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Zimmerpflanzen pflegen: DAS sind die 6 häufigsten Fehler

von Nicola Pohl Veröffentlicht am 22. Juni 2019

Die Blätter hängen und werden gelb, die Erde riecht moderig oder eure Pflanzen wollen einfach nicht wachsen? Wir verraten euch, wie ihr Zimmerpflanzen richtig pflegt und häufige Fehler vermeidet.

Grün in der Wohnung ist nicht nur schön, sondern gerade auch total im Trend. Doch auch wenn immer mehr Menschen Zimmerpflanzen kaufen, macht das nicht direkt jeden zum Pflanzenexperten. Und es gibt eine Reihe von Fehlern, die wir fast alle beim Zimmerpflanzen pflegen machen.

Wir klären über die häufigsten Pflegefehler auf und verraten euch, wie ihr eure Zimmerpflanzen ab jetzt richtig pflegen könnt.

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Fehler #1: Zu viel Wasser

Es ist vermutlich der häufigste Fehler beim Zimmerpflanzen pflegen und einer der Gründe, warum Pflanzen eingehen: Wir gießen sie einfach zu viel. Klar, Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen, aber häufig überschätzen wir die benötigte Wassermenge und meinen es einfach