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Mobile basteln: Kreatives DIY für mehr Schwung im (Kinder)Zimmer

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 18. August 2019

In diesem DIY zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ihr selbst ein Mobile basteln könnt. Einmal als Mondphasen für die Wand und einmal als Baby-Mobile für die Decke.

Bei Pinterest und in diversen Online-Shops bin ich auf einen Deko-Trend gestoßen, der mich als ausgemachten Nachtmenschen natürlich direkt angesprochen hat: Mond-Mobiles. Hier sind die einzelnen Mondphasen symmetrisch nebeneinander angeordnet – vom Vollmond bis zum Halbmond.

Und weil selbst gemachte Deko individueller (und günstiger) ist als gekaufte, zeige ich euch hier, wie ihr selbst so ein Mobile basteln könnt. Ich benutze dafür leicht formbare Fimo-Knete, die dünn ausgerollt und eine halbe Stunde im Ofen gebacken wird. Keine Sorge, das Ganze ist so einfach, dass ihr das Mobile sogar mit euren Kindern basteln könnt.

Apropos Kinder: Auch die werden das selbst gebastelte Mobile lieben. Wenn ihr mich fragt, passen Monde genau wie Sterne in so gut wie jedes Zimmer. Soll es verspielter sein, zeige ich euch weiter unten, wie ihr mit Fimo ein süßes Baby-Mobile basteln könnt.

Mobile selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Aufhängen lässt sich das Mond-Mobile an der Wand entweder senkrecht übereinander in einer Reihe oder längs als Horizontale. So könnt ihr damit das Kopfende eures Bettes schmücken oder leere Zimmernischen füllen.

Ihr braucht für das Mond-Mobile dieses Material:

Außerdem

Step 1: Zunächst schneidet ihr das Fimo zurecht. Von der schwarzen Modelliermasse braucht ihr für die sieben Mondphasen den ganzen Block (57 g). Die violetten Teile habe ich etwas reduziert, da ich mein Mobile dunkler haben wollte. Ihr seid hier natürlich ganz frei.

Step 2: Knetet die drei Fimo-Blöcke jeweils einzeln zu langen Strängen. Am einfachsten geht das, wenn ihr die Knete erst mit euren warmen Händen weicher macht und dann zwischen beiden Handflächen reibt. Die fliederfarbene Effekt-Knete ist etwas härter – hier könnt ihr eure Hände vorher leicht anfeuchten.

Tipp: Zieht vor dem Basteln und Kneten eure Ringe aus.

Step 3: Die einzelnen Stränge wickelt ihr im Anschluss zu einer Kordel umeinander. Dabei ist es ganz egal, wie lang die Fimo-Kordel letztendlich ist.

Step 4: Rollt die Fimo-Wickel zu einer dicken Kugel zusammen. Ab jetzt solltet ihr unbedingt eine Bastelunterlage benutzen, damit euer Tisch sauber bleibt. Ich habe mir mit einem Gefrierbeutel beholfen.

Step 5: Die eine Kugel teilt ihr nun in sieben kleine Stücke und rollt diese ebenfalls wieder zu Kugeln. Achtet darauf, dass die Bällchen in etwa die gleiche Größe haben.

Step 6: Nun ist es an der Zeit, die Kugeln in Scheiben zu verwandeln. Dafür walzt ihr die einzelnen Kugeln mit einem Nudelholz platt. Beim Umfang solltet ihr euch am größten eurer beiden Keksausstecher orientieren. Dabei sollten die Scheiben insgesamt nicht dünner als 3 mm sein.

Weil mir die Musterung nach dem ersten Ausrollen zu simpel war, habe ich das Ganze noch einmal neu ausgerollt. Danach war der Marmorierungseffekt viel authentischer. Noch öfters solltet ihr die Knete aber nicht walzen – sonst verschwimmen die Farben zu sehr und werden grau.

Tipp: Damit das Nudelholz hinterher nicht mit Knete kontaminiert ist, solltet ihr es ebenfalls mit einem Gefrierbeutel oder Frischhaltefolie umwickeln.

Step 7: Für den Feinschliff stecht ihr alle sieben Fimo-Scheiben mit dem großen Keksausstecher aus. Fahrt die Umrisse mit dem Cuttermesser nach, um saubere Kreise zu erhalten.

Tipp: Wie die Monde von hinten aussehen, braucht euch nicht zu kümmern, da sie mit der Rückseite später ohnehin an der Wand hängen.

Nach demselben Prinzip könnt ihr übrigens Marmor-Untersetzer basteln. Die Anleitung findet ihr hier im Video:

Step 8: Aus all euren sieben Mondscheiben kürt ihr nun den Vollmond, der die goldene Mitte eures selbst gemachten Mobiles bilden wird. Wählt dafür das Stück, das euch rundherum von der Musterung am besten gefällt.

Warum? Die anderen Kreise schneidet ihr nun nach und nach zu abnehmenden Monden bzw. schmalen Halbmonden zusammen. Dafür setzt ihr den kleineren Keksausstecher am Rand an und verjüngt die Scheiben nach außen hin immer mehr.

Da das Mobile oberhalb und unterhalb des Vollmondes am Ende symmetrisch sein soll, müssen die drei Außenkreise unten (abnehmender Mond) und oben (zunehmender Mond) jeweils paarweise "schrumpfen".

