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Lohnt sich ein Saugroboter? Staubsauger vs. Saugroboter im Test!

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 8. August 2018
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Staubsaugen kann richtig lästig sein - vor allem dann, wenn man viel lieber auf der Couch sitzen würde oder draußen unterwegs wäre. Ist also ein Saugroboter die Lösung? Wie gut funktioniert der überhaupt? Und kann er mit einem modernen kabellosen Akkusauger mithalten? Wir haben zwei Modelle getestet.

In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt fallen täglich 6,2 Milligramm Staub pro Quadratmeter an - die müssen natürlich regelmäßig beseitigt werden. Das Problem: Putzen und Saugen gehören wohl zu den lästigsten Aufgaben im Haushalt. Gerade Tierbesitzer greifen nicht selten mehrmals täglich zum Staubsauger. Zwar sind die meisten Staubsauger heutzutage extrem leistungsstark, sodass das Saugen der vier Wände nicht ganz so viel Mühe macht. Aber es nervt eben dennoch!

Saugroboter sollen uns die Arbeit abnehmen und nahezu unbemerkt das eigene Heim auf Vordermann bringen. Doch sind die kleinen Roboter wirklich eine Erleichterung im Haushalt? Sind Saugroboter mit einem herkömmlichen Staubsauger vergleichbar oder können sie diese sogar ersetzen?

Saugroboter gegen Staubsauger: Wir haben einen Saugroboter von iRobot und einen kabellosen Akkusauger von Philips getestet. Welcher Staubsauger ist besser?

Saugroboter: Erleichterung im Haushalt?

Füße hochlegen, Netflix gucken und dabei trotzdem die Hausarbeit erledigen. Wie das geht? Mit einem Saugroboter. Die liegen derzeit voll im Trend. Kein Wunder - wer will schließlich nach der Arbeit noch den Haushalt machen, statt den Abend mit Freunden zu genießen!

Schätzungen der Internationalen Förderation für Robotics (IFR) zufolge werden sich 2019 weltweit 42 Millionen(!) Menschen einen Haushaltsrobo anschaffen. Vor allem für Haustierbesitzer oder Menschen mit wenig Zeit sind Saugroboter ein Segen. Denn während man beim herkömmlichen Staubsaugen zumindest physisch anwesend sein muss (schließlich muss einer das Gerät ja bedienen), erledigen die kleinen Helfer die Arbeit, während man unterwegs ist. Klingt traumhaft! Ob das auch wirklich so funktioniert, wie erhofft? Wir haben ein beliebtes Modell getestet.

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Im Test: IRobot Roomba 671 Saugroboter

gofeminin-Mitarbeiterin Nadine: "Endlich kein nerviges Staubsaugen mehr! Das war mein erster Gedanke, als ich den IRobot Roomba 671 Saugroboter ausgepackt habe. Dieser kleine, schlaue Freund wird das ab jetzt für mich übernehmen, während ich ganz entspannt die Füße hochlege."

Die wichtigsten Merkmale des Roomba 671:

  • Lithium-Ionen-Akku
  • 3-Stufen Reinigungssystem
  • Dirt Detect Sensoren
  • Adaptiver Reinigungskopf
  • Bürsten für verschiedene Oberflächen
  • Kanten-Reinigungsbürste
  • Gen 1 Saugmotor
  • Home Base Ladestation mit Ladekabel
  • Automatisches Aufladen
  • Eingebauter Tragegriff
  • WLAN-fähig
  • kompatibel mit Amazon Alexa
  • IRobot Home App

IRobot Roomba Saugroboter: Die Bedienung

"Die Bedienung des Roomba Saugroboters ist ganz einfach – die Station in die Steckdose stecken und den Roomba 'andocken', schon fängt er an zu laden. Man kann den Saugroboter händisch per Knopfdruck ode per App bedienen. Dafür muss man den Roomba mit dem Wlan-Netz verbinden."

Der IRobot Roomba Saugroboter: Die Saugleistung

"Zeit für den ersten Testlauf: Beim Drücken auf 'Clean' fährt der Saugroboter los. Vorne bläst er mit Luft und einer kleinen Kehrbürste den Dreck hoch, so dass er ihn danach aufsaugen kann. Das klappt ziemlich gut. Teppichränder und kleine Erhöhungen meistert er ohne Probleme.

Schwierig wird es bei sehr dünnen Läufern, die hebt der Roomba beim Drüberfahren an und schafft sich damit selbst Hindernisse. Auch bei dünnen Kabeln oder empfindlichen Möbelstücken sollte man aufpassen und sie besser aus dem Weg räumen. Ebenso alle Sachen, die auf dem Boden herumliegen (z. B. Kleidungsstücke, kleine Spielzeuge etc.)."

