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Kommandozentrale: Was das ist und wieso ihr UNBEDINGT eine haben solltet!

Inga Back
von Inga Back Veröffentlicht am 21. Juni 2018
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Haushaltsplan, Terminkalender und Ablagefläche in einem - eine Kommandozentrale ist eine echte Geheimwaffe, wenn es darum geht, den Familienalltag zu managen. Wir verraten euch, wie eine Kommandozentrale die Zettelwirtschaft beseitigt und euch dabei hilft, nie mehr etwas zu vergessen.

Kassenzettel, Elternpost, Prospekte - mit der Zeit häuft sich in den meisten Haushalten ein ordentlicher Berg an Papierkram an. Dazu kommen dann noch Stundenpläne für die Kinder, Kalender, Rechnungen - die Liste ist lang und irgendwann verliert man einfach den Überblick.

Das endet nicht nur im Chaos auf dem Küchentisch, sondern auch darin, dass wichtige Dinge einfach untergehen und vergessen werden. Doch wie so oft haben kreative Köpfe im Internet schnell eine Lösung gefunden: die Kommandozentrale. ​Der Begriff "Kommandozentrale" klingt ein bisschen streng, ist aber im Grunde die Geheimwaffe unter den Haushaltsplänen.

Was ist eine Kommandozentrale?

Die Kommandozentrale ist im Prinzip nichts anderes als eine Wand im Haus, an der alles Platz findet, was für die Planung des Familienalltags benötigt wird. Es werden also To-Do-Listen, Kalender und auch Haushaltspläne an einem Ort gebündelt. Was benötigt wird, ist natürlich von Familie zu Familie unterschiedlich. Für die einen ist es ein Familienkalender, Stundenpläne und eine abwischbare Tafel für jeden Wochentag, für die anderen sind es Ablagefächer für jedes Familienmitglied und To-Do-Listen.

Das Schöne an einer Kommandozentrale ist, dass man sie ganz individuell gestalten kann. So kann jede Familie sich ihre Kommandozentrale so anordnen, dass sie zu ihren Bedürfnissen passt.

DIY Kommandozentrale: So stellt ihr sie richtig zusammen

Da Kommandozentralen oder auch Command Center höchst individualisierbar sind, kann sich natürlich jeder seine Kommandozentrale so zusammenstellen, wie er mag. Gerade für Anfänger kann es aber hilfreich sein, sich auf ein paar bewährte Bestandteile zu verlassen und erst mit der Zeit diese auszutauschen oder zu ergänzen. Nach einer Weile merkt man recht schnell, was einem bei der Organisation des Familienalltags wirklich hilft. Hier kommen fünf Dinge, die in eurer DIY Kommandozentrale nicht fehlen dürfen!

1. Ein Fach für Post

Was die meisten Familien letztlich dazu bringt, die Kommandozentrale für sich auszutesten, sind die unübersichtlichen Stapel von Briefen und Zetteln. Chaos führt in der Regel nur zu mehr Chaos (und für viele Leute dank der Unordnung auch noch zu jeder Menge Frustration). Das Erste, das ihr euch zulegen solltet, ist ein Fach für die Post.

Häufig lohnt es sich auch zwei Fächer anzubringen, eins für eingetroffene Post und ein weiteres für bereits geöffnete Briefe und Rechnungen. So verschiebt ihr die Post nach dem Öffnen erstmal ins zweite Fach und könnt sie dort sammeln, bis der Stapel groß genug ist und ihr alles auf einmal in euren Unterlagen abheften könnt.

2. Fächer für die Kinder

Wenn ihr Kinder habt, bestehen eure Papierkramstapel nicht nur aus eurer Post, sondern auch noch aus Elternbriefen, Arbeitsblättern und den Kunstwerken eurer Kinder. Es liegt also nahe, auch noch ein weiteres Fach pro Kind an eurer Kommandozentrale anzubringen.

Achtet dabei darauf, dass eure Kinder einfach an ihre Fächer herankommen. Wer möchte, kann auch alle Schulsachen an diesem Ort bündeln und direkt unter den Fächern für die Kinder, Haken für ihre Schulranzen anbringen.

Tipp: Wer den Kühlschrank nicht dafür nutzen kann oder will, kann auch gleich eine Magnetwand für die Kunstwerke der Kinder anbringen. Alternativ kann man auch einen Teil der Wand, die als Kommandozentrale genutzt wird, mit Magnetfarbe streichen. So können die Kinder alle Bilder, auf die sie stolz sind, gleich selbst mit Magneten anbringen.

3. Kalender

Weiß jedes Familienmitglied genau Bescheid, was an welchem Tag ansteht? Oder werden bestimmte To-Dos und Termine regelmäßig vergessen? Falls eher letzteres der Fall ist, könnte die Familie auch von einem gemeinsamen Kalender profitieren.

So kann jeder morgens oder abends einen Blick darauf werfen und weiß sofort über den nächsten Tag Bescheid. Natürlich gibt es dafür auch Apps, aber viele vergessen den Blick in die App, während der Kalender in der Küche oder im Flur ganz automatisch immer im Blickfeld ist.

Tipp: Je organisierter eure Familie ist, desto kleinteiliger kann auch der Kalender sein. Eine Familie, für die ein grober Überblick ausreichend ist, profitiert von einem Monatskalender, während Familien, die streng durchgetaktete Tage haben, zusätzlich auch noch eine detaillierte Wochenansicht brauchen. Es kann auch hilfreich sein, bestimmten Aufgaben oder Familienmitgliedern eigene Farben zuzuteilen, damit der Kalender auf den ersten Blick direkt übersichtlicher wird.

4. Schlüsselbrett

Für Familien oder Personen, die bereits einen festen Platz für ihre Schlüssel haben, ist dieser Punkt vielleicht nicht so wichtig, aber für diejenigen unter euch, die regelmäßig ihre Schlüssel suchen, ist dieser Punkt lebensverändernd: das Schlüsselbrett.

Ein Schlüsselbrett kann der wichtigste Bestandteil der Kommandozentrale sein, weil es das ewige Suchen reduziert oder sogar eliminiert. Alle Schlüssel werden dort gesammelt und niemand muss morgens in aller Hektik seine Schlüssel suchen. Hier hängen außerdem auch die Schlüssel, die sich alle Personen im Haus teilen, weil es nur wenige Exemplare gibt, wie zum Beispiel Briefkasten- oder Garagenschlüssel.

5. Haushaltsplan

Gerade wenn ältere Kinder im Haus leben, oder beide Partner voll berufstätig sind, kann es hilfreich sein, wenn ein Haushaltsplan existiert. So kennt jeder genau seine Aufgaben und sieht schnell, welche Aufgaben bereits erledigt sind. Das hilft auch dabei, dass weniger sichtbare Aufgaben, wie zum Beispiel das Wischen, mehr Anerkennung bekommen. In welcher Form der Haushaltsplan angebracht wird, bleibt wiederum jedem selbst überlassen. Das können mehrere To-Do-Listen sein oder auch Tabellen zum Abhaken.

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