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Katze zu dick: So erkennt und bekämpft ihr das Übergewicht

von Sonia Mevißen ,
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Dicke Haustiere sind irgendwie einfach niedlich, oder? Leider ist das zusätzliche Gewicht unserer "chunky" Gefährten überhaupt nicht gut für sie! Hier erfahrt ihr, warum eure Katze so zugenommen haben könnte und was ihr gegen das Übergewicht machen könnt.

Inhalt
  1. · Darum ist Übergewicht für Katzen so schädlich
  2. · Wie erkennt man Übergewicht bei Katzen?
  3. · Warum wird meine Katze immer dicker?
  4. · Vor dem Abnehmen: Tierarztpraxis aufsuchen
  5. · Wie bekomme ich meine Katze wieder schlank?

Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen - insbesondere bei unseren Haustieren. Ein Leckerchen hier, ein kleiner Snack da, wenn die Fellnasen so niedlich schauen, kann man einfach nicht widerstehen!

Dummerweise geht das ganze Futter schnell auf die Hüften. Warum das für Katzen so gefährlich ist, und wie ihr euren Liebling schnell wieder in Topform bekommt, verraten wir euch hier.

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Darum ist Übergewicht für Katzen so schädlich

Wenn wir Menschen zu viel Gewicht mit uns rumtragen, sind wir in unserer Beweglichkeit eingeschränkt und kommen schneller außer Puste. Das trifft auch auf Katzen zu! Zusätzlich schlafen übergewichtige Katzen mehr und bewegen sich weniger - ein echter Teufelskreis!

Ein weiterer Faktor, der Katzen und Kater mit Übergewicht stark belastet, ist die fehlende Hygiene. Katzen gelten als sehr reinliche Tiere. Ihr habt eure Katze bestimmt schon dabei beobachtet, wie sie sich sorgfältig das Fell reinigt. Ist das Tier zu dick, kann es diese Gewohnheit nicht mehr richtig ausführen.

Es endet jedoch nicht bei alltäglichen Problemen. Das Gewicht eures Lieblings kann ernsthafte Auswirkungen auf seine Gesundheit haben! Laut der Tierschutzorganisation PETA sind mögliche gesundheitliche Folgen:

  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen wie Leberprobleme
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Gelenkprobleme
  • Hauterkrankungen
  • Blasenentzündungen
  • Schwaches Immunsystem

Lest auch: Dürfen Katzen Käse fressen?

Wie erkennt man Übergewicht bei Katzen?

Eine Waage ist leider nur bedingt sinnvoll, wenn ihr feststellen wollt, ob eure Hauskatze zu schwer ist. Denn natürlich hängt das Idealgewicht auch davon ab, wie groß euer Stubentiger ist oder auch welcher Rasse er angehört. Ihr könnt das Gewicht aber auch anders überprüfen:

Taille überprüfen
Wenn ihr von oben auf eure Katze blickt, könnt ihr dann eine Taille erkennen? Diese sollte man bei Normalgewicht sehen können. Hat eure Katze langes Fell, streicht ihr einfach am Tier entlang. Eure Hände sollten nach dem Brustkorb eine Kurve nach innen spüren.

Spürt man die Rippen?
Fahrt mit euren Händen sanft am Brustkorb eures Vierbeiners entlang. Ihr solltet die Rippen ohne großen Druck spüren können. Ein kleines Speckpölsterchen ist aber ganz normal. Man sollte nicht schon aus der Entfernung jeden Knochen sehen können.

Rücken und Schwanzansatz spüren
Wenn ihr eure Hand am Rücken eurer Katze entlangstreicht, solltet ihr die einzelnen Wirbel ertasten können. Liegen Sie unter einer Fettschicht versteckt, ist eure Katze wahrscheinlich zu dick.

Verhalten beobachten
Hat eure Katze plötzlich gar keine Lust mehr, sich zu bewegen oder mit euch zu spielen? Klar, nicht jede Katze ist verspielt. Manche liegen einfach gerne bequem auf dem Sofa herum. Vor allem, wenn die Faulheit neu ist, solltet ihr aber aufmerken.

Kommt eure Katze dann auch noch schnell außer Atem oder hat sogar Probleme, sich zu putzen, ist es Zeit, eine Tierarztpraxis zu besuchen. Hier wird Gewicht und Gesundheitszustand sorgfältig abgeklärt.

Mehr Lesestoff: Deine Katze mag dich nicht? Das könnte der Grund sein

Warum wird meine Katze immer dicker?

Die Hauptursache für die Gewichtszunahme eurer Stubentiger ist zu viel Futter. Das ist ja auch nur logisch: Wenn ihr euren Lieblingen zu viel Essen in den Futternapf füllt oder ihnen immer mal wieder Leckerchen zusteckt, werden sie dick.

