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Sorry, geht gar nicht! Thomas Rath verrät seine Fashion No-Gos

von Katharina Lindner Veröffentlicht am 6. Mai 2014
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Tatütata! Es gibt Fashion Fauxpas, bei denen die Modepolizei gleich mit mehreren Einsatzfahrzeugen ausrückt und den Tätern mit Blaulicht und heulendem Martinshorn auf den Fersen ist. Der Düsseldorfer Designer Thomas Rath kennt solche 'modischen Vergehen'. In seinem Buch 'Der Fashion Rath für die Frau' gibt er nicht nur jede Menge Modetipps, sondern listet auch 10 Fashion No-Gos auf, bei denen er sofort die 110 wählt ...

1. Trash

"Bling-Bling, Protz und Klunker gehören weder ins Schmuckkästchen noch an die Kleidung", sagt Thomas Rath. Sich so zu behängen und zu funkeln, dass man glatt mit einem geschmückten Weihnachtsbaum verwechselt werden könnte, ist also out.

2. Ethno

Der Ethno-Look liegt immer mal wieder im Trend. Thomas Rath ist kein Fan: "Sich zu kleiden wie Menschen aus fremden Kulturen geht nur vor Ort. Hierzulande sollte dieser Look denjenigen vorbehalten sein, die ihre Zugehörigkeit zu einer fremden Kultur zum Ausdruck bringen wollen."

3. Fakes

Die gefälschte Louis Vuitton-Tasche war ein echtes Schnäppchen und auch beim gefakten Lacoste-Polo konnte man nicht 'Nein' sagen - einfach zu günstig. "Nur original ist originell. Wenn das Budget nicht reicht, hilft mitunter Stöbern auf dem Flohmarkt. Alles andere ist verboten. Sagt nicht nur der Zoll, sondern auch die Fashion Police!", sagt Thomas Rath.

4. Bolero-Jäckchen zum Abendkleid

Sieht man sehr häufig, ist aber, laut Thomas Rath, ein absolutes Fashion No-Go: Bolero-Jäckchen zum Abendkleid. "Sieht nicht aus, macht nicht warm, ist schlichtweg überflüssig. Wenn etwas die entblößten Schultern bedecken soll, lieber gleich ein Kleid mit kleinen Ärmeln kaufen. Schulterfrei ist nur für Mädchen."

Herbst-/Winterkollektion 2014/2015 'Swinging Jazz' von Thomas Rath

Thomas Rath, Herbst/Winter 2014/2015 © Thomas Rath

5. Armbanduhr zum Abendkleid

Es gibt Anlässe, da lässt man die Armbanduhr besser zu Hause in der Schublade liegen. Zum Beispiel, wenn man auf einer Veranstaltung eingeladen ist, bei der man ein Abend- oder Cocktaikleid trägt. Dieser Meinung ist jedenfalls Thomas Rath: "Edle Kleider müssen wahrlich zeitlos wirken. Das heißt: Die Armbanduhr macht Platz für Schmuck und bleibt zu Hause."

6. Dreiviertelhosen

Sobald es wärmer wird, holen sie viele Frauen wieder aus dem Schrank: Capri-Hosen! Für Thomas Rath ein absoutes Fashion-No-Go: "Entweder man trägt kurze Hosen oder man trägt lange. Warum nur sehe ich immer noch so viele Frauen mit Dreiviertelhose? Ob sie wohl denken: 'Oh, fein, da ist mir direkt etwas kühler!'? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, Hosen, die in der Wadenmitte aufhören, sind stillos, vor allem wenn sie mit einem Tunnelzug versehen sind und mit allerlei Reißverschlüssen und Schnürselen und Taschen überall. Es ist zum Davonlaufen, in solchen Hosen sehen doch alle aus wie das Rumpelstilzchen oder Zwerg Nase. Zurück ins Märchenland damit. Da lasse ich nicht mit mir reden."

7. Overalls

Zack, rein in den Einteiler! Ist ja auch ganz praktisch. Schließlich muss man sich nicht überlegen, wie man zwei Kleidungsstücke miteinander kombiniert. Thomas Rath kann sich damit nicht anfreunden: "Overalls sind für Handwerker bei der Arbeit und für Hella von Sinnen. Bei allen anderen haben sie weder Sinn, noch zeugen sie von Stil. Keine Kleidung kann so schlimm sein, dass sie unter einem Overall versteckt werden muss. Und kein Körper verdient es, in Unförmigkeit entstellt zu werden."

8. Gemalte Augenbrauen

"Augenbrauen müssen gepflegt sein und in Form gebracht werden, wenn sie wie Unkraut wachsen. Sie zur Haarlinien zu zupfen oder vollständig zu entfernen und im Nachgang wieder hinzumalen geht gar nicht", sagt Thomas Rath. Tätowierte Augenbrauen à la Daniela Katzenberger sind also definitiv out. Aktueller Trend: Die Brauen dürfen ruhig etwas breiter sein und betont werden. Model Cara Delevingne oder Schauspielerin Emma Watson machen es vor.

9. Farbtyp-Irrsinn

Schon mal bei der Typberatung gewesen? Dann kennen Sie bestimmt Ihren Farbtyp, sind stolze Besitzerin eines Farbfächers und wissen, welche Farben ihnen stehen ... Thomas Rath hält davon nichts: "Auch wenn dein Guru dir dreimal sagt, dass du ein Herbsttyp bist, und dir das gleich dreimal in Rechnung stellt, heißt das nicht, dass du nur in Herbsttönen glänzt. Im Gegenteil! Typberatung mit Farbfächer ist wie der Rheumadeckenverkauf auf der Butterfahrt: So sinnlos. [...] Wenn ich von so etwas höre, kriege ich sofort Tatüta-ta-Tinnitus der Fashion Police."

10. Blazer zum Brautkleid

Magazine gewälzt, Websites durchforstet, Brautmodenläden unsicher gemacht - das Ergebnis? Traum-Hochzeitskleid gefunden! Was zieht man als Braut aber bloß über das Kleid, wenn es draußen etwas kühler ist? Zum Beispiel beim Sektempfang nach der Trauung? "Liebe Hochzeitsgesellschaften, wenn einer Braut am schönsten Tag ihres Lebens zu kalt ist, lasst sie bitte keinen Blazer zum Hochzeitskleid tragen. Gebt ihr ein Cape. Sie wird es anziehen und nicht mehr frieren", sagt Thomas Rath.

> Zur Website von Thomas Rath

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