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4 einfache Wege, mit denen du deine Beziehung auf ein Baby vorbereiten kannst

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 13. Oktober 2018
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Ihr bereitet euch selbst, eure Wohnung und sogar die Haustiere auf die Ankunft des neuen Familienmitglieds vor. Aber die Beziehung aufs Baby vorzubereiten, daran denkt kaum jemand. Dabei kann das die Umstellung deutlich sanfter ablaufen lassen.

Ein Baby stellt das Leben von Mama und Papa ganz schön auf den Kopf. Mamas Körper verändert sich, die finanzielle Situation der Eltern verändert sich und die Beziehung zwischen Mama und Papa als Paar verändert sich ebenfalls. Dabei muss das gar nichts Negatives sein. Wer sich bewusst mit den Veränderungen auseinandersetzt, kann eine Nähe in die Beziehung bringen, die stärker ist als je zuvor. Wichtig ist nur, dass Mama und Papa an einem Strang ziehen. Glücklicherweise gibt es dafür einige Tipps, die man befolgen kann.

Macht eine To-do-Liste

Es klingt so banal, aber eine simple To-do-Liste ist bereits ein Punkt, der sehr viel Konfliktpotenzial einsparen kann. Setzt erst einmal der Alltag mit Baby ein, macht vielen Paaren die Müdigkeit zu schaffen. Wenn man dann auch noch das Gefühl hat, dass man selbst die einzige ist, die immer die Windeln wechseln muss, frustriert das schnell. Damit man nicht anfängt mitzuzählen, wer wie oft etwas übernommen hat, empfiehlt sich von vorneherein eine klare Aufgabenteilung.

Notiert alles, was jeden Tag im Haushalt anfällt, auch die täglichen To-dos, die das Baby mit sich bringen wird, und teilt diese Liste fair auf. Es ist wichtig, dass kein Partner das Gefühl hat, den Löwenteil der Last alleine zu tragen.

Teilt auch die Nachtschichten auf

Der Schlafentzug macht vielen Eltern in der Anfangsphase besonders zu schaffen. Aber gerade nachts ist es sehr schwer, sich zu merken, wer jetzt an der Reihe ist, das Baby zu füttern. Alle guten Vorsätze sich abzuwechseln, werden dann über den Haufen geworfen. Schließlich können nur die wenigsten klar denken, wenn sie um halb vier aus dem Schlaf gerissen werden.

Nachts muss also ein anderes System her. Überlegt euch, welches Modell für euch funktioniert. Vielleicht übernimmt der eine Partner die Zeit bis zwei Uhr morgens und der andere die Zeit danach. Oder ihr wechselt euch tageweise oder auch wochenweise ab. Wenn einer von beiden arbeitet, kann der Partner, der zuhause bleibt, die Nachtschichten unter der Woche und der Berufstätige die am Wochenende übernehmen. Egal, wie ihr es letztlich macht, Hauptsache ihr findet eine Lösung, bei der nicht einer alleine das nächtliche Aufwachen übernehmen muss.

Das können im Übrigen auch Paare machen, die ihr Baby stillen. Wenn Mama einige Flässchen abpumpt und so einen kleinen Vorsprung generiert, kann auch Papa ab und zu die Nachtschicht übernehmen.

Redet über die Rollen der Großeltern

Wenn ein neues Baby in die Familie kommt, kann das dazuführen, dass sich die Großeltern mehr in die Beziehung einbringen möchten. Sie möchten ihrem Enkel möglicherweise eigene Traditionen vermitteln und stärker im Leben ihres Enkels präsent sein. Das wird jedoch spätestens dann problematisch, wenn sich die Vorstellungen der Großeltern nicht mit denen der Eltern decken.

Diese Probleme lassen sich jedoch vermeiden, wenn ihr euch frühzeitig über wichtige Punkte einig werdet. Wenn ihr zwei euch einig seid, werden sich eure Eltern und Schwiegereltern daran halten. In dem Moment, in dem ihr euch uneinig seid oder noch keine Vorstellung habt, bietet ihr dagegen Raum für Vorschläge oder gar Diskussionen. Sprecht also schon früh darüber, wer mit in den Kreißsaal darf, wer wie genannt wird, wie ihr Weihnachten feiern möchtet und vieles mehr.

Einigt euch darauf, dass mehrere Wege zum Ziel führen

Früher war die Rollenverteilung in der Familie relativ klar. Papa hat die Familie finanziell versorgt und Mama emotional. Heute sind die Rollen nicht mehr so eindeutig. In der Regel tragen beide Elternteile finanziell zum Haushalt bei und beide teilen sich die Erziehungsaufgaben. Auch wenn eine 50/50-Aufteilung nicht immer klappt, wird sie doch von den meisten angestrebt.

Damit eine Arbeitsaufteilung nach dem 50/50-Modell funktioniert, ist es aber wichtig, dass beide Elternteile akzeptieren, dass jeder seinen eigenen Erziehungsstil hat. Redet am besten schon vorher offen darüber, dass es immer mal wieder Situationen geben wird, in denen ihr die Dinge vermutlich unterschiedlich handhaben werdet - und dass das vollkommen okay ist.

Euer Kind wird davon profitieren, dass es von Mama und Papa unterschiedliche Ansichten und Methoden lernen kann. Es wird Dinge geben, die es mit Papa machen kann, aber nicht mit Mama und andersrum. Und wahrscheinlich wird es genau das lieben.

Wenn ein Elternteil dagegen darauf besteht, dass Erziehungsaufgaben so gehandhabt werden, wie er es für richtig hält, führt dies zu Konflikten. Im schlimmsten Fall zieht sich der andere Elternteil zurück und vermeidet es komplett eigene Entscheidungen zu treffen, aus Angst, etwas falsch zu machen und den Partner zu verärgern. Dies kann eine Beziehung auf Dauer ziemlich belasten.

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