Das bekommt ihr einfach hin, wenn ihr das abgeschnittene Teilstück als Schablone an den Rand des jeweiligen Mond-Pendants legt und die Konturen identisch mit dem Keksausstecher abtrennt. So sehen eure Paare jeweils gleich aus.

Tipp: Aus den Knete-Resten könnt ihr für den krönenden Abschluss eures Mobiles zusätzlich zwei kleine Sterne für oben und unten basteln. Passende Sternausstecher gibt es hier bei Amazon.

Step 9: Bevor ihr euer Mond-Mobile in den Ofen schickt, müsst ihr noch die Löcher zum Aufhängen schaffen. Dafür piekst ihr mit dem Zahnstocher jeweils zwei kleine Löcher oben und unten in den mittleren Außenrand jedes Mondes.

Bei den äußeren Halbmonden kommt es darauf an, wie ihr das Mobile aufhängen möchtet. Für die senkrechte Variante reicht eine einzelne Öse am unteren Halbmond. Um das Mobile horizontal als Kette aufzureihen, braucht ihr dagegen ein zweites Loch am unteren Ende des Endstücks.

Tipp: Wenn ihr euch sämtliche Optionen zum Aufhängen eures Mobiles offenhalten wollt, empfehle ich euch, auch unten zwei Löcher zu machen.

Step 10: Legt die gelochten Monde flach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebt es für 25-30 Minuten in den vorgeheizten Backofen. Die Temperatur sollte bei Ober-/Unterhitze nicht höher als 110 Grad sein!

Anschließend brauchen die Monde 30 Minuten, um vollständig abzukühlen und auszuhärten. Erst danach könnt ihr mit der weiteren Bearbeitung fortfahren.

Step 11: Lackiert die Oberseite eurer Monde gleichmäßig mit Glanzlack. Der hebt die Farben noch besser hervor und schützt gleichzeitig die Oberfläche. Da ihr die Monde später nochmals lackiert, könnt ihr hier ruhig etwas sparsamer mit dem Lack umgehen. Passt auf, dass die Aufhängösen am Rand nicht verstopfen – bessert die Löcher hinterher nochmals mit dem Zahnstocher aus.

Tipp: Anfangs sieht der aufgetragene Glanzlack bläulich aus. Lass euch davon nicht verunsichern, denn nach ein paar Sekunden wird er bereits unsichtbar.

Step 12: Für den richtigen Galaxy-Look besprenkelt ihr eure frisch lackierten Monde mit dem metallischen Silber-Pulver. Dafür klopft ihr das Puder vorsichtig mit einem Pinsel auf die einzelnen Mondteile.

Lasst das Ganze 1 Stunde trocknen. Dann fixiert ihr den Glitzer mit einer zweiten Schicht Glanzlack. Kontrolliert auch hier wieder mit einem Zahnstocher, dass die Löcher nicht zugekleistert sind.

Step 13: Schneidet von eurer Nylonschnur einen Faden von mindestens 1 m Länge ab. Diesen knotet ihr mit einem Dreifach- oder besser Vierfachknoten am untersten Halbmond fest – je nach Aufhängvariante am oberen oder unteren Loch.

Step 14: Von diesem Punkt aus fädelt ihr nach und nach die einzelnen Monde ein. Zieht die Nylonschnur bei jedem Loch so um sich selbst, dass ein Knoten entsteht. So geht ihr bis zum Ende vor. Zwischen den einzelnen Monde sollte ein gleichmäßiger Abstand von 2 bis 4 cm sein.

Das obere Ende der Schnur könnt ihr zu einer kleinen Schlaufe formen, die ihr wiederum mit einem Mehrfachknoten sicher. An dieser Schlaufe lässt sich das Mobile bequem an einem Wandhaken aufhängen. Fertig ist euer intergalaktisches Mond-Mobile!

Wie versprochen habe ich euch auch eine Anleitung für ein Baby-Mobile herausgesucht. Die Idee stammt diesmal nicht von mir, sondern von Émilie Guelpa und ihrem tollen DIY-Baby-Bastelbuch, das demnächst beim AT-Verlag erscheinen wird.

> Ab dem 23. September 2019 könnt ihr das Buch "Das grosse Buch des DIY für mein Baby" hier bei Amazon bestellen.

Für das Baby-Mobile braucht ihr folgende Materialien:

Baby-Mobile basteln: So geht's!

Step 1: Rollt die Modelliermasse aus und schneidet mit dem Cuttermesser Formen aus, z. B. von einem Bär, einem Löwen und einem Fuchs (natürlich könnt ihr auch hier Sterne und Monde formen).

Step 2: Stecht mit dem Zahnstocher oben jeweils ein Loch hinein. Bemalt eure Formen mit einem schwarzen Filzstift. Backt sie anschließend im Backofen 20 Minuten lang bei 110 Grad.

Step 3: Markiert den Holzrahmen an zwei genau gegenüberliegenden Stellen. Sägt ihn an den Markierungen durch, sodass zwei Halbkreise entstehen.

Step 4: Befestigt das Messingplättchen an einem langen Faden. Fädelt drei Holzperlen darüber, anschließend die Halbkreise (mittiges Loch) und wieder eine Perle.

Step 5: Befestigt Fäden unterschiedlicher Länge an den Fimo-Formen, und zieht danach eine Perle auf. Fädelt zudem Perlen auf separate Fadenstücke auf. Befestigt nun die Fimo-Formen und Perlengirlanden abwechselnd am Mobile.

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