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8 Probleme, die jeder Katzenbesitzer kennt und wie ihr sie löst

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 29. September 2019

Wir lieben unsere Katzen, aber manchmal nerven sie wirklich. Wenn sie Dreck machen, uns den Schlaf rauben oder sogar unsere Einrichtung zerstören. Deshalb brauchen wir Tipps und Tricks, um die Probleme im Katzenhaushalt in den Griff zu bekommen. Wir haben hier die besten für euch.

Wer behauptet, dass ihn seine Katze noch nie an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, der lügt wahrscheinlich. Denn so schön das Zusammenleben mit unseren Vierbeiner auch ist, ab und zu können Katzen auch ganz schön nerven: die frische Wäsche ist vollgehaart, das Sofa zerkratzt, um vier Uhr morgens findet ein Gesangskonzert vor der Schlafzimmertür statt und im Wohnzimmer riecht es mal wieder alles andere als angenehm.

Wir klären über die acht häufigsten Probleme auf, die jeder Katzenbesitzer kennt und verraten euch, wie ihr sie lösen könnt.

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1. Problem: Überall ist Katzenstreu. ÜBERALL!

Von wegen Katzen seien besonders reinliche Tiere. Womit ich nicht gerechnet hatte, als ich mir Katzen angeschafft habe, ist die Tatsache, dass sie das Katzenstreu in der ganzen Wohnung verteilen. Regelmäßig fand ich es in der Sofaritze, auf dem Bett oder sogar in meinen Socken. Natürlich sieht die Wohnung nicht nur furchtbar aus, sondern es nervt extrem, wenn ständig Katzenstreu an den Füßen kleben bleibt.

Die Lösung: Nachdem ich mich fast durch die gesamte Produktpalette durchprobiert habe, weiß ich mittlerweile, wie sich das Problem auf ein Minimum reduzieren lässt. Verzichtet (vor allem bei Langhaarkatzen) auf zu feines und leichtes Streu (vor allem Silikatstreu), da es extrem an den Pfoten hängen bleibt. Besser ist grobes Streu oder Pellets, denn die fallen einfach schneller von den Pfoten ab – Danke Schwerkraft!

Die perfekte Ergänzung dazu: eine Vorlegematte fürs Katzenklo. Aber Achtung, eine einfache, flache Matte macht meist kaum einen Unterschied. Besser sind Matten mit Fransen, denn darin bleibt das Katzenstreu super hängen. Hier bekommt ihr zum Beispiel eine von Trixie bei Amazon.

2. Problem: Haare auf der frischen Wäsche

Egal, ob frisch gewaschene Wäsche, der Sofabezug oder sogar die Schuhe an der Garderobe: in der Wohnung scheint es keine Stelle zu geben, an die sich die Katzenhaare nicht verirren, siehe auch Problem 1. Besonders schlimm ist es zur Zeit des Fellwechsels, aber auch sonst kann man nicht mehr aus dem Haus gehen, ohne Katzenhaare auf seiner Kleidung zu finden.

Die Lösung: Auch wenn ihr davon genervt sein solltet, was wirklich hilft, ist, eure Katze regelmäßig zu bürsten. Denn das wird die Katzenhaare, die in eurer Wohnung herumfliegen, schon mal deutlich reduzieren. Mein absoluter Tipp zum Katzenhaare entfernen: die Möbelbürste von OXO (hier bei Amazon). Einfach damit übers Sofa oder die Bettdecke streichen und schon sind alle Katzenhaare weg. Einfach genial, ich würde sie nie wieder hergeben.

Noch mehr Tipps zum Thema findet ihr hier: Katzenhaare entfernen: Diese Tricks helfen wirklich.

3. Problem: Die Katze lässt sich nicht bürsten

Bestechung mit Leckerlis klappt meist noch ganz gut, aber die meisten kennen wohl das Problem: nach kurzer Zeit hat eure Katze einfach keine Lust mehr. Sie versucht also entweder zu fliehen, euch die Bürste aus der Hand zu kratzen oder wirft euch Todesblicke zu.

Die Lösung: Falls ihr eine Katze habt, die sich absolut nicht mit der Bürste anfreunden kann, solltet ihr mal einen Fellpflegehandschuh (hier bei Amazon) ausprobieren. Den könnt ihr wie einen ganz normalen Handschuh überziehen und eure Katze damit streicheln. Durch die angebrachten Noppen bekommt eure Katze nicht nur eine angenehme Massage, sondern es werden auch lose Haare entfernt.

4. Problem: Das stinkende Katzenklo

Wer dachte, dass nur Babys Stinkbomben absetzen würden, wird mit der Anschaffung einer Katze eines Besseren belehrt. Bevorzugterweise wird das Katzenklo nämlich benutzt, wenn es gerade gereinigt wurde, Besuch kommt oder es gerade Essen gibt. Katzen haben einfach ein Gespür für's perfekte Timing. Wenn ihr auch nach der Reinigung des Klos mit dem Gestank zu kämpfen habt, haben wir folgenden Tipp:

Die Lösung: Beseitigt den Gestank mit einem neutralisierenden Duftspray. Besonders gut funktioniert das zum Beispiel mit dem CleanAir-Spray von Primavera (hier bei Amazon), das hat mich schon so einige Male vor dem Erstickungstod gerettet. Einfach ein zwei Sprüher in den entsprechenden Raum hineinsprühen und kurz warten. Der Gestank verschwindet!

Achtung: Sprüht niemals direkt in die Katzentoilette, weil der fremde Geruch eure Katzen davon abhalten könnte, die Toilette weiterhin zu benutzen.

