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Schütze dein Rad! Diese Fahrradschlösser schrecken Diebe ab

von Katharina Bömken Erstellt am 07.05.22 um 08:00
Schütze dein Rad! Diese Fahrradschlösser schrecken Diebe ab© Getty Images

Du kommst wieder und dein Fahrrad ist weg – obwohl es abgeschlossen war. Total ärgerlich! Um dein Rad bestmöglich vor einem Diebstahl zu schützen, brauchst du auf jeden Fall ein hochwertiges Fahrradschloss. Lies bei uns, warum es sich lohnt, in ein gutes Schloss zu investieren, welche Modelle als super sicher gelten und wie du dein Rad damit richtig festkettest.

Inhalt
  1. · Auf einen Blick: Diese Fahrradschlösser gibt es
  2. · Fahrradschlösser im Test: Das sind die Ergebnisse von IMTEST
  3. · Platz 1: Hiplok Gold von Uvex
  4. · Platz 2: Elops 900 von Decathlon
  5. · Platz 3: City-Chain 1010 von Abus
  6. · Platz 4: Ketten-Zahlenschloss von Nean
  7. · Platz 5: Orbit von tex-lock
  8. · Diese Fahrradschlösser empfiehlt Stiftung Warentest
  9. · Schon gewusst? Interessante Fakten rund um Fahrradschlösser
  10. · Tipps: So schließt du dein Fahrrad richtig ab

Du hast dein Fahrrad ordentlich abgestellt und, wie es sich gehört, natürlich auch abgeschlossen. Als du wiederkommst, um nach Hause zu radeln, ist es allerdings nicht mehr da. Schnell wird dir klar: Es wurde geklaut. Als kleines Andenken haben die Diebe dein Fahrradschloss auf dem Boden liegenlassen – es wurde wohl mit einem Bolzenschneider durchtrennt. Ärgerlich!

Dass Fahrräder geklaut werden, ist keine Seltenheit. Im Jahr 2021 waren es insgesamt um die 233.000 Räder, die in Deutschland als gestohlen gemeldet wurden (PKS 2021 Bundeskriminalamt). Höchstwahrscheinlich waren die meisten von ihnen sogar mit einem Fahrradschloss gesichert. Seltsam? Ganz und gar nicht. Denn es kommt nicht darauf an, dass das Rad abgeschlossen war, sondern vielmehr welches Fahrradschloss verwendet wurde und wie es damit angekettet war.

Gut zu wissen: Egal, wie hochwertig und teuer das Fahrradschloss ist – theoretisch lässt sich jedes Fahrradschloss knacken. Die Frage ist nur: Wie lange braucht man dafür? Deshalb gilt: Je schwieriger ein Schloss zu öffnen ist, desto schneller geben Fahrraddiebe auf. Oder sie lassen es ganz bleiben, weil sie genau wissen, dass es zu lange dauern würde.

Wir sagen dir, mit welchen Fahrradschlössern du dein Rad am besten schützen kannst und wie du es richtig damit sicherst.

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Auf einen Blick: Diese Fahrradschlösser gibt es

Fahrradschlösser sollen Fahrräder vor einem möglichen Diebstahl schützen. Das können die einen gut, die anderen besser. Wir stellen dir die gängigsten Schlösser-Typen vor, inklusive Vor- und Nachteilen.

Bügelschlösser
Bügelschlösser gelten als super sicher. Mal eben aufknacken? Funktioniert nicht. Auch Profi-Diebe brauchen Zeit, um die schweren Stahl-Bügel in U-Form aufzubekommen. Das schreckt natürlich ab. Mit einem Bügelschloss kannst du dein Rad problemlos an ein Geländer oder einen Fahrradständer ketten. Schwierig bis unmöglich wird es dagegen bei einem Laternenpfahl. Die Modelle sind eben nicht flexibel. Tipp: Für Bügelschlösser gibt es extra Halterungen fürs Rad.

Kettenschlösser
Auch an hochwertigen Kettenschlössern beißen sich Fahrrad-Diebe die Zähne aus. Damit die Stahl-Ketten nicht am Rahmen scheuern, sind sie mit einem speziellen Gewebe ummantelt. Ihr großer Vorteil: Sie sind nicht starr, sondern flexibel. So kannst du dein Rad ganz easy an allen möglichen Gegenständen festketten. Der Nachteil von massiven Kettenschlössern ist, dass sie sehr schwer sind und sich nicht so gut transportieren lassen. Wenn dich die Extra-Kilos am Lenker, im Korb oder im Rucksack nicht stören, kannst du zugreifen.

Faltschlösser
Faltschlösser bestehen aus mehreren aneinandergereihten, starren Stahl-Gliedern. Die lassen sich aus- und zusammenklappen – ähnlich wie bei einem Zollstock. Das macht sie schön kompakt und handlich. Zudem gibt es spezielle Halterungen, mit denen sich das Schloss am Rad befestigen lässt. Vorteilhaft ist auch, dass Faltschlösser flexibel sind. Egal, ob Ständer oder Laterne, mit diesem Schloss-Typ kannst du dein Rad an verschiedenen Gegenständen festmachen. Und, was natürlich auch ganz wichtig ist: Obwohl Faltschlösser weniger robust als Ketten- oder Bügelschlösser sind, gelten hochwertige Modelle als sehr sicher.

