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Begehbaren Kleiderschrank günstig selber bauen: So geht's Step by Step!

von Jessica Stolz Veröffentlicht am 22. September 2018
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Ein begehbarer Kleiderschrank ist teuer, aufwendig und braucht viel Platz? Von wegen! Mit DIESER Schritt-für-Schritt-Anleitung kannst du einen begehbaren Kleiderschrank günstig und einfach selber bauen.

Du träumst schon von einem begehbaren Kleiderschrank, seit du zum ersten Mal Sex and the City geschaut hast? Es wird Zeit, deinen Carrie-Bradshaw-Traum zu verwirklichen! Egal ob du ein ganzes Ankleidezimmer zur Verfügung hast oder nur eine Nische unter der Dachschräge – ein begehbarer Kleiderschrank passt in jedes Zuhause. Wir verraten dir, wie du deinen begehbaren Kleiderschrank günstig und einfach selber bauen kannst.

Wie teuer ist ein selbst gebauter begehbarer Kleiderschrank?

Zwar bieten die meisten Möbelhäuser fertige begehbare Kleiderschränke an, doch diese sind entweder viel zu teuer oder passen einfach nicht in das Zimmer. Deshalb lohnt es sich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen!

Wie teuer dein begehbarer Kleiderschrank am Ende ist, hängt davon ab, wie groß der Schrank werden soll, wie viele Kommoden du benötigst und wo du deine Utensilien kaufst. Damit du einen groben Überblick hast: Bei einer Wandbreite von 1,60 Metern kostet ein selbst gebauter, begehbarer Kleiderschrank rund 200 Euro.

Begehbaren Kleiderschrank selber bauen in 5 Schritten

  • Schritt 1: Regale und Kommoden als Basis aufbauen
  • Schritt 2: Wandregale über der Kommode anbringen
  • Schritt 3: ​Kleiderstangen montieren
  • Schritt 4: Boxen und Körbe nutzen
  • Schritt 5: Spiegel und Deko verteilen

Schritt 1: Kommoden und Regale aufbauen

Ja, ein begehbarer Kleiderschrank mit offenen Kleiderstangen und Schuhregalen, die die High-Heel-Kollektion präsentieren, kann super stylisch aussehen. Es ist aber sinnvoll einige Kommoden mit geschlossenen Schubladenelementen einzuplanen. Hinter denen verschwindet nicht nur das Chaos blitzschnell (perfekt, wenn die Schwiegermutter die Wohnung inspizieren möchte), sondern hier kann auch empfindliche Kleidung gelagert werden, die du nicht so häufig anziehst. Außerdem wirkt dein begehbarer Kleiderschrank so am Ende ordentlicher und ruhiger.

Wie viele Kommoden brauche ich?

Die Kommoden sind das A und O deines begehbaren Kleiderschranks. Zuerst solltest du überlegen, wie viele Kommoden du brauchst. Dafür solltest du deine Klamotten erstmal grob durchzählen. Für die Kommode eignet sich am besten Kleidung, die sich gut falten lässt, so wie Hosen und T-Shirts. Zur Übersicht: In einer Malm-Kommode von Ikea mit drei Schubladen kannst du in etwa 25 Hosen und 30 T-Shirts unterbringen.

Kosten für "Malm" Kommode:
3 Schubladen: 59 €
6 Schubladen: 119 €

Wenn du deine Schuhe ebenfalls in dem begehbaren Kleiderschrank unterbringen willst, kannst du ganz einfach ein Bücherregal zum Schuhregal umfunktionieren. Alternativ kannst du darin zum Beispiel auch Schmuck, Make-up oder andere Accessoires lagern, die nicht so viel Platz brauchen.

​Kosten für das Billy Bücherregal von Ikea: 39 €

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Tipp für Schnäppchen-Jäger: Eine neue Kommode ist euch zu teuer? Kein Problem, das geht auch günstiger! Kommoden und Regale kannst du auch gebraucht shoppen! Schau einfach mal bei Ebay Kleinanzeigen & Co. - dort gibt es eine riesige Auswahl an günstigen, gebrauchten Kommoden.

Schritt 2: Wandregale montieren

Im zweiten Schritt werden Wandregale angebracht - hierfür brauchst du eine Bohrmaschine, einen Schraubenzieher und ein klein bisschen handwerkliches Geschick. Auch für die Wandregale gilt wieder: Wie viele du benötigst, hängt davon ab, was du dort unterbringen willst. Achte darauf, dass die Sachen, die du dort lagern möchtest, nicht zu schwer sind. Schuhe, Schmuck und Taschen eignen sich super, schwere Kleidung oder Boxen mit viel Krimskrams eher weniger.

Besonders toll sehen die Wandregale aus, wenn du sie oberhalb der Kommode anbringst und sie in etwa so lang sind, wie deine Kommode. Du kannst beispielsweise mehrere Wandregale übereinander befestigen. Wenn du nur ein Wandregal benötigst, solltest du es in etwa ein Meter Höhe über der Kommode anbringen. Der Zwischenraum eignet sich super, um dort im nächsten Schritt eine Kleiderstange anzubringen.