Der IRobot Roomba Saugroboter: Wie gründlich ist er?

"Sobald er an ein Möbelstück anstößt, dreht er sich ein Stück und fährt weiter. Das Ganze wirkt relativ planlos und manche Ecken werden vom Roomba komplett ausgelassen. Enge Ecken erreicht er natürlich nicht. Dafür saust er ohne Probleme unter Regale und Sofas. Wenn Roomba der Meinung ist, dass er mit dem Saugen fertig ist, begibt er sich zurück an seine Station. An der Gründlichkeit könnte er meiner Meinung nach arbeiten."

IRobot Roomba Saugroboter: Akku & Reinigung

"Der Akku hält lange genug, um meine Wohnung (ca. 60 qm) zu saugen und würde sicherlich auch noch mehr schaffen. Bei niedrigem Akkustand warnt die App und Roomba begibt sich von allein wieder an seine Ladestation.

Den aufgesaugten Dreck entfernt man einfach über eine Klappe am Roboter – einen Staubsaugerbeutel braucht der Roomba nicht. Den Filter sollte man regelmäßig reinigen und gelegentlich sollten Kleinteile am Sauger ersetzt werden."

Pro & Contra: Was der Roomba kann und was nicht

+ einfache Bedienung
+ App funktioniert einwandfrei
+ reinigt große, freie Flächen sehr gründlich
+ kehrt zuverlässig unter Möbeln

- nicht für dünne Läufer geeignet
- kommt nicht in kleine Ecken und Winkel
- hat Probleme bei Hindernissen wie Kabel oder Kleidungsstücke

Nadines Fazit: Roomba eignet sich super als Zwischendurch-Sauger

"Für mich ist der Roomba auf jeden Fall eine große Hilfe im Haushalt. Ich muss nicht mehr so häufig selbst zum Staubsauger greifen, da der Saugroboter den gröbsten Schmutz regelmäßig entfernt. Ich würde ihn daher auf jeden Fall allen empfehlen, die Staubsaugen auch so nervig finden wie ich. Allerdings kommt ihr dennoch nicht drum rum hin und wieder selbst zum herkömmlichen Staubsauger zu greifen, da der Roomba einfach nicht ganz so gründlich sauber macht."

Wer also nur ein Gerät sucht, das mal eben schnell die Krümel vom Boden aufsammelt oder den groben Schmutz im Bad beseitigt, ist ein Saugroboter eine tolle Sache. Dennoch bleibt der Saugroboter lediglich ein Zweitgerät, denn so gründlich und umfassend wie man selbst mit einem richtigen Staubsauger reinigt, saugt er eben doch nicht.

Wer sich für einen Saugroboter entscheidet, sollte darauf achten, das richtige Modell für sich und sein Heim zu finden. Wie viele Räume sollen insgesamt gereinigt werden? Wie ist der Bodenbelag? Leben auch Haustiere im Haushalt? Sind die Räume eher verbaut oder ist viel freie Fläche vorhanden?"

Herkömmliche Staubsauger für eine gründliche Rundumreinigung

Auch die herkömmlichen Staubsauger haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Es gibt die normalen, großen Staubsauger mit oder ohne Beutel, akkubetriebene Modelle oder sogenannte Kobolde, die durch ihre längliche Form besonders praktisch bei Treppen und engen Gängen sind.

Das Problem an der Sache: Bei all den menschengesteuerten Staubsaugern müssen wir selbst Hand anlegen. Sie können nicht mal eben in unserer Abwesenheit den Boden reinigen und nehmen uns keine Arbeit ab. Dafür sind die herkömmlichen Geräte im Unterschied zu Saugrobotern aber meist sehr viel gründlicher.

Besonders beliebt sind akkubetriebene Staubsauger, die komplett ohne Kabel daherkommen. Die sparen nicht nur eine Menge Strom, sondern erleichtern die Hausarbeit, da das Kabel nicht ständig von einem Zimmer in das andere gewechselt werden muss.

Im Test: Akkusauger Philips FC6823/01 SpeedPro Max

gofeminin-Redakteurin Christina: "Kein Kabel mehr, das ich hinter mir herziehen muss, kein Staubsauger mehr, der mir in die Fersen fährt, endlich ein Gerät, mit dem ich problemlos um die Möbel fahren kann - diese Dinge gingen mir sofort durch den Kopf, als ich den Philips SpeedPro Max gesehen habe."

Die wichtisten Merkmale des Philips SpeedPro Max:

  • Kabellose Reinigung
  • 360°-Düse (nimmt selbst rückwärts und von den Seiten Schmutz auf)
  • Wandhalterung für platzsparendes Verstauen
  • LED-Beleuchtung
  • Digitale Anzeige der Geschwindigkeit und des Batterieverbrauchs
  • Akkulaufzeit: 21-65 Minuten (Eco/Turbo)
  • Turbodüse für Tierhaare, Polster und Auto
  • Abnehmbarer Handstaubsauger mit Fugendüse
  • Lithium-Ionen-Akku

Philips SpeedPro Max: Die Bedienung

"Die Bedienung könnte nicht einfacher sein. Es gibt kein Kabel mehr, das erst herausgezogen und in die Steckdose gesteckt werden muss. Einfach die jeweilige Saugleistungsstufe mit dem Schieberegler an der Oberseite des Handteils einstellen (es gibt 1 für Eco, 2 für Normal und 3 für Turbo), und schon kann es losgehen."

Philips SpeedPro Max: Die Saugleistung

"Was mir direkt auffällt: Der Staubsauger von Philips ist extrem beweglich. Man kommt super in alle Ecken und Winkel und durch die schlanke Form lässt sich das Gerät auch ganz einfach um alle Möbel herummanövrieren. Der Stiel des Speed Pro Max kann zu allen drei Seiten hin weit geneigt werden, somit kann man auch problemlos zum Beispiel unter der Couch saugen. Wer die Couch oder im Auto saugen will, baut den Staubsauger kurzerhand einfach auseinander und verwendet den praktischen Handstaubsauger."

"Am meisten gefällt mir, dass ich nicht mehr das Kabel von Zimmer zu Zimmer mitschleppen muss. Auch die Saugleistung überzeugt mich - Stufe 3 wird eigentlich nicht benötigt, da die Einstellung 'Eco' und 'Normal' bereits alles gründlich wegsaugt. Außerdem finde ich das Display sehr praktisch, auf dem die jeweilige Akkukapazität angezeigt wird. Hier kann man auch nachlesen, ob der Filter gereinigt werden muss. Da die Vorderdüse mit kleinen LEDs verbaut ist, erkennt man übrigens auch bei schlechten Lichtverhältnissen jedes Staubkorn."

Philips SpeedPro Max: Nachteil in der Handhabung

"Leider muss ich sagen: Nach einiger Zeit wird der Arm ganz schön schwer. Gerade dann, wenn es mehr als einen Raum zu saugen gibt, wird das Gewicht des Staubsaugers auf Dauer lästig. Zwar lassen sich nun auch höher gelegene Stellen ganz einfach absaugen, da schließlich kein dickes Gerät mehr mit herumgetragen werden muss, allerdings braucht man hier schon ein wenig Kraft.

Ein bisschen umständlich ist zudem, dass der Staubsauger von Philips nicht von allein aufrecht stehen bleibt. Will man mit der Arbeit kurz pausieren, muss man das Gerät entweder in die vorher montierte Wandhalterung einhängen oder an Ort und Stelle auf dem Boden ablegen."

Philips SpeedPro Max: Akku & Reinigung

"Der Philips Staubsauger besitzt keinen Beutel, sondern ein kleines Staubbehältnis, das ganz einfach mit einem Tastendruck herausgelöst und gesäubert werden kann. Der Akku hat lang genug gehalten, um die gesamte Wohnung (ca. 80 qm) zu saugen. Allerdings habe ich durchgehend im Eco- und Normal-Modus gesaugt, benutzt man den Turbo-Modus, ist die Batterie sehr schnell leer."

Pro & Contra: Was der Akkusauger von Philips kann und was nicht

+ kabellos
+ kein Staubsaugerbeutel benötigt
+ abnehmbarer Handstaubsauger
+ verschiedene Saugprogramme
+ kommt in alle Ecken und unter Möbel
+ schnelle und gründliche Reinigung

- auf Dauer schweres Gewicht
- kein fester Stand
- Akku hält im Turbo-Modus nicht lange

Christinas Fazit: Schnell, kabellos, für kleine Wohnungen super

"Ich würde den Akkusauger von Philips auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Saugleistung ist top und das Gerät ist vor allem dann praktisch, wenn man in vielen kleinen Ecken oder unter Möbeln saugen möchte. Und auch mit dem Handstaubsauger können schnell Krümel und Haare beseitigt werden.

​Für alle, die es also mal eilig haben oder einen Raum nur mal kurz durchsaugen wollen, ist der Staubsauger von Philips top geeignet. Soll ein ganzes Haus oder mehrere Zimmer gründlich gereinigt werden, kommt der Akku-Sauger und man selbst aber an seine Grenzen. Denn die Akkuleistung reicht nicht immer vollkommen aus, und auch das Gewicht wird auf Dauer etwas schwer."

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