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Stopp der Cellulite

von der Redaktion Veröffentlicht am 1. Februar 2008
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Sie ist der Frauen größter Beauty-Feind, rund 80% der Frauen leiden darunter: Die Cellulite (in der Umgangssprache auch "Orangenhaut" oder, fälschlicher Weise "Zellulitis", genannt).

Warum die unschöne Cellulite vor allem ein weibliches Problem ist lässt sich auf zwei Ursachen zurückführen:
- Die unter der Haut eingelagerten Fettzellen blähen
sich bei der Frau unter dem Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen je nach Veranlagung mehr oder weniger auf und dringen in die oberfläch-lichere Lederhaut (Korium) vor. Resultat: unschöne Dellen und Rillen entstehen. Bei Frauen ist das Bindegewebe außerdem weitmaschiger angelegt damit es sich bei der Schwangerschaft ausdehnen kann.
Männer haben ihr festeres Bindegewebe dem bei ihnen vorherrschenden Hormon Testosteron zu verdanken.

Bei Frauen sind die oberflächlichen Hautschichten, d.h. Ober- und Lederhaut, dünner als bei Mann. Resultat: Die vergrößerten Fettszellenkammern lassen sich durch die dünne Hautschicht sehen, das berühmte noppenartige Hautbild entsteht.
Meist tritt Cellulite an Po und Schenkeln auf, kann aber auch an Bauch, Armen und sogar am Busen in Erscheinung treten.

Anti-Cellulite-Behandlungen: Gibt es effiziente Methoden?
Die Bildung von Orangenhaut hängt nicht von der Körperfülle einer Person ab. Egal ob dick oder dünn: Alle Frauen sind davon betroffen. Demzufolge reichen Diät oder Sport bei weitem nicht aus, um dem unästhetsichen Phänomen entgegen zu wirken. Und wenn die Natur nicht weiter kommt muss Mensch nachhelfen. Daher haben zahlreiche Forscher und Wissenschaftler an der Entwicklung diverser Produkte und Therapieformen gearbeitet, um dem weiblichen Hautproblem Abhilfe zu schaffen.

Mechanische Methoden

  • Endermologie: Diese Anti-Cellulite-Behandlung setzt direkt an der Wurzel des Problems, d.h. an der Untrehaut, an. Bei dieser Technologie wird die betroffene Hautzone mit einem speziell zu diesem Zweck entwickelten Gerät (Cellu M6 Keymodule) mit einer elektronischen Knet-Roll-Massage behandelt. Das Ziel besteht darin, den Abbau von überflüssigem Fettgewebe in der tieferen Hautschicht (Subcutis) zu stimulieren und sowohl die Durchblutung als auch die Lymphdrainage anzuregen. Um den Körper bei der dadurch angeregten Entschlackung darin zu unterstützen, die ungewünschten Stoffe auszuschwemmen, sollte reichlich Wasser getrunken werden.
  • Die Pressotherapie ist eine mechanische Lymphdrainage: Die Beine werden von den Füßen bis zu den Schenkeln in aufblasbare Stiefel gesteckt, die sich nach und nach von unten nach oben aufblähen um progressiv Druck auf die Beingefäße auszuüben. Ziel: den Blutrückfluss verbessern, die Ausscheidung von Lymphe und Giftstoffen anregen und die Abführung des Wassers aus dem Körper stimulieren.


Medizinische und chirurgische Eingriffe
Die Mesotherapie ist eine sanfte Möglichkeit (ohne Chirurgie!) um überflüssige Fettdepots und Orangenhaut dauerhaft zu eliminieren. Sie besteht darin, den
Wirkstoff Phosphatidylcholin in Form von Mikroinjektionen in oberflächliche und/oder tiefere Hautschichten zu spritzen. Diese Behandlungsform wird bei Blutkreislaufproblemen und diffuser Cellulite empfohlen.

Bei der unter Anästhesie durchgeführten Fettabsaugung (Liposuktion) wird das überschüssige Fett unter der Haut abgesaugt. Sie führt nur bei bestimmten Celluliteformen zu zufriedenstellenden Resultaten und korrigiert den Orangen-hauteffekt nur teilweise.

