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Handy desinfizieren: So reinigt ihr das Display von Coronaviren

Video von Aischa Butt Erstellt am 18. März 2020, letzte Änderung 19. Mai 2020

Auf dem Smartphone tummeln sich Keime und Bakterien. Lest hier, wie ihr euer Handy desinfizieren könnt, um aktuell die Ansteckung durch Corona zu verringern.

von Nicole Molitor

In den Zeiten von Corona versuchen wir alles so sauber wie möglich zu halten. Das Smartphone vergessen wir dabei häufig.

Dabei nehmen wir unser Handy überall hin mit, selbst auf die Toilette. Egal, wie kurz die Intervalle zwischen dem Hände waschen dann auch sind: Irgendwann langen wir doch mit schmutzigen Fingern an das Gerät.

Weil das Smartphone wegen seiner Technik so ein Sensibelchen ist, ist bei der Reinigung Vorsicht geboten. Das Gleiche gilt, wenn ihr besonders gründlich seid und euer Handy desinfizieren möchtet.

Wir verraten euch, welche Putzmittel sich zum Handy reinigen eignen und wie ihr vorbeugend dafür sorgt, dass euer Smartphone keimfrei bleibt.

Tipp: Wer schlau sein will und sein Handy mit Handschuhen bedienen möchte, wird schnell merken, dass das nicht funktioniert. Denn normale Stoffhandschuhe unterbrechen den Stromkreis zum Smartphone.

Eine Ausnahme sind spezielle Touchscreen-Handschuhe (hier bei Amazon)*. Hier erlaubt meist eingewebtes Silbergarn den hautlosen Kontakt zum Handy.

Keine scharfen Mittel zum Handy reinigen benutzen

Um die fettabweisende Schutzschicht auf dem Touchscreen nicht zu gefährden, solltet ihr das Handy-Display auf keinen Fall mit scharfen Reinigungsmitteln behandeln.

Wie die Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) schreibt, sind neben alkoholhaltigen Reinigern auch Spülmittel und Seifenlaugen beim Reinigen des Smartphones tabu. Das Gleiche gilt für Glasreiniger.

Ein beliebtes, alkoholfreies Reinigungsmittel für Smartphone-Displays und andere Bildschirme ist beispielsweise Rogge Duo Clean Original. Hier könnt ihr es bequem bei Amazon bestellen.*

Achtung, Feuchtigkeit!

Vorsicht sei ebenfalls beim Kontakt des Handys mit Feuchtigkeit geboten. Besprüht das Gerät niemals direkt mit Reinigungsmitteln und tunkt es nicht in Wasser. Sonst ist die Technik ziemlich schnell im Eimer und weder der Händler noch der Hersteller haften für diesen Schaden.

Handy-Display desinfizieren: So geht's schonend

Nachdem ihr nun wisst, was ihr nicht tun solltet, wollen wir euch Schritt für Schritt zeigen, wie ihr euer Handy-Display richtig reinigen könnt.

1. Sicherheit geht vor: Damit es nicht zum Kurzschluss kommt, solltet ihr das Gerät zunächst ausschalten. Nehmt es gegebenenfalls vom Strom und löst sämtliche Kabel. Bevor ihr das Handy reinigt, sollte es außerdem möglichst abgekühlt sein.

2. Schonbehandlung: Befeuchtet ein weiches, fusselfreies Mikrofaser- oder Brillenputztuch mit etwas warmem Wasser. Gründlich auswringen und dann das Handy-Display vorsichtig damit abwischen.

3. Trockenkur: Nach der feuchten Reinigung solltet ihr den Smartphone-Bildschirm direkt abtrocknen. Am besten wieder mit einem fusselfreien, weichen Tuch. Zum Beispiel einem Fensterleder oder einem Objektivtuch für Kameras.

