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Welche Konfektionsgröße ist die Richtige?

von der Redaktion Veröffentlicht am 14. November 2008
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Kennen Sie sicher auch: Je nachdem, in welchem Geschäft Sie einkaufen oder zu welcher Marke Sie greifen, ändert sich plötzlich auf magische Weise die Konfektionsgröße.

Keine Angst, Sie haben nicht auf dem Weg von einem Geschäft zum nächsten fünf Kilo zugenommen. Vielmehr liegt der Effekt daran, dass mittlerweile ein bunter Mix aus deutschen, französischen, italienischen, britischen und US- Konfektionsgrößen in den Läden liegt. Da kann man schon mal den Überblick verlieren.

Die deutschen Konfektionsgrößen

Wenn man die deutschen Größenangaben für Kleidung betrachtet, fällt auf, dass die "Normalgrößen" einer geraden Zahl zugeordnet sind, nämlich zwischen 32 und 44. Diese Zahlen wirken auf den ersten Blick willkürlich, sind es aber nicht. Der Brustumfang dient als Ausgangspunkt für eine kleinen Rechenaufgabe: Beträgt der Brustumfang einer Frau etwa 92 cm, wird dieser Wert halbiert und die Zahl 6 vom Ergebnis abgezogen. Die Dame aus unserem Beispiel käme dann auf den Wert 40, was somit ihrer Kleidergröße entspricht.

Ist sie allerdings sehr viel größer als der Durchschnitt der deutschen Frauen - hier wird ein Wert von 164 cm bis 170 cm als Standard angenommen - kommt für sie auch eine "Langgröße" in Frage. Die entsprechende Kleidergröße erhält man dann durch die Multiplikation der Normalgröße mit der Zahl 2. Umgekehrt teilt man die Normalgröße - hier also 40 - durch 2, wenn man die "Kurzgröße" für kleine Frauen erhalten möchte.

Die Kleidung ist natürlich nicht nur an die Brustgröße angepasst. Bei steigender Kleidergröße verändern sich auch die entsprechenden Werte für das Verhältnis von Hüfte und Taille. Soweit die Theorie. Natürlich fallen die Kleidungsstücke je nach Label und Hersteller immer noch leicht unterschiedlich aus. Trotzdem sollte es Frauen möglich sein, mit unserem Rechenbeispiel ihre korrekte Konfektionsgröße zu errechnen.

Konfektionsgrößen international

Genauso wie die Deutschen ihr eigenes System zur Errechnung der Konfektionsgrößen haben, haben auch andere Nationen ihre Rechenaufgaben, mit denen die Konfektionsgröße errechnet wird. Beispiel: Eine amerikanische Jeans, deren Größe meist in der Maßeinheit Zoll angegeben ist. Sie beschreibt zum einen die Bundweite und zum anderen die Beinlänge. Um also von einer amerikanischen Jeansgröße auf die eigenen Maße zu schließen, muss man von Zoll in Zentimeter umrechnen. Ein Zoll beträgt 25,4 mm, sodass eine Multiplikation der amerikanischen Größe mit 2,54 verrät, welche Angabe in Zentimetern hinter der Größenangabe steckt.

Doch auch unsere europäischen Nachbarn sorgen dafür, dass wir beim Kauf von Kleidung immer wieder ins Grübeln geraten. Zur Orientierung: In Italien und Frankreich muss man - oh Schreck! - immer zu größeren Zahlen greifen als in Deutschland. In Großbritannien hingegen sieht sich eine deutsche Frau, die die Konfektionsgröße 38 trägt, mit einer rätselhaften 12 konfrontiert. Hier wird dem Umstand Rechnung getragen, dass sich Frauen aus verschiedenen Ländern auch innerhalb Europas in ihrer Statur unterscheiden. Somit werden unterschiedliche Standardwerte für die Größenberechnung herangezogen.

Wer es genau wissen möchte: Hilfe können spezielle Umrechnungstabellen bieten, wie es sie zum Beispiel im Internet gibt. Wer sich diese Zahlenkolonne ersparen möchte, ist gut beraten, sich die Kleidung genau anzusehen und einfach mal anzuprobieren: Oft braucht frau ohnehin nur einen kritischen Blick, um abschätzen zu können, ob ein Kleidungsstück passt oder nicht.

Ein Weg aus dem Konfektionsgrößen-Chaos?

Ein Ausweg aus dem Chaos der Konfektionsgrößen könnte ihre Vereinheitlichung auf europäischer Ebene sein. Alle maßgeblichen Längen und Umfänge würden dann auf Basis einer EU-Norm namens EN 13402 angegeben. Jedes Kleidungsstück bekommt hierbei mehrere Zahlen zugeordnet, die dafür sorgen sollen, dass man schneller erkennt, welches Kleidungsstück passt. Ein Kleid wird zum Beispiel mit Angaben über Hüft-, Taillen- und Brustumfang ausgestattet. Darüber hinaus steht es den Herstellern frei, weitere Maße anzugeben. Ob dieser Plan tatsächlich für die gewünschte Erleichterung beim Shoppen sorgt, bleibt abzuwarten

von der Redaktion

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