Spiralschlösser
Wer sein Rad schützen möchte, der greift nicht selten zum Spiralschloss. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen sind die Modelle, die aus einem Draht mit Kunststoff-Mantel bestehen, recht preiswert. Zum anderen sind sie leicht und flexibel. Die Schlösser sind gut zu transportieren und lassen sich einfach auseinanderziehen, sodass du dein Rad in beliebigen Gegenständen festmachen kannst. Großer Nachteil: Die Schlösser sind nicht sicher und können ohne große Mühe mit einem Bolzenschneider durchtrennt werden. Wer sein Rad wirklich schützen will, lässt also besser die Finger von Spiralschlössern.

Rahmenschlösser
Einige Zweiräder haben ein fest verbautes Schloss am Rahmen. Dieses Rahmenschloss gilt als praktisch bei kurzen Besorgungen – zum Beispiel, wenn du mal eben Brötchen holst. Deshalb wird es auch "Bäckerschloss" genannt. Aber: Es ist überhaupt nicht sicher. Im Prinzip ist es nur eine Art Wegfahrsperre. Wer das Rad klauen möchte, trägt es einfach weg. Falls du das Schloss dennoch nutzen möchtest, solltest du dir eine einklinkbare Zusatzkette zulegen.

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Fahrradschlösser im Test: Das sind die Ergebnisse von IMTEST

Wie stabil, praktikabel und sicher sind Fahrradschlösser eigentlich? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat IMTEST, das Verbrauchermagazin der Funke Mediengruppe, fünf Kettenschlösser getestet.

Um zu prüfen, wie widerstandsfähig die Kettenglieder der Modelle im Test sind, hat IMTEST die Ketten mit einer Akku-Flex durchgesägt. Fazit: "Mal eben aufknacken", funktioniert mit keinem Schloss. Auch, wenn es im Schnitt "nur" etwa eine halbe Minute dauerte, bis ein Kettenschloss durchgeschnitten war, darf man, so die Tester*innen, nicht vergessen, dass die Flex-Methode super laut ist und gerade in belebten Gegenden für Aufsehen sorgen sollte.

Hier kommen die Ergebnisse – kurz und knapp.

Platz 1: Hiplok Gold von Uvex

Preis: ca. 80 Euro

> Hier kannst du den Testsieger bei Amazon shoppen.*

Das Hiplok Gold Fahrradschloss von Uvex wiegt 2,4 kg und hat einen Schließumfang von 85 cm. Die Glieder bestehen aus 10 mm gehärtetem Edelstahl. Das Schloss lässt sich um die Hüften tragen.

IMTEST Fazit: Schwer und robust! Beim Widerstandstest mit der Akku-Flex hielt die Kette 50 Sekunden lang durch. Das Schloss lässt sich einfach um die Hüften tragen. Der Schäkel-Verschluss ist allerdings manchmal unpraktisch und die Kette könnte ruhig etwas länger sein. Mit einer Note 2,2 ist das Produkt Testsieger.

Platz 2: Elops 900 von Decathlon

Preis: ca. 36 Euro

> Das Schloss gibt es bei Decathlon.*

Das Fahrradschloss "Elops 900" hat eine Länge von 90 cm und besteht aus 8 mm starken Stahl-Kettengliedern. Es wiegt etwa 1,7 kg.

IMTEST-Fazit: Trotz geringen Gewichts ist das Fahrradschloss robust und hat eine widerspenstige Ummantelung und eine harte Kette. Kleines Manko: Der Schließmechanismus ist etwas hakelig. Das Produkt bekommt im Test die Note 2,4.

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Platz 3: City-Chain 1010 von Abus

Preis: ca. 70 Euro

> Das Fahrradschloss von Abus gibt es bei Amazon.*

Das Schloss besteht aus einer 9 mm starken Sechskantkette aus gehärtetem Stahl und ist 110 cm lang. Es wiegt 2,24 kg.

IMTEST Fazit: Sehr robust, schwer und widerstandsfähig! Tolles Extra: Der Hauptschlüssel ist mit einer LED-Leuchte ausgestattet. Das Schließsystem des Schlosses ist sicher, aber etwas hakelig. Insgesamt bekommt das Produkt die Note 2,5.

Platz 4: Ketten-Zahlenschloss von Nean

Preis: ca. 15 Euro

> Bei Amazon kannst du das Schloss von Nean bestellen.*

Das Zahlenschloss von Nean ist 90 cm lang und besteht aus einer 6 mm starken Vierkant-Stahlkette aus extra gehärtetem Stahl. Es wiegt nur etwa 860 g.

