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Kammer des Schreckens: Wieso wir es manchmal HASSEN, Klamotten anzuprobieren

von Katharina Lindner Veröffentlicht am 28. April 2014

Hatten wir eben noch das Gefühl, mit einem großen Eimer Glückshormone überschüttet worden zu sein, verpufft die positive Energie nun von einer Sekunde auf die andere: Wir stehen in der Umkleidekabine. Statt eines Ankleideparadieses für Shopping-Queens verbirgt sich hinter dem Vorhang die Kammer des Schreckens! Klamotten anprobieren kann so ein Horror sein ...

1. Verdreckte Umkleiden

Wird hier eigentlich nicht geputzt oder kommt das Personal nicht hinterher, weil sich die Kunden wie kleine Schweinchen benehmen? Nicht selten machen sich in Umkleidekabinen dicke Wollmäuse breit, Kaugummi-Papier liegt auf dem Boden oder wir werden von zusammengenüddelten - wohlgemerkt - BENUTZTEN Taschentüchern begrüßt. Das ist einfach nur eklig! Her mit dem Desinfektionsspray!

2. Lange Schlangen

Wir möchten nur mal schnell unsere sorgfältig zusammengetragene Beute anprobieren ... Pustekuchen! Mit diesem Vorhaben sind wir nicht alleine. Heute will offenbar jeder neue Klamotten haben und stapelt die Textilien bergeweise auf den Armen. Die Schlange vor der Umkleidekabine ist so lang, dass man befürchten muss, zu verdursten, bevor man endlich den Vorhang hinter sich zuziehen kann. Nervig!

3. Anprobe-Limits

Yeah, heute läuft's! Heute haben wir super viele schöne Sachen gefunden, die wir alle anprobieren wollen - ALLE. Aber: Leider ist es nicht erlaubt, mehr als fünf Teile mit in die Kabine zu nehmen. Der Rest muss draußen bleiben - wie ein Hund, der auf die Rückkehr seines Herrchens warten muss ... Verdammt! Das hat ganz bestimmt gute Gründe - keine Frage. Aber es ist trotzdem einfach super nervig, wenn man alleine shoppen ist und zwischen Kabinentür und Verkäuferin hin und her laufen muss.

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4. Keine Ablagemöglichkeiten

Puh! Endlich angekommen in der Umkleidekabine. Jetzt erstmal Tasche abstellen und Klamotten aufhängen. Doch, Moment ... Hier gibt es keine Haken und auch keinen Hocker. Heißt das jetzt, dass die neue Ware plus die eigenen Sachen Freundschaft mit dem Boden schließen müssen? Ergänzung: Einem Boden, auf dem schon unsere Füße in Socken anfangen zu kribbeln, als ob sie wüssten, was ihnen da blüht. Ist doch echt bescheuert!

5. Klamottenberge in der Kabine

Tadaaa! Da sind wir nun in der Umkleide. Aber wir sind nicht allein. Wir und unsere textile Ausbeute werden von unzähligen Kleidungsstücken empfangen, die auf dem Boden liegen oder an Haken hängen. Einfach unmöglich. Raus damit! Sonst haben wir doch keinen Platz!

6. Kabine ist zu klein

Wir ziehen den Vorhang zur Seite und was sehen wir? Ein süßes, kleines, quadratisches Fleckchen Erde, auf dem es uns gerade so möglich ist, zu stehen. Drehen und Wenden wird zu einer echten Herausforderung. Und wenn wir uns bücken, um die Schuhe auszuziehen, stoßen wir mit unserem Hintern gegen die Wand. Aua!


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7. Kein Spiegel

Es könnte doch alles so schön sein ... Wieso hängt denn bitte kein Spiegel in der Kabine? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Also, was müssen wir tun? Richtig. Kabinentür auf, in Söckchen zum großen Spiegel vor den Kabinen huschen und uns mal eben von oben bis unten vor Publikum mustern. Ahhh - das macht doch keinen Spaß!

