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Capsule Wardrobe: Im Kleiderschrank ist weniger jetzt mehr!

von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 28. Juni 2016
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Der Fashion-Trend "Capsule Wardrobe" erobert die Kleiderschränke. Wir erklären euch, was es damit auf sich hat und warum dieser Trend unsere Modeprobleme lösen wird.

Es ist ein typisches Frauenproblem: Man steht vor dem überfüllten Kleiderschrank und hat trotzdem nichts zum Anziehen. Die Folge: Frust und ein strapaziertes Konto, weil man ja unbedingt neue Klamotten braucht...

Genau hier setzt das Capsule-Wardrobe-Prinzip an: Nach dem Motto "Weniger ist mehr" wird der Kleiderschrank radikal ausgemistet, sodass am Ende nur wenige ausgewählte Klamotten übrig bleiben.

Eine, die dieses Prinzip aus dem Effeff beherrscht, ist Bloggerin Sarah von Heugel von sarahvonh.com. Sie gewährt in ihrem Blog Einblicke in ihren perfekt sortierten Kleiderschrank.

Der Weg zum Capsule Wardrobe: Was muss gehen, was darf bleiben?

​​Schrankleichen und Klamotten, in denen man sich nicht wohl fühlt, fliegen gnadenlos raus. Bleiben dürfen nur Teile, die sich vielseitig kombinieren lassen, perfekt passen und in denen man sich wohl fühlt.

In den Capsule Wardrobe gehören vor allem Klassiker der Mode, also Kleidungsstücke mit zeitlosen Schnitten in neutralen Farben. Ein paar extravagante Teile und stylische Accessoires wie Schmuck und Taschen dürfen aber auch nicht fehlen.

Kombinationstalent gesucht!

Ziel ist es, am Ende Klamotten im Schrank zu haben, aus denen sich ganz unterschiedliche Outfits für jeden Anlass zusammenstellen lassen. Egal, ob für Job oder Freizeit, Tag oder Abend.

Für viele heißt das, sich vom Großteil seiner Klamotten zu trennen. Maximal 30-40 Kleidungsstücke sollen am Ende im Schrank sein - inklusive Schuhe. Diese "Basics" lassen sich untereinander kombinieren und können mit Schmuck und Taschen gepimpt werden.

Unser Tipp: Stellt die Outfits direkt nach dem Ausmisten zusammen, fotografiert sie, druckt die Bilder aus und klebt sie innen an die Schranktür. Damit spart ihr euch morgens Stress und Zeit!

So behaltet ihr den Überblick

Nachdem ihr ausgemistet und Outfits zusammen gestellt habt, solltet ihr euren Schrank ordentlich(!) einräumen. Sortiert eure Klamotten nach Art (Hose, Oberteil, Jacken etc.), nach Anlass (z. B. Job, Freizeit etc.) und im nächsten Schritt nach Farben.

Richtig shoppen lernen

Capsule Wardrobe heißt aber auch, sein Shopping-Verhalten zu ändern: Kaufen solltet ihr nur Teile, die euch gut stehen und die ihr mit den vorhandenen Sachen kombinieren könnt.

Ihr seid euch unsicher, welche Farben euch stehen? Hier erfahrt ihr, welcher Farbtyp ihr seid und welche Töne am besten zu euch passen!

Was bringt mir Capsule Wardrobe?

Klar, Abschied tut weh. Aber die Capsule-Wardrobe-Methode hat entscheidende Vorteile:

1. Man steht nicht mehr ewig lange vorm Schrank.
2. Man hat mehr Platz und der Kleiderschrank bleibt ordentlich.
3. Man spart Geld und leistet sich keine Fehlkäufe mehr.
4. Man trägt nur Looks, in denen man toll aussieht.
5. Man kann leicht neue Outfits kreieren.
6. Man verbessert seinen Modestil.

Unsere Meinung zu Capsule Wardrobe: Jein

Die Capsule Wadrobe Methode hat viele Vorteile. Doch man kann eines nicht von der Hand weisen: Durch dieses Prinzip verliert die eigene Garderobe ein Stück weit ihre Individualität.

Deshalb sind wir der Meinung: Capsule Wardrobe ja, aber bitte in Maßen. Der Ansatz, sein Konsumverhalten zu überdenken und nachhaltiger mit Mode umzugehen, ist toll - man sollte sich aber trotzdem seinen individuellen Stil bewahren!

Style-Vorschläge: Diese Teile lassen sich untereinander perfekt kombinieren!

Wir zeigen euch Kleidungsstücke, die sich super einfach kombinieren lassen und die perfekten Kandidaten für den Capsule Wardrobe sind!

Bluse von H&M, 9,99 € © H&M
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