IMTEST Fazit: Das Schloss ist recht leicht und einfach zu handhaben. Da es ein Zahlenschloss ist, benötigt man keinen Schlüssel. Die Kette ist nicht ganz so stark. Beim Flex-Test hatte das Schloss nur eine mittlere Widerstandsfähigkeit. Alles in allem ist das Nean-Modell aber Preis-Leistungssieger im Test und erhält die Note 3,0.

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Platz 5: Orbit von tex-lock

Preis: ca. 139 Euro

Das Fahrradschloss von tex-lock ist ein Textilschloss mit robustem Schlosskorpus und einem gehärteten Metallkern. Es ist 100 cm lang und wiegt 1,2 kg.

IMTEST-Fazit: Sehr flexibel, praktisch und einfach zu handhaben. Um das Schloss zu verschließen, ist kein Schlüssel notwendig. Im Flex-Test hatte das Schloss allerdings eine relativ geringe Widerstandskraft. Schon nach 13 Sekunden war die Kette durchgeschnitten. Deshalb bekommt das Produkt insgesamt die Note 3,0.

Diese Fahrradschlösser empfiehlt Stiftung Warentest

Wie sicher, praktisch und stabil Fahrradschlösser sind, prüft auch die Stiftung Warentest regelmäßig. Hier sind drei Modelle, die in den vergangenen Jahren besonders gut abgeschnitten haben.

  • Faltschloss von Kryptonite "Kryptolok 685": Qualitätsurteil Gut (1,9) / 04/2021 (hier bei Amazon*)
  • Bügelschloss von Trelock "BS 650": Qualitätsurteil (Gut 1,6) / 07/2017 (gibt es bei Amazon*)
  • Kettenschloss von AXA "Newton Promoto+ 4 100/10,5": Qualitätsurteil Gut (1,9) / 04/2021 (bei Amazon ansehen*)

Schon gewusst? Interessante Fakten rund um Fahrradschlösser

Fahrradschlösser sind eine kleine Wissenschaft für sich. Hier kommen noch mal ein paar interessante Fakten, die es sich lohnt, beim Kauf zu beachten.

  • Du hast ein super teures Bike und überlegst jetzt beim Fahrradschloss zu sparen? Keine gute Idee. Als Faustregel gilt: Das Schloss sollte etwa 5 bis 10 Prozent vom Fahrradpreis kosten. Und: Je leichter und hochpreisiger dein Fahrrad ist, desto schwerer und teurer sollte auch das Fahrradschloss sein.
  • Achte beim Schloss-Kauf auf das Sicherheitslevel. Da es hier keine verbindlichen Standards gibt, nutzt jeder Hersteller sein eigenes System. Meist gilt jedoch: Je höher der Wert, umso schwieriger soll das Fahrradschloss zu knacken sein.
  • Wusstest du, dass Zahlenschlösser im Gegensatz zu Modellen mit Schlüssel als ein wenig sicherer gelten? Da sie keinen Schließzylinder haben, können sie nämlich nicht mit einem sogenannten Lockpicking-Besteck geknackt werden, das für viele Diebe zur Standard-Ausrüstung gehört.

Tipps: So schließt du dein Fahrrad richtig ab

Kein Fahrradständer in der Nähe? Und auch sonst ist kein Gegenstand in Sicht, an dem du dein Fahrrad mal eben anketten könntest? Auch, wenn du in Eile bist oder keine Lust hast, dein Rad etwas weiter weg abzustellen, schließe jetzt nicht einfach Rad und Rahmen mit deinem Schloss zusammen. Damit servierst du Dieben dein Rad quasi auf dem Silbertablett. Sie können es nämlich einfach wegtragen. Da hilft auch das beste Schloss nichts. Hier kommen Tipps von der Polizei, wie du dein Rad sicher abschließt:

  • Die Polizei empfiehlt, Fahrräder immer mit dem Fahrradrahmen an einem fest verankerten Gegenstand anzuschließen, zum Beispiel einem Fahrradständer.
  • Noch besser ist es, wenn auch Vorder- oder Hinterrad gesichert werden, indem man sie gemeinsam mit dem Rahmen abschließt.
  • Gut ist es auch, wenn das Fahrradschloss möglichst weit vom Boden angebracht wird, rät die Polizei. Der Grund: So können Diebe den Bolzenschneider nicht auf dem Boden absetzen, um das Schloss mithilfe ihres Körpergewichts zu knacken.
  • Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass "Öffentlichkeit vor Dieben schützen kann". Falls möglich, sollen Fahrräder deshalb nicht unbedingt in dunklen Ecken, auf einsamen Plätzen oder schlecht einsehbaren Orten abgestellt werden.
  • Für E-Bikes gilt: Der Akku sollte am besten mitgenommen werden. Die Polizei weist darauf hin, dass Elektrofahrräder ohne Akku praktisch wertlos seien.

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Extra-Tipp: Neben Fahrradschlössern gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie du ein Rad vor Diebstahl schützen kannst. Dazu zählen unter anderem ein GPS-Tracker, eine Fahrrad-Codierung oder eine elektronische Kennzeichnung mittels Mikrochip.

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