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Schritt 3: Kleiderstangen anbringen

Kleiderstangen sehen nicht nur schön und stylisch aus, sie eigenen sich auch perfekt, um dort Blusen, Hemden und Kleider aufzuhängen, damit diese knitterfrei bleiben. Um Kleiderstangen zu montieren, musst du kein Profi-Handwerker sein.

Am besten bringst du die Kleiderstange direkt unter dem Wandregal an. Besonders gut funktioniert das, wenn dein Kleiderschrank in einer Nische steht. Dann kannst du die Kleiderstange einfach rechts und links an den Wänden befestigen. Ist das nicht der Fall, verwendest du einfach eine Kleiderstange mit der entsprechenden Halterung. Achte darauf, dass der Abstand zwischen der Stange und der Wand groß genug ist, sodass du dort später noch deine Kleiderbügel aufhängen kannst. Zwischen Stange und Wand sollten mindestens 50 Zentimeter Platz sein.

Tipp für Sparfüchse: Statt einer Kleiderstange kannst du im Baumarkt auch einfach eine Stange aus Aluminium kaufen (kostet rund 2 € pro Meter) und diese mit Hilfe von Schraubhaken an der Unterseite des Wandregals befestigen.

Missing my old #walkincloset / #wardrobe.. ✔️#skandinaviskehjem #stylizimo

Ein Beitrag geteilt von Nina Holst (@stylizimoblog) am Okt 1, 2017 um 1:20 PDT

Tipp für handwerklich Unbegabte: Wenn du schon beim Gedanken daran schauderst, eine Bohrmaschine oder den Schraubenzieher in die Hand zu nehmen, keine Panik! Der Traum vom begehbaren Kleiderschrank ist damit nicht geplatzt. Es gibt Kleiderständer, die von alleine stehen und mindestens genauso gut aussehen!

Schritt 4: Einheitliche Kleiderbügel

Der Großteil ist getan! Jetzt geht es nur noch um die Optik. Um eure Kleidung auf der Kleiderstange aufzuhängen, braucht ihr natürlich Kleiderbügel - ganz klar. Achtet darauf, dass eure Kleiderbügel einheitlich sind. Eine wild gemixte Sammlung aus Metall-, Plastik- und bunten Holzbügeln lässt den Ankleidebereich direkt unordentlicher wirken. Mit abgestimmten, schönen Kleiderbügeln wirkt dein begehbarer Kleiderschrank dagegen gleich viel Instagram-tauglicher!

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Noch ein Tipp, damit es ordentlicher aussieht: Sortier deine Kleidung nach Farbe. Fang zum Beispiel ganz links mit weißen Oberteilen an und werde nach rechts hin immer dunkler. Auch das trägt dazu bei, dass der begehbare Kleiderschrank gleich viel ordentlicher und strukturierter aussieht. Außerdem wirst du so später einzelne Kleidungsstücke viel schneller finden.

Schritt 5: Boxen und Körbe

Zusätzlich zu den Kommoden solltest du noch einen weiteren geschlossenen Bereich in deinen begehbaren Kleiderschrank einbauen, damit du dort beispielsweise Socken, Unterwäsche oder anderen Kleinkram unterbringen kannst. Denn wer möchte schon, dass BHs und Slips gut sichtbar auf den Regalen herumlungern?

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Tipp für Schnäppchen-Jäger: Statt fertige Boxen zu kaufen, kannst du auch einfach alte Schuhkartons verwenden und sie alle in der gleichen Farbe bemalen, damit sie einheitlich aussehen. Aber auch schöne und robuste Tüten eignen sich super, um dein Chaos darin verschwinden zu lassen.

Schritt 6: Spiegel

Was wäre ein begehbarer Kleiderschrank, wenn man darin sein Outfit nicht betrachten kann? Ein großer Spiegel muss deshalb her! Du kannst dir einen Standspiegel kaufen oder einen, den man an die Wand hängen kann. Es sieht aber auch stylisch aus, wenn du den Wandspiegel einfach gegen die Wand lehnst.

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Step 7: Deko

Und zu guter Letzt fehlt natürlich noch etwas Deko. Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn du nur sehr wenig Platz hast, kannst du einfach ein paar schöne Bilder an die Wand hängen und zum Beispiel schöne Taschen als Deko benutzen. Hast du ein ganzes Ankleidezimmer zur Verfügung platziere doch eine stylische Statement-Leuchte an der Decke, besorg einen kuscheligen Teppich und bequeme Sitzgelegenheiten – fertig ist Carrie Bradshaws Traum!

Kein Platz für einen begehbaren Kleiderschrank?

Auch ohne passende Nische oder extra Zimmer kannst du dir Raum für einen begehbaren Kleiderschrank schaffen. Rücke dazu das Bett von der Wand ab und platziere es mittiger im Zimmer. Dadurch entsteht hinter dem Bett Raum, den du als Ankleidebereich nutzen kannst. Mit einer Vorhangschiene, die du hinter dem Bett an der Decke anbringst, und einem bodenlangen Vorhang schaffst du das perfekte Begehbarer-Kleiderschrank-Feeling.

von Jessica Stolz