber ein neueres Fahrzeug für euren Roadtrip in Erwägung ziehen. Auch beim Ausbau ist etwas handwerkliches Geschick gefragt, aber bei Pinterest und Co. findet ihr viel Inspiration.

Tipp #2: Welches Gepäck?
Das Leben auf engstem Raum erfordert etwas Geschick. Wichtig ist vor allem: Packt nicht zu viel ein und haltet Ordnung. Hier ist Minimalismus gefragt, vor allem bei der Kleidung für euren Urlaub ist weniger mehr. Stellt nach jeder Benutzung den Gegenstand zurück an seinen festen Platz, damit ihr stets den Überblick behaltet.

Noch mehr Tipps zum Ausbau eures Vans sowie Ideen für Reiserouten findet ihr auch im Buch "Vanlife: Leben und Reisen im Camper" auf Amazon.

Tipp #3: Was kochen?
Bei der Wahl der Rezepte kommt es darauf an, wie groß und gut eure Küche ausgestattet ist. In den meisten Fällen ist es aber eher so, dass man nicht ewig am Herd stehen möchte. Entscheidet euch also für unkomplizierte und schnelle Rezepte. Außerdem macht es Sinn, vor dem Urlaub schon mal einzukaufen und euch einen Vorrat mit Essen anzulegen, das nicht schlecht werden kann, wie Gewürze, Öl, Kaffee, Tee, Nudeln oder Reis.

Tipp #4: Wie teuer?
Generell lässt sich sagen, dass ein Urlaub mit dem eigenen Van eher günstig ist - zumindest günstiger als wenn man Flug und Hotelzimmer bucht. Besonders billig reisen, könnt ihr in Ländern, wo ihr nicht auf Campingplätze angewiesen seid und das Benzin nicht allzu teuer ist. Denn dadurch, dass ihr jeden Tag mit dem Auto unterwegs seid, kommt einiges an Spritkosten zusammen. In Norwegen ist es zum Beispiel zwar erlaubt, außerhalb von Campingplätzen zu schlafen, allerdings gibt es häufiger Maut und auch die Benzinpreise sind recht hoch.

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