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Was ist eigentlich Fairtrade?

Shila Meyer Behjat
von Shila Meyer Behjat Veröffentlicht am 22. März 2010
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Was bedeutet eigentlich Fairtrade?
Wie der Name schon sagt, geht es bei Fairtrade um fairen Handel, vor allem mit Entwicklungsländern und eine gerechte Verteilung von Erlösen. Herstellung und Verkauf von Waren sollen den Menschen zugute kommen und die Umwelt schonen. Die Faitrade Bewegung ist in den sechziger Jahren in den Niederlanden entstanden und hat sich nach und nach in ganz Europa und Nordamerika etabliert. Damals ging es vor allem um den Schutz der Menschen vor Ausbeutung durch große Konzerne.

Fairtrade heute
Heute ist Fairtrade ein weltweit organisiertes System.Ziel ist es nun vor allem, kleinen und mittleren Produzenten und Betrieben in Entwicklungsländern zu ermöglichen, vom Verkauf ihrer Waren zu leben und bei der Produktion der Waren darauf zu achten, dass diese umweltverträglich ist. Zudem sollen Erträge auch in Projekte für die Gesellschaft in den Ländern einfliessen: Schulen, Gesundheitsversorgung, soziale Einrichtungen.

Fairtrade verstehen
Fairtrade Produkte sind häufig teurer, aber nicht immer. Die Preise sind festgelegte Mindestpreise, die das Existenzminimum der Hersteller sichern und Produktionskosten decken. Darüber soll damit auch zu einem Teil in eine nachhaltige Zukunft investiert werden.
Bei Plantagenprodukten wie Tee, Orangen und Bananen werden die abhängigen Pflückerinnen und Pflücker gefördert. Sie sind die am meisten benachteiligten Glieder der Produktionskette, und das System des Fairtrade hilft ihnen, selbstbewusster im internationalen Handel zu agieren.
Laut der globalen Dachorganisation Fair Trade Labelling Organisation (FLO) profitieren etwa 1,4 Millionen Bauern und ihre Dörfer von dem System.

Wie es funktioniert
Fairtrade Produkte sind mit dem Gütesiegel oder Labels gekennzeichnet und so erkennbar. Das weit verbreitetste Zertifikate wird von der FLO an Produzenten in Entwicklungsländer gegeben, die sich den Prinzipien von Faitrade - sozial- und umweltverträglich - verschrieben haben. Die FLO ist auch für die unabhängige Überprüfung der Einhaltung der Kriterien verantwortlich. In ihr sind die nationalen Fairtrade Organisationen wie die deutsche Transfair zusammengeschlossen.

Verwirrender Weise gibt es darüber hinaus weitere, kleinere Fairtrade Labels. Denn ein offizielles Zertifikat gibt es nicht.

Das Besondere an Fairtrade
Über den fairen Preis hinaus, ist das Besondere bei Fairtrade die Fairtrade-Prämie:
Sie wird an die Kooperative oder die Plantage ausgezahlt und die Produzenten entscheiden eingenständig und gemeinsam, ob die Fairtrade-Prämie zum Beispiel für den Bau einer Schule oder einer Krankenstation ausgegeben wird.


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