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Zero Waste: 5 geniale Produkte für weniger Plastik im Alltag

von Jessica Stolz Veröffentlicht am 16. August 2018
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Leere Joghurtbecher, Plastiktüten und Shampooflaschen - in Deutschland verbraucht jeder von uns durchschnittlich 37 Kilogramm Plastik im Jahr. Und es wird immer mehr. Wir verraten euch, warum Plastik so schädlich für uns und unsere Umwelt ist und wir ihr euren Verbrauch ganz einfach reduzieren könnt.

Das Lieblingsrestaurant serviert die Cocktails mit Plastikstrohhalmen, beim Einkaufen ist das Obst und Gemüse in Plastik eingeschweißt und selbst in Kosmetikprodukten befindet sich Plastik - irgendwie scheint man im Alltag um Plastik einfach nicht herum zu kommen. Wir begegnen dem Kunststoff ständig - dabei ist er doch so schädlich für die Umwelt. Viele schalten da gleich ab und denken, sie alleine könnten ja sowieso nichts bewirken. Das ist aber völlig falsch. Wir verraten euch, wie ihr mit ein paar einfachen Tricks jede Menge Plastik im Alltag einsparen könnt.

Warum ist Plastik so schädlich für uns?

Dass Plastik schlecht für uns Menschen und auch für unsere Umwelt ist, wissen wir. Aber warum ist das eigentlich so? Das allergrößte Problem ist, dass Plastik sich nicht abbaut. Es zerfällt irgendwann in kleine Teile und wird zu Mikroplastik, welches weniger als fünf Millimeter groß ist. Und genau das ist das größte Problem für uns Menschen.

Schon heute nehmen wir ohne es zu wissen Mikroplastik zu uns. Es schwimmt im Meer und Fische nehmen es durch ihre Nahrung auf - damit haben auch wir Menschen es in uns. Doch auch wer keinen Fisch isst, darf jetzt leider nicht erleichtert aufatmen. Auch in Honig, Milch und sogar im Trinkwasser ist bereits Mikroplastik entdeckt wurden.

Die Folgen für uns Menschen: Fettleibigkeit, Allergien, Herzkrankheiten und Krebs. Im Grunde vergiften wir uns also durch unseren enormen Plastik-Konsum selbst. Weil wir die Folgen aber nicht sofort, sondern erst Jahre später merken, vergessen wir leider so oft, wie schädlich Plastik ist.

Doch nicht nur für uns Menschen ist Plastik ungesund - auch für die Tiere hat es schlimme Auswirkungen. Fische, Robben, Delfine und Schildkröten verheddern sind im Plastikmüll und verenden qualvoll. Außerdem verwechseln sie Plastik mit Nahrung und sterben durch den Konsum.

Was kann ich tun?

Jetzt einfach nur alles schwarzzumalen, bringt natürlich nichts. Denn wir können so einfach etwas dagegen tun! Natürlich kann niemand von heute auf morgen seinen Plastikkonsum komplett einstellen. Doch es reicht schon, wenn wir anfangen, das Plastik in unserem Alltag zu reduzieren. Es muss deshalb gar nicht unbedingt "Zero Waste" sein, sondern vielleicht eher "Less Waste", also "weniger Müll". Denn wenn jeder auf der Welt seinen Plastikkonsum nur etwas minimieren könnte, wäre das schon ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Auch wir sind leider "Zero Waste"-Anfänger und längst keine Experten. Doch dafür gibt es ja auch Spezialisten, die sich mit dem Thema auskennen und hilfreiche Bücher geschrieben haben. Falls ihr euch also mehr damit beschäftigen wollt, ist dieses Buch ist ein super Einstieg für alle, die müll-freier leben wollen.

Die Autorin dieses Buchs, Louisa Dellert, hat außerdem einen tollen Instagram-Account, auf dem sie ihre Follower für dieses Thema sensibilisieren möchte. Nicht belehrend, sondern alltagstauglich und auf Augenhöhe. We like!

1. Strohhalme aus Glas statt aus Plastik

Egal ob Eiscafé, Cola oder Cocktails - es macht einfach mehr Spaß seine Lieblingsdrinks aus einem Strohhalm zu trinken. Aber muss es wirklich ein Plastikstrohhalm sein? Ein Plastikstrohhalm hat eine durchschnittliche Lebensdauer von wenigen Minuten - wir trinken einmal daraus und schmeißen ihn dann weg. Wir finden: Das muss nicht sein! Es gibt viele tolle Alternativen zum Plastikstrohhalm: Strohhalme aus Glas, Bambus oder Edelstahl sind die deutlich umweltfreundlichere Alternative.

