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Roses Revolution Day: Setze ein Zeichen gegen Gewalt unter der Geburt!

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 25. November 2019

Immer wieder berichten Frauen davon, dass sie sich bei der Geburt ihres Kindes fremdbestimmt fühlten, dass Ärzte und Hebammen übergriffig waren und ihre Wünsche willentlich missachtet wurden. Diesen Frauen ist der heutige Roses Revolution Day gewidmet.

Bei einer Geburt begibt sich die werdende Mutter in die Hände von Ärzten und Hebammen und verlässt sich darauf, dass diese in ihrem Wohl und dem des Kindes handeln. Doch leider berichten Frauen immer wieder, dass Ärzte und Hebammen übergriffig unter der Geburt agieren, dass sie Entscheidungen ohne Rücksprache mit der Frau treffen und medizinische Eingriffe vornehmen, ohne die Frau darüber aufzuklären. Diesen Frauen wird unter der Geburt Gewalt angetan.

Um Ärzte, Hebammen und andere Frauen dafür zu sensibilisieren, wurde 2011 nach einer Idee der Geburtsaktivistin Jesusa Ricoy der Roses Revolution Day ins Leben gerufen.

Was passiert am Roses Revolution Day?

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Aktionstag gehen Menschen weltweit auf die Straße und machen deutlich, dass auch heute noch Frauen zwangsprostituiert, sexuell missbraucht, vergewaltigt, beschnitten, zwangsverheiratet und vom eigenen Ehemann oder Vater verprügelt werden.

Und auch unter der Geburt wird Frauen Gewalt angetan. Selbst hier in Deutschland. Es werden Dammschnitte gemacht oder Kaiserschnitte vorgenommen, ohne vorher mit der Frau darüber zu sprechen. Der Muttermund wird ohne vorherige Ankündigung abgetastet. Frauen werden gezwungen, in einer bestimmten Geburtsposition zu verharren. Es wird ihnen das Mitspracherecht am eigenen Körper aberkannt und das ist Gewalt.

Am Roses Revolution Day sind Frauen, denen Gewalt unter der Geburt angetan wurde, deshalb aufgefordert, an der Geburtsklinik ihres Kindes eine rosafarbene Rose vor die Kreißsaaltür zu legen. Dieses Zeichen soll darauf aufmerksam machen, dass Frauen ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Aufklärung, Informationen und ihre Einverständniserklärung haben und dass das auch für schwangere und gebärende Frauen gilt.

Mach mit beim Roses Revolution Day!

Wenn auch du dich bei der Geburt deines Kindes fremdbestimmt gefühlt hast, dann solltest du mitmachen und eine Rose vor den Kreißsaal legen, in dem dir das widerfahren ist. Füge eine Notiz bei und lass das Personal wissen, was dir zugestoßen ist. Mach deutlich, dass du und jede andere Frau das Recht haben, über ihren eignen Körper zu bestimmen, gerade auch unter der Geburt.

Du kannst auch ein Foto deiner Rose vor der Tür machen und es auf Twitter, Facebook oder Instagram unter den Hashtags #rosrev und #BreaktheSilence posten. Sei Teil einer großen Aktion und setze gemeinsam mit anderen Frauen ein Zeichen gegen Gewalt unter der Geburt.

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