Mehr zum Thema gutes Katzenstreu erfahrt ihr hier: Katzenstreu Test 2019: Das sind die Besten gegen Geruch.

5. Problem: Die Kammer des Schreckens, aka: die Transportbox

Es ist mal wieder so weit: Ihr steht im Flur, die Transportbox steht im Flur, die Katze steht hinter dem Kleiderschrank. So war das natürlich nicht geplant. Nicht wenige Katzen haben Angst vor dem Tierarzt, vorm Autofahren und daher meist auch vor der Transportbox, weil sie wissen, wo es damit hingeht. Und ganz ehrlich, das ist okay. Ungeduldig oder wütend zu reagieren, macht eurer Katze hingegen noch mehr Angst.

Die Lösung: Holt ihr die Transportbox immer erst hervor bevor es damit zum Tierarzt geht, weiß eure Katze natürlich ganz genau, was los ist. Besser ist es, die Box einfach als Katzenhöhle umzufunktionieren, die auch sonst bei euch in der Wohnung steht. Super hilfreich kann es außerdem sein, etwa eine Stunde vor der Abfahrt etwas Feliway oder Baldrian in die Transportbox zu sprühen. Die Wohlfühlpheromone im Feliway wirken beruhigend auf Katzen und auch Baldrian kann Katzen dabei helfen, sich zu entspannen.

6. Problem: It's party time. Jedenfalls bei der Katze.

Kratzen und miauen an der Schlafzimmertür oder lautes Gepolter aus dem Rest der Wohnung, sodass man sich fragt, ob gerade ein Einbrecher die Einrichtung mitnimmt: Um vier Uhr morgens geben sich Katzen besonders viel Mühe, ihr bestes Entertainment-Programm zu präsentieren. Nicht selten saß ich mitten in der Nacht kerzengerade im Bett, weil meine Katzen mal wieder die Fensterbank im Wohnzimmer abgeräumt haben. Aber was kann man tun, um nicht jede Nacht von seinen Katzen terrorisiert zu werden?

Die Lösung: Zwar haben Katzen einen anderen Schlafrythmus als wir und werden deshalb niemals die ganze Nacht durchschlafen, allerdings könnt ihr verhindern, dass sie nachts allzu unruhig und laut werden. Ganz wichtig ist es, dass ihr auf Kratzen an der Tür oder Miauen nicht reagiert. Ansonsten lernt eure Katze, dass ihr Verhalten bei euch zur gewünschten Reaktion führt.

Beschäftigt eure Katzen tagsüber und spielt vor dem Schlafen gehen nochmal ausgiebig mit ihnen. Wilde Spiele mit Katzenangeln eignen sich gut, damit eure Katze sich so richtig auspowern kann. Sorgt außerdem dafür, dass eure Katze nicht hungrig ins Bett gehen muss, sondern gebt ihr lieber nochmal eine kleine Portion kurz bevor ihr ins Bett geht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass auch sie müde schlafen geht.

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7. Problem: "Komm, nimm die Tablette! Nein? Okay."

Jeder, der schonmal versucht hat, einer Katze eine Tablette zu geben, wird festgestellt haben: es grenzt ans Unmögliche, sie in die Katze hinein zu bekommen. Selbst, wenn ihr die Tablette ins Maul eurer Katze bekommen habt und denkt, ihr hättet es geschafft, werdet ihr schnell merken, dass eure Katze die raffiniertesten Tricks kennt und ganz genau weiß, wie man das vollgesabberte Teil unauffällig aus dem Mundwinkel plumpsen lässt. Ganz abgesehen davon, dass sie euch jetzt hasst und den ganzen Tag lang ignorieren wird.

Die Lösung: Versucht es mal aus der Sicht eurer Katze zu sehen: Würdet ihr eine Tablette nehmen, die euch jemand gewaltsam in den Munden schieben möchte? Viel leichter klappt es daher, wenn ihr die Tablette mit etwas Leckerem ummantelt, damit eure Katze gar nicht erst merkt, dass sie Medizin untergejubelt bekommt. Dafür gibt es sogar spezielle Leckerlis wie "PillPockets" (hier bei Amazon), die dafür gemacht sind, Tabletten darin zu verstecken.

8. Problem: Das Sofa wird zum Kratzbaum.

Jeder Katzenbesitzer kennt das Geräusch, wenn die Katze sich voller Elan die Krallen am Kratzbaum wetzt. Doof wird es allerdings, sobald man bemerkt, dass es sich dabei nicht um den Kratzbaum, sondern das SOFA handelt. Und eine Katze wäre nicht sie selbst, wenn sie sich so leicht davon abbringen ließe, in Zukunft an euren Möbeln zu kratzen.

Die Lösung: Zunächst einmal solltet ihr versuchen zu verstehen, warum eure Katze an den Möbeln kratzt. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass es nicht genug oder keine geeigneten anderen Möglichkeiten für sie gibt. Auch Unterforderung und Langeweile können eure Katze dazu verleiten, sich an euren Möbeln zu vergreifen.

Stellt also sicher, dass es einen großen Kratzbaum gibt und ihr euch genügend mit eurer Katze beschäftigt. Als Notfall-Lösung gegen das Kratzen gibt es aber trotzdem einen Trick: einfach doppelseitiges Klebeband auf die Stellen kleben, an denen eure Katze normalerweise kratzt. Das wird sie so irritieren, dass sie es schnell lassen wird. Vergreift sich eure Katze trotzdem immer wieder an der gleichen Stelle, gibt es auch extra Kratzbretter, die ihr dort anbringen könnt.

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von Nicola Pohl
 

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