Unser Favorit sind definitiv die Glasstrohhalme. Anders als zum Beispiel der Strohhalm aus Edelstahl ist ein Glasstrohhalm vollkommen geschmacksneutral. Und auch um die Hygiene braucht ihr euch absolut keine Sorgen zu machen. Der Strohhalm kann ganz normal in der Spülmaschine gewaschen werden. Wegen seiner glatten Oberfläche bleibt absolut kein Schmutz hängen. Und ganz nebenbei sieht so ein Glasstrohhalm auch noch deutlich edler aus als ein Plastikstrohhalm.

2. Einkaufskorb statt Plastiktüten

Eigentlich wissen wir es schon längst - Plastiktüten sind mindestens genauso schlecht für die Umwelt wie Plastikstrohhalme. Und trotzdem ertappen wir uns immer wieder dabei, wie es am Ende eines Einkaufs doch die Plastiktüte wird. Versucht lieber auf einen Einkaufskorb umzusteigen. Dort könnt ihr genauso viel unterbringen, wie in einer Tüte und ihr könnt ihn immer und immer wieder verwenden.

Gerade bei spontanen Einkäufen, passiert es schnell, dass wir unseren Einkaufskorb vergessen. Auch hierfür gibt es eine plastikfreie Lösung: In den Geschäften stehen in den Regalen ganz oft leere Pappkartons herum. Schnappt euch einfach einen von ihnen und transportiert den Einkauf darin. Schon habt ihr im Handumdrehen wieder etwas Plastik gespart. Eine weitere Alternative sind faltbare Einkaufstaschen - die passen in jede Handtasche und können immer und immer wieder verwendet werden.

3. Obst- und Gemüsenetze statt Plastiktüte

Jeder kennt es: Man geht einkaufen, nimmt sich vor keine Plastiktüte mehr für den Einkauf zu verwenden und dann steht man vor der Obst- und Gemüsetheke, an der man die Lebensmittel in Plastiktüten abwiegen muss. Für die Gurken eine eigene Tüte, für die Tomaten eine eigene und für die Bananen auch - ruckzuck hat man wieder massig an Plastik verbraucht. Das geht auch anders! Es gibt tolle, umweltfreundliche Obst- und Gemüsenetze, die fast genauso wenig wiegen wie eine Plastiktüte. Das Obst einfach dort reinschmeißen, abwiegen und den Zettel aufs Netz kleben. Voilá, schon habt ihr im Alltag wieder jede Menge Plastik eingespart.

4. Shampoo ohne Plastikverpackung

Haarshampoos oder Duschgels aus Plastikverpackungen sind sogar doppelt schlimm für die Umwelt. Zum einen sorgen allein schon die Verpackungen für jede Menge Plastikmüll. Zum anderen ist in den meisten Shampoos Mikroplastik enthalten, welches beim Duschen ins Abwasser und somit in die Umwelt gelangt. Das beides muss nicht sein.

​Es gibt festes Shampoo zu kaufen, mit dem man genauso sauber wird, wie mit dem aus der Plastikverpackung. Naturkosmetik-Marken verzichten außerdem auf Mikroplastik in der Seife. Zugegeben: Besonders eure Haare werden ein wenig brauchen, um sich an dieses Shampoo zu gewöhnen. Doch schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich daran und leistet ganz nebenbei einen unglaublich großen Beitrag für die Umwelt.

5. Zeitung statt Geschenkpapier

Auch das ist ein Tipp, der wirklich einfach umzusetzen ist. Geschenkpapier sieht zwar hübsch aus, wir tun unserer Umwelt damit aber überhaupt nichts Gutes. Besonders zur Weihnachtszeit wird unglaublich viel Geschenkpapier weggeschmissen. Geschenke schön einpacken könnt ihr aber auch mit Zeitungspapier. Das ist deutlich umweltfreundlicher als Geschenkpapier und man kann seine Zeitung so nach dem Lesen noch sinnvoll wiederverwenden. Das Beste: Es sieht super individuell und stylisch aus.

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