Elektrotherapie und Ultraschalltherapie
Diese beiden Therapieformen gehören zu den jüngsten Neuerungen im Arsenal der Cellulite-Bekämpfungsmethoden. Sie agieren mittels Elektrostrom, Ultraschall oder Infrarotstrahlen über Geräte oder Elektroden, die direkt auf die zu behandelnden Hautstellen appliziert werden. Bei der Ultraschalltherapie werden die Cellulitepolster zersetzt, indem der Ultraschall direkt auf die angesammelte Cellulite einwirkt, die Sauerstoffversorgung der Zellen und die Zirkulation im Gewebe fördert und damit die Durchlässigkeit der Zellenmembranen retabliert. Die Elektortherapie (Elektrolipolyse) erzielt durch rhythmische Muskelstimulierung eine besseres Durchblutung des Gewebes und damit den Abbau der Fettzellen.

Anti-Cellulite Cremes
Immer effizientere Anti-Cellulite-Cremes sind auf dem Markt erhältlich. Sie enthalten spezielle Wirkstoffe, die die Wasserstauung im Gewebe bekämpfen (z.B. Koffein). Sie regen die Blutzirkulation an und entwässern die Zellen, straffen die Haut und zerstören Fettablagerungen. Anti-Cellulite-Cremes besitzen meist eine Dreifachwirkung: Sie schränken das Aufblähen der Fettzellen und Gewebewasserstauungen ein, verringern Zahl und Volumen der Adipozyten (Fettzellen) und verbessern das Hautbild. Anwendung: die Anti-Cellulite Creme am besten morgens und abends abwechselnd in drainierenden und Knet-Roll-Bewegungen einmassieren. Dabei stets von unten nach oben arbeiten.

Die Hydrotherapie
Die Hydro-Therapie (Wassertherapie) wird vornehmlich in Wellness-Zentren praktiziert (Spa, Thalasso,...) und macht sich die mechanischen Eigenschaften des Wassers (Druck) zu Nutze um anregend auf Muskeln, Gewebe und Haut einzuwirken:

Aquafit (auch "Walking im Wasser" genannt) ist Wassergymnastik und Lymphdrainage zugleich. Ihr Ziel besteht darin, die tiefsten Körpermuskeln zu stärken, die eine 4 Mal größere Aktion auf den Venenrücklauf ausüben als die oberflächlichen Muskeln. Hydromassagebäder (Unterwasserbad) und Hydromassageduschen zielen darauf ab, den venösen und lymphatischen Rückfluss zu stimulieren, indem sie auf die Muskeln einwirken. Wasser-Düsen ermöglichen eine noch wirkungsvollere Drainage als die manuell ausgeführte Lymphdrainage, da sie sich zusätzlich die starke Aktion des Wassers auf den Körper zu Nutze macht.

Nahrungsergänzungsmittel
Nahrungszusätze sind in Form von Tabletten, Dragees, Kapseln oder Tee erhältlich. Zur Unterstützung der Celllulite-Behandlung können Nahrungsergänzungsmittel mit den folgenden Eigenschaften eingesetzt werden:

  • drainierend & entschlackend: um die Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen und die Gewebe zu entwässern: Mate, Chicoree, Orthosiphon (Katzenbart), Rotwein, Rosskastanie, Efeu, Kirschstiele, ...
  • fettverbrennend: um die Verbrennung und Ausscheidung von Fett zu stimulieren: CLA (conjugierte Linolsäure), grüner Tee, grüner Kaffee ...


Ernährung

Auch wenn Orangenhaut sowohl bei dicken also auch bei schlanken Personen auftritt und Diät-resistent ist, spielt die Ernährung eine große Rolle im Anti-Cellulite-Kampf.

Zu vermeiden ist natürlich in erster Linie jegliches Übergewicht, aber auch endlos wiederholte Diäten sind Cellulite-fördernd, da sie die Bildung von Fettdepots erleichtern. Generell sollte der Konsum von Fertiggerichten, Käse und Wurst, Salz, gekochtem Fett, Frittiertem, langsamem raffinierten Zucker (z.B. Weißbrot) und caseinhaltigen (Käsestoff) Nahrungsmitteln wie Yoghurt oder Quark stark eingeschränkt werden.

Vorzuziehen
sind: mageres Fleisch, fetter Fisch, Obst und Gemüse (frisch oder getrocknet) sowie Vollkornreis.

Sport gegen Cellulite
Die Wissenschaftler sind sich einig: Eine sportliche Betätigung hilft, den Kampf gegen die Orangenhaut zu unterstützen, da sie die tiefen und oberflächlichen Muskeln stärkt und die Blutzirkulation verbessert.

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