8. Der Spiegel macht dick

Das sieht ja unmöglich aus! Entweder hätten wir gestern die Schokoriegel weglassen sollen, oder der Spiegel macht einfach dick! Ist dieser Gedanke bei uns erstmal aufgepoppt, beißt er sich fest wie eine Zecke an ihrem Opfer. Die Folge: Statt zur Kasse führt uns der Weg geradewegs zum Ausgang.

9. Schreckliches Licht

Wie sehe ich denn aus? Der Teint ist fleckig und die Augenbrauen sehen so aus, als ob sie wochenlang nicht gezupft wurden. Was aber noch viel schlimmer ist: Woher kommen bitte plötzlich diese ganzen Dellen, die so aussehen wie Mondkrater? Horror. Unser Feind: Neonlicht. Danke, dass wir uns in diesem Augenblick nur noch einen blickdichten Umhang wünschen ...

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10. Offenherzige Kabinen

Wir wollen etwas anprobieren - alleine. Das heißt: Ohne ungebetene Zuschauer. Geht aber leider nicht, wenn die Kabinentüren so niedrig sind, dass man ab den Schultern sichtbar ist und sich unfreiwillig wie eine Giraffe im Zoo zur Schau stellen muss. Auch blöd: Der Vorhang lässt sich nicht richtig schließen und an der Seite bleibt ein Spalt offen. Oder die Kabine wird mit zwei Saloon-Türen geschlossen, die mittig einen Spalt lassen. Was soll das bitte?

11. Ungebetene Zuschauer

Bähm! Das war die Kabinentür, die uns ein Eindringling gerade vor den Arm geknallt hat. Aua. Genauso blöd: Der Vorhang wird plötzlich mit einem Ruck zur Seite geschoben. Hier kommt zwar niemand zu Schaden, aber es ist doch wohl ultrapeinlich, wenn wir gerade in Unterwäsche vorm Spiegel posieren und irgendein Depp jetzt weiß, was wir drunter tragen. Vielleicht vorher mal gucken, ob Füße zu sehen sind?

12. Die Shopping-Begleitung nervt

Und, haste schon was an? Passt es? Lass doch mal gucken ... Meistens vergehen nach dem letzten Satz nur Millisekunden bis der Vorhang zur Kabine aufgerissen wird. NERVIG! Wir wollen uns doch nur in Ruhe an- und ausziehen. Wenn es etwas zu zeigen gibt, dann melden wir uns schon oder kommen einfach raus.

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13. Umziehen macht keinen Spaß

Wenn wir etwas 'Neues' in der Umkleide anprobieren möchten, müssen wir das 'Alte' ausziehen. Schon klar - Prinzip begriffen. Aber dennoch ist diese Prozedur manchmal super ätzend. Ganz besonders, wenn wir uns aus unserem Zwiebellook schälen müssen, Schnürschuhe anhaben oder uns kaum aus unserer Skinny-Jeans pellen können. Auch total blöd: Wenn man aus der Kleidung, die man anprobiert, schlecht wieder rauskommt. Das kann manchmal ein echter Kampf sein ...

14. Die Kleidung steht uns nicht

DAS ist das Kleidungsstück, nach dem wir schon seit Wochen Ausschau gehalten haben. Und heute ist es endlich soweit: Wir schleppen es zur Umkleide, um es anzuprobieren, sehen uns vor unserem geistigen Auge aber eigentlich schon an der Kasse stehen. Doch dann die große Ernüchterung: Das Teil passt, aber sieht angezogen einfach schrecklich aus. Es steht uns absolut nicht! Zum Heulen!

15. Kleidung wieder aufhängen

Jedes Kleidungsstück, das auf dem Bügel in die Umkleide getragen, muss auch wieder auf dem Bügel die Kabine verlassen. Das ist meistens die Ansage der Verkäuferin, die wie ein Wachhund ihr Territorium schützt und das Treiben vor den kleinen Zellen beobachtet. Mit der Kleidung muss man sorgsam umgehen - das ist selbstverständlich. Aber BHs wieder auf Bügel friemeln, Hosen oder Röcke festklemmen - das ist, besonders wenn wir mehrere Teile probiert haben, ein echtes Geduldsspiel.

von Katharina Lindner

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