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Die kalifornische Massage: Das Erbe der Hippie-Bewegung

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 3. April 2008
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Die Philosophie der kalifornischen Massage lässt sich mit folgendem Satz zusammenfassen: Erlaubt ist alles, was einen Zustand körperlicher Freude und absoluter innerer Freiheit hervorruft.

Die Relaxationstechnik der US-Westküste orientiert sich nicht umsonst primär an der sinnlichen & sensorischen Erfahrung. Ganz im Sinne der Flower-Power-Zeit geht es darum, Körper und Geist auf sanfte Art in Einklang zu bringen.

Der Ursprung der Massage
Die kalifornische Massage ist wie der Name schon sagt Anfang der 70er Jahre in Kalifornien entstanden. Genauer gesagt in der Nähe der Hippie-Metropole San Francisco. Die Technik geht auf zahlreiche amerikanische Therapieansätze zurück, die sich mit der Befreiung des Körpers, dem Ausdruck der Emotionen und der Wiederherstellung des persönlichen Gleichgewichts beschäftigt haben. Um
dieses Ziel zu erreichen wurden die Massagen mit Gruppentherapien kombiniert. Die örtlichen Massage-Institute orientierten sich außerdem an den traditionellen Heilmethoden der Esselen-Indianer. Daher ist die Ganzkörperbehandlung auch
als Esalen-Massage bekannt. Im Laufe der New-Age-Bewegung hat sich die Relaxationstechnik zu einer professionellen Disziplin entwickelt, die in den 80er Jahren immer stärkeren Zulauf gefunden hat.

Der Ablauf der Sitzung
Die Massage legt großen Wert auf die sinnliche Dimension. Daher wird der Patient nackt (oder nur in Unterwäsche) behandelt. Damit die Hände besser über die Haut gleiten benutzt der Masseur Basisöl. Zusätzlich wird meist ein aromatisiertes und entspannendes Ätherisches Öl eingesetzt. Bei der Massage wird der gesamte Körper durchgeknetet, mit der flachen Hand eingeölt, kräftig massiert und sanft berührt. Die meisten Bewegungen spielen sich auf der Hautoberfläche ab. Das Programm wird langsam, behutsam und ausführlich durchgeführt. Die Hände des Masseurs folgen einem harmonischen Ablauf, der die gesamten Körperpartien mit einbezieht. Der Therapeut orientiert sich ebenfalls an den Meridianlinien, den Reflexpunkten und dem Muskelverlauf im Körper.

Die gesundheitsfördernde Wirkung
Die kalifornische Massage eignet sich vor allen Dingen für Personen, die eine nachhaltige Ruhepause brauchen, sich einfach fallen lassen möchten und ein vollkommenes Gleichgewicht suchen. Die sanfte Komplettmassage beruht auf
einer Erquickung der Sinne, hilft dabei, einfach einmal abzuschalten und hat daher einen günstigen Einfluss auf gestresste und überstrapazierte Personen.

Ein weiterer Vorteil: Durch die sanfte Stimulierung der unzähligen Nervenenden
wird das Nervenkostüm wieder ins Gleichgewicht gebracht. Die Methode ruft zur Hinwendung nach Innen sowie zur Wiederentdeckung der Sinnesorgane
und der damit verbundenen Körpersignale auf. Die kalifornische Massage hat körperliche, aber auch psychologische Auswirkungen, denn sie beeinflusst indirekt das Körperschema, die Wahrnehmung sowie das Selbstbewusstsein und fördert
das ganzheitliche Wohlbefinden.

von Linda Chevreuil