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Kleine Räume einrichten: Was ihr vermeiden solltet und wie es richtig geht

von Houzz Veröffentlicht am 20. Juli 2017
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Dunkle Farbe macht Räume kleiner? Nicht immer! Wir räumen mit den größten Mythen zu kleinen Räumen auf.

Houzz

Kleiner Raum, große Platzprobleme? Stimmt doch gar nicht: Auch klein ist fein! Deswegen räumen wir jetzt lieber schnell diese 7 Einrichtungsmythen aus dem Weg – und widerlegen die größten Irrtümer zu kleinen Räumen.

1. Irrtum: Helle Farben machen Räume größer

Richtig ist: Helle Farben lassen einen Raum natürlich offen, freundlich und weiter erscheinen. Doch starke Farben (sogar richtig dunkle!) bieten dem Auge Halt und verleihen einem Raum Tiefe und Charakter. Wie wäre es etwa mit einer gemusterten Tapete hinter der Couch oder schwarzen Metro-Fliesen in der schmalen Küche?

Auch im kleinen Gäste-WC kann man zu den wenigen Quadratmetern stehen und den Raum erst recht in dunkle Farben tauchen. Wie dieses Bad aus Berlin, das mit Farrow & Ball Modern Emulsion (für Feuchträume) im schwarzen Farbton „Railings“ gestrichen wurde – und jetzt erst richtig charakterstark ist.

2. Irrtum: Mehr als eine Leuchte braucht ein kleiner Raum nicht

Stimmt so nicht! Wie in jedem Raum gilt auch auf wenigen Quadratmetern: Ein Mix aus funktioneller und atmosphärischer Beleuchtung gehört zu einem guten Lichtkonzept dazu.

Nur eine Deckenleuchte würde zu viele Schatten werfen und so den Raum noch kleiner wirken lassen. Mehrere kleine Lichtquellen (auch in der hintersten Ecke) leuchten den Raum erst richtig aus und lassen ihn dadurch größer erscheinen. Außerdem sind schöne Leuchten auch ausgeschaltet tolle Blickfänge. Nicht zuletzt lassen angestrahlte Decken den Raum höher wirken.

Von Nimú

3. Irrtum: Kleine Räume können nicht größer wirken

Viele Blickwinkel öffnen einen Raum, auch wenn er nur wenige Quadratmeter groß ist. Dazu kann man etwa die Tür aushängen (oder eben immer offen lassen). Leichte, transparente Vorhänge vor dem Fenster lassen Ausblicke zu und bieten dennoch genug Privatsphäre. Noch ein super Trick: Hängt viele kleine Spiegel im Raum auf – und stellt einen großen direkt vors Fenster. Das schafft noch mehr Blickachsen, Helligkeit – und Weite!

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4. Irrtum: Niedrige Möbel lassen den Raum höher erscheinen

Falsch, denn erst, wer mit Höhen im Raum spielt, schafft verschiedene Dimensionen. Ein hohes Betthaupt, ein Wandregal, eine große Stehleuchte und Bilder an der Wand nutzen die Höhe eines Raumes aus und schaffen dadurch wieder Halt fürs Auge.

5. Irrtum: Alles an die Wand – und Ecken muss man ausnutzen

Nicht unbedingt! Denn ein Raum wirkt nicht unbedingt größer, wenn man alle Möbelstücke an die Wand schiebt. Habt ihr schon mal die Couch von der Wand weggerückt und das Bett mittig im Raum platziert? Kleine Inseln im Zimmer geben dem Raum ein optisches Zentrum und lassen es damit auch gleich großzügiger wirken. In die Ecke passt dann besser eine große Stehleuchte oder ein kleiner Beistelltisch mit einem herrlichen Blumenstrauß darauf.

Nutzt man einen kleinen Raum für verschiedene Bereiche, kann auch ein niedriges Sideboard oder ein Sofa als Raumtrenner dienen und das Zimmer in wohnliche Zonen aufteilen.

6. Irrtum: Mehr Platz bedeutet mehr Luxus

Wenn ihr diese Einsicht für unumstößlich haltet, seid ihr auf dem Holzweg! Denn manchmal lebt gerade derjenige luxuriös, der es geschafft hat, sich auf die wirklich wichtigen (Wohn-)Dinge zu konzentrieren. Außerdem ist es gerade in großen Räumen gar nicht so einfach, für Gemütlichkeit zu sorgen. Wer also auf kleinem Fuß lebt, kann sich schon mit einem kuscheligen Sofa, ein paar hübschen Kissen und einem schönen Teppich einrichten.

Wichtig ist beim Einrichten kleiner Räume daher eher guter Stauraum, damit das Zimmer nicht zu vollgestellt aussieht.

7. Irrtum: Möbel müssen fixe Funktionen haben

In kleinen Räumen muss man flexibel sein. Möbel mit mehreren Funktionen sind ideal für kleine Räume, da man sich so die Hälfte der Möbel spart. Ein Pouf, der gleichzeitig Beistelltisch ist, Möbel mit Klapp- und Ausziehvarianten (wie etwa dieser Couchtisch oder auch ein Esstisch) sind gute Ideen, ebenso wie Schlafsofas oder Kommoden als Kopfteile für Betten.

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