> Weiche Mikrofasertücher gibt's beim Optiker oder hier bei Amazon.*

Handy desinfizieren: Diese Mittel sind erlaubt

Wollt ihr euer Smartphone nicht nur reinigen, sondern das Handy desinfizieren, dürft ihr etwas härtere Geschütze auffahren. Wie Bitkom schreiben auch Hersteller wie Apple, dass es aktuell in Zeiten der Corona-Krise "in Ordnung sei", bestimmte Desinfektionsmittel beim Handy anzuwenden.

Wichtig ist hier, dass das Mittel kein Bleichmittel enthält. Empfohlen wird Isopropylalkohol (70 %). Statt direkt auf das Gerät gebt ihr dieses Mittel wie bei der normalen Handy-Reinigung auf ein weiches Tuch und wischt euer Smartphone damit von außen ab. Ihr findet Isopropylalkohol günstig in Apotheken.

Tipp: Wie der Name verrät, enthält das Mittel Alkohol, was prinzipiell schlecht für das Handy-Display ist. Deshalb solltet ihr sparsam damit umgehen und euer Smartphone nur im Notfall desinfizieren.

Als Schutzmaßnahme sind Displayfolien (wie hier bei Amazon)* empfehlenswert. Sie beugen nicht nur Kratzern vor, sondern auch Schäden durch alkoholhaltige Desinfektionsmittel.

Wie kann man das Handy unterwegs reinigen?

Um unterwegs mal schnell das Handy zu reinigen und zu desinfizieren, eignen sich schnöde Brillenputztücher. Die sind klein und kompakt und entfernen schon die meisten Bakterien und Keime. Wer ganz sicher gehen will, kann auf Desinfektionstücher zurückgreifen. Die gibt's in der Apotheke oder hier bei Amazon.*

Bei der trockenen Handy-Reinigung solltet ihr unbedingt darauf achten, dass das Display krümelfrei ist. Denn durch die Reibung mit dem Tuch können kleine Kratzer im Bildschirm entstehen.

Tipp: Ein besseres Gefühl habt ihr vielleicht auch mit einer antibakteriellen Handyschutzhülle (hier bei Amazon erhältlich).*

Lesestoff: Hände desinfizieren: Nur mit diesen Tipps hilft es wirklich

So reinigt ihr Handy-Anschlüsse und Handybuchsen

Die meisten Keime und Bakterien sammeln sich auf der Vor- und Rückseite des Smartphones. Aber auch in versteckten Stellen wie den Anschlüssen oder Buchsen kann Schmutz lauern.

Diese Ecken bekommt ihr mit antibakterieller Reinigungsknete sauber (hier bei Amazon)*. Die Gummimasse passt sich der jeweiligen Form an, sodass ihr die Mikrofon- und Kopfhörerausgänge einfach reinigen könnt, ohne etwas im Gerät kaputtzumachen.

Für den Anfang kann es aber auch schon helfen, einmal kräftig in die Anschlussstellen zu pusten. Von starken Druckluftgeräten solltet ihr dagegen lieber absehen. Auch die oft empfohlenen Zahnstocher oder Zahnputzbürsten richten meist mehr Schaden an, als dass sie nützen.

5 Tipps: So bleibt euer Smartphone länger sauber

Um nicht alle fünf Minuten euer Handy sauber wischen zu müssen, könnt ihr einige Präventivmaßnahmen ergreifen, damit das Smartphone nicht so schnell schmutzig wird.

1. Handy nicht auf der (öffentlichen) Toilette herausnehmen.
2. Handy nicht beim Kochen anfassen oder auf den Esstisch legen – schon gar nicht im Restaurant.
3. Handy nicht im Fitnessstudio auf den Geräten ablegen oder während des Trainings benutzen.
4. Handy nicht beim Schminken oder Eincremen berühren.
5. Handy nicht von fremden Personen benutzen lassen.

Im Zweifelsfall könnt ihr die Corona-Zeit nutzen, um euch in Sachen Digital Detox zu üben. So merkt ihr womöglich, wie befreiend digitaler Minimalismus sein kann.

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