Zwar sagt man, Katzen wissen, wann sie satt sind, und hören dann auf zu essen. So einfach ist das aber nicht. Denn auch unter Katzen gibt es schnelle und langsame Esser, wie der Tierschutz Stuttgart berichtet: Schlingt die Samtpfote das Futter herunter, merkt sie erst, dass sie satt ist, wenn schon alles leer gefressen wurde.

Das Prinzip greift also nicht immer! Entsprechend müssen wir unseren Haustieren mit dem richtigen Futter(-volumen) helfen, sich selbst zu regulieren.

Es gibt aber natürlich auch noch andere Gründe für das steigende Gewicht eurer Katze:

  • Fehlende Bewegung
  • Hormonumstellungen nach der Kastration
  • Gelenkprobleme oder Entzündungen
  • Seltene Krankheiten

Wägt also immer ab, was sich im Leben eures Lieblings verändert hat, das einen Einfluss auf sein Gewicht haben könnte!

Vor dem Abnehmen: Tierarztpraxis aufsuchen

Der erste Schritt, bevor ihr irgendeine Abnehm-Aktion startet, ist immer der Besuch bei eurem Tierarzt oder eurer Tierärztin. Hier wird der Grund für das Übergewicht abgeklärt und so Krankheiten ausgeschlossen.

Gemeinsam könnt ihr dann einen Plan entwerfen, in dem das Idealgewicht und die passende Futtermenge festgehalten wird. Mit regelmäßigen Kontrollen stellt ihr außerdem sicher, dass euer Tier gesund abnimmt.

Auch interessant: Dürfen Katzen im Bett schlafen?

Wie bekomme ich meine Katze wieder schlank?

Am wirksamsten ist bei Katzen eine Kombination aus abgewogenen Futtermitteln und ausreichend Bewegung. Doch Vorsicht: Geht dabei sehr bedacht vor. Eure Katze sollte pro Woche maximal ein Prozent ihres Körpergewichts verlieren.

Futter abwiegen
Zu nahrhaftes Futter in zu großen Mengen führt unweigerlich zu einer Gewichtszunahme. Damit euer Liebling bald wieder fit ist, solltet ihr die vom Tierarzt empfohlene Futtermenge genau einhalten:

  • Wiegt das Futter mit einer Küchenwaage ab. Das ist viel genauer als ein Messbecher.
  • Begrenzt die Leckerlies. Diese enthalten oft viele Kalorien, die vollkommen unterschätzt werden.
  • Wenn ihr doch ein paar Leckerchen verfüttern möchtet, solltet ihr diese von der täglichen Futterration abziehen.
  • Füttert keine Lebensmittel vom Tisch. Schinken und Co. sind richtige Dickmacher.

Und: Achtet darauf, dass Nachbarn, Verwandte und Co. kein zusätzliches Futter geben! Das zerstört euren ganzen Fortschritt.

Futter umstellen
Gleichzeitig kann es auch sinnvoll sein, eure Samtpfote auf ein neues Futter umzustellen. Etwa indem ihr von Trockenfutter auf Nassfutter wechselt oder Diätfutter verwendet. Aber auch das solltet ihr mit eurem Tierarzt oder eurer Tierärztin absprechen.

Übrigens kann auch eine Futter-Spielmatte (bekommt ihr hier auf Amazon*) oder anderes Futterspielzeug für Katzen sinnvoll sein. Die Gadgets bewirken, dass die kleinen Vielfraße langsamer essen und so schneller satt werden.

Mehr Bewegung
Was gehört zu jeder vernünftigen Diät? Ganz klar: ein Sportprogramm! Je nachdem, wie übergewichtig eure Katze ist, könnte es sein, dass sie bereits Probleme mit den Gelenken hat. Ihr solltet es also langsam angehen.

Am besten animiert ihr euren vierbeinigen Mitbewohner mindestens einmal am Tag zum Spielen. Ein neues Katzenspielzeug (etwa diese "Katzenangel" auf Amazon*) kann dabei helfen. Gleichzeitig habt ihr so Gelegenheit, eure Beziehung zu festigen - eine Win-win-Situation!

Durchhaltevermögen zeigen
Wie bei jeder Diät müsst ihr einen langen Atem haben. Denn es werden sich keine Veränderungen über Nacht zeigen. Geht mit einer positiven Einstellung an den Plan heran und haltet euch vor allem daran!

Gleichzeitig müsst ihr euch bewusst machen: Ihr tragt die Verantwortung für das Gewicht eures Vierbeiners. Das heißt, auch ihr müsst langfristig euer Verhalten umstellen. Wenn eure Katze erst Gewicht verloren hat, sollte es auch von den Rippen bleiben. Sprich: kein Essen vom Tisch und nicht zu viele Leckerlies!

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information. Ihr kennt euren Stubentiger natürlich am besten. Bei weiterführenden Fragen kontaktiert euren Tierarzt bzw. die Tierärztin.

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