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5 Dinge, die jeder über Depressionen in der Schwangerschaft wissen sollte

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 2. Oktober 2019

Übelkeit, ein immer dicker werdender Bauch, dazu unbändige Vorfreude aufs Baby: Das verbinden werdende Mamis mit einer Schwangerschaft. Doch was, wenn sich in die Vorfreude eine tiefe Traurigkeit mischt? Dann kann es sein, dass man an einer Schwangerschaftsdepression leidet.

Stimmungsschwankungen sind dank des Wechselbads der Hormone typisch für eine Schwangerschaft. Mal ist die werdende Mami bester Laune, kurze Zeit später gereizt oder traurig. Das ist vollkommen normal. Nimmt die Traurigkeit jedoch überhand, kann es sein, dass sie an einer Schwangerschaftsdepression leidet. Davon sind etwa zehn Prozent der Schwangeren betroffen. In vielen Fällen geht sie nach ein paar Wochen von allein wieder weg. Da sie für Mama und Baby jedoch gefährlich sein kann, solltet ihr diese fünf Dinge unbedingt wissen:

An welchen Symptomen erkennt man eine Schwangerschaftsdepression?

Stimmungsschwankungen sind während einer Schwangerschaft normal, daher wird eine Schwangerschaftsdepression schnell mal übersehen. Sie ist aber sehr viel mehr, als ab und an mal ein Augenblick des Frusts und der Traurigkeit. Werdet aufmerksam, wenn ihr oder eine werdende Mami in eurem Umfeld an diesen Symptomen leidet:

  • anhaltende Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
  • Verlust der Lebenslust, keine Freude mehr daran haben, Dinge zu unternehmen
  • Appetitverlust
  • Schlaflosigkeit
  • ständiges Grübeln, ob man eine gute Mutter wird
  • ständige Sorgen um die eigene Gesundheit und die des Kindes

Schwangerschaftsdepression: Arzt und Hebamme helfen

Halten die Symptome zwei Wochen und länger an, solltet ihr mit dem Arzt oder der Hebamme über die Probleme sprechen. Eine Schwangerschaftsdepression ist kein Grund sich zu schämen. Sie ist eine Krankheit, die behandelt werden muss, damit es Mutter und Kind bald wieder besser geht.

Übrigens: Die Schwangerschaftsdepression ist nicht hormonell bedingt, wie man annehmen mag. Vielmehr ist sie eine Depression, die durch die ganzen Veränderungen, welche die Schwangerschaft mit sich bringt, ausgelöst wird. Man denkt automatisch über die eigene Kindheit und die Zukunft nach und das kann bei Frauen, die zu Depressionen neigen, zu einem Ausbruch der Krankheit führen.

Schnelle Hilfe bei einer Schwangerschaftsdepression

Legen sich die Symptome der Schwangerschaftsdepression nicht von allein, sollte mit dem Arzt über eine geeignete Therapie gesprochen werden. Das können Gespräche mit einem auf diesem Gebiet spezialisierten Therapeuten sein. Daneben können homöopathische Mittel, Akupunktur oder Bachblüten helfen. Lange Spaziergänge, Bewegung und Yoga lindern ebenfalls die Beschwerden und vertreiben die traurigen Gedanken.

In schweren Fällen können auch Antidepressiva gegeben werden.

Eine Schwangerschaftsdepression kann dem Baby schaden

Geht's der werdenden Mama gut, geht's auch dem Baby gut: An dieser Weisheit ist durchaus was dran. Eine Schwangerschaftsdepression sollte unbedingt behandelt werden, damit die Schwangerschaft so problemlos wie möglich verläuft. Unbehandelt kann eine schwere Depression zu Entwicklungsverzögerungen und Frühgeburten führen.

Außerdem: Wird die Schwangerschaftsdepression nicht behandelt, kann sie nach der Geburt in eine Wochenbettdepression übergehen.

Tipps, um einer Schwangerschaftsdepression vorzubeugen

Ihr könnt eine Schwangerschaftsdepression nicht verhindern, aber es gibt ein paar Verhaltensweisen, mit denen ihr das Risiko verringert:

  • Sprecht mit Partner, Freunden und Familie über mögliche Ängste.
  • Setzt euch nicht unter Druck und versucht alles perfekt machen zu wollen. Das Kinderzimmer muss nicht im zweiten Trimester schon komplett eingerichtet sein.
  • Achtet auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und darauf, ausreichend Wasser zu trinken.
  • Bewegt euch regelmäßig, am besten an der frischen Luft.
  • Lernt Entspannungstechniken, besucht einen Schwangerschafts-Yogakurs.

Quellen:

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