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Die orientalische Massage

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 26. März 2008
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Aus etymologischer Sicht stammt das Wort Massage vom arabischen Wort "mass" ab, das mit Kneten, Betasten oder Drücken übersetzt werden kann. Kein Wunder, dass die Wurzeln der traditionellen Massage unter anderem in den nordafrikanischen Ländern anzusiedeln sind. Dort ist die Massage nicht nur ein Ritual, sondern eine wahre Institution. Jede Woche gehen Frauen und Männer in das so genannte Hammam (ein arabisches Dampfbad) um den Körper zu reinigen und sich zu entspannen.

Der Ursprung der Massage
Die Entwicklung der Hammams und der Massagen in Tunesien, Marokko und Algerien geht Überlieferungen zufolge auf den Propheten Mohammed zurück. Der Religionsgründer des Islam hat bei den griechischen und römischen Nachbarn die Dampfbäder und die dazugehörigen Massagen entdeckt. Er war angeblich sofort von der reinigenden Wirkung für Körper und Geist überzeugt und daher sowohl Dampfbad als auch Massage im 7. Jahrhundert n. Chr. in die religiösen Rituale integriert. Er hat sogar dafür gesorgt, dass neben jeder Moschee systematisch auch ein Hamman gebaut wird. Einige Jahrhunderte später (im 11. Jahrhundert) schrieb der bedeutende iranische Arzt und Philosoph Avicenna über die therapeutischen Vorteile der Massagen. In seinem Werk betonte der Gelehrte, dass die Knettechnik "die schädlichen Substanzen, die bei der körperlichen Bewegung nicht entfernt werden, aus den Muskeln beseitigt."

Der Ablauf der Sitzung
Vor der orientalischen Massage wird traditionell immer ein Dampfbad genommen (ca. 20 Minuten). Das Hammam befindet sich in einem abgeschlossenen dunklen Bereich, der mit edlen arabischen Ornamenten geschmückt ist. Manchmal wird der Wasserdampf mit einem ätherischen Öl (Pinie oder Eukalyptus) angereichert, das gemeinsam mit der Hitze und der Feuchtigkeit dazu beiträgt die Muskeln zu entspannen, den Abtransport der Giftstoffe fördert, die Hautporen öffnet und einen allgemeinen Entspannungszustand herbeiführt - sowohl für den Körper als auch für den Geist. Diese Etappe ist ein wichtiger Bestandteil der Massageordnung, da sie als Vorbereitung für die Massage dient. Es folgt eine Ruhepause von wenigen Minuten außerhalb des Hammam. Dann kann die Massage beginnen. Die Technik wird direkt auf der nackten Haut angewendet. Der Masseur verwendet dafür warmes Arganöl.

Die orientalische Massage erfolgt von den Füßen bis zum Kopf und orientiert sich an den Muskelbahnen. Es kommen abwechselnd Knet-, Drück- und Streich-Bewegungen zum Einsatz. Der Masseur spürt mit seinen erfahrenen Händen die Knoten und Muskelanspannungen und bearbeitet in erster Linie die schmerzhaften Zonen, besonders am Rücken. Er behandelt ebenfalls den Bereich um den Bauch und lässt seine Hände im Uhrzeigersinn kreisen. Er widmet sich anschließend dem Solarplexus im Brustbereich und befreit den Brustkorb mit gezielten Druckgriffen.
Die Sitzung endet mit einer letzten Relaxphase. In dieser mehrere Minuten andauernden Phase kann man sich eine Tasse traditionellen Pfefferminztee genehmigen, der nicht nur vollends entspannt sondern auch erfrischt und die Verdauung fördert.

Die gesundheitsfördernde Wirkung
- Die Technik dieser Massage fördert den Abtransport der Giftstoffe sowie die Entspannung und Lockerung der Muskeln. Die orientalische Massage dient primär der Muskelentspannung, um einen Zustand des allgemeinen Wohlbefindens herbeizuführen.
- Arganöl ist sehr reich an essentiellen Fettsäuren, Vitamin E und Polyphenolen, kräftigt die Zellfunktionen, versorgt die Haut mit Nährstoffen und schafft eine sanfte und samtweiche Hautoberfläche.
- Pfefferminztee sorgt durch die in ihm enthaltenen Antioxidantien für die Abführung der Giftstoffe, die während der Massage freigesetzt wurden, und trägt zudem zur Regenerierung des Organismus bei.

von Linda Chevreuil

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