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Studie: DAS ist der Grund, warum sich deine Katze schlecht benimmt

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 9. August 2019

Habt ihr euch schon immer gefragt, warum eure Katzen so unglaublich quengelig und tollpatschig sind oder sich wie eine richtige Diva verhalten? Eine Studie hat herausgefunden: Vermutlich seid ihr daran selbst Schuld.

Katzen sind süß, flauschig... und manchmal extrem nervig! Sie schmeißen unsere neue Vase herunter, verteilen in der ganzen Wohnung Katzenstreu, sie quengeln uns um 3 Uhr morgens die Ohren voll oder leiden unter maßloser Selbstüberschätzung, wenn sie mal wieder versuchen auf den Schrank zu springen und dabei – natürlich – kläglich scheitern.

Ihr habt euch schon immer gefragt, warum eure Katzen euch das alles antun? Tja, scheinbar sind sie nicht einfach so zu kleinen Neurotikern oder Diven geworden. Eine britische Studie hat nämlich herausgefunden, dass Katzen vermutlich die Persönlichkeitszüge ihrer Besitzer imitieren. Sowohl die guten als auch die schlechten.

Katzen spiegeln das Verhalten ihrer Besitzer wider

Forscherteams der University of Lincoln und der Nottingham Trent University aus Großbrittannien haben im Zuge einer Studie das Verhalten von Katzen und ihren Haltern analysiert. Die Ergebnisse, die in der Zeitschrift 'Plos One' veröffentlicht wurden, zeigen: Viele Eigenschaften, die der Besitzer einer Katze besitzt, können auch bei seinem Haustier festgestellt werden.

Für die Studie wurden mehr als 3300 Katzenhalter zu ihren wichtigsten psychologischen Merkmalen wie Offenheit, Pflichtbewusstsein, Verträglichkeit, Neurotizismus und Extraversion befragt. Im Anschluss sollten sie Angaben zum Charakter ihrer Katzen machen.

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass Katzenhalter mit eher neurotischen Charakterzügen auch Katzen besaßen, die eher unsicher, reizbar und nervös waren. Auch extrem aggressives oder ängstliches Verhalten bei Katzen ließ sich auf den eher emotional instabilen Charakter ihrer Besitzer zurückführen. Je emotional instabler ein Katzenhalter, desto schlechter ging es auch dem Haustier.

Katzenhalter, die selbst sehr extrovertiert und offen für Neues waren, gaben auch ihren Vierbeinern mehr Freiraum, wodurch diese ausgeglichener und kontaktfreudiger waren.

Parallelen zur Eltern-Kind-Beziehung

Was die Studie besonders interessant macht: Die Ergebnisse, zu denen die Forscherteams kamen, ähneln denen, die es zur Beziehung von Eltern zu ihren Kindern gibt.

Bisher gibt die Studie aber nur erste Hinweise darauf, dass der Charakter eines Katzenhalters den seiner Katze beeinflusst. Ob es tatsächlich eine Korrelation gibt, muss noch in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

Also beim nächsten Mal, wenn ihr euch über die seltsamen Macken eurer Katze aufregt, überlegt erstmal: Ist eure Katze wirklich so unbeholfen oder hat sie sich das vielleicht bei euch abgeschaut?

Im Video: Das sind die 5 schlausten Katzenrassen - ist eure dabei?

von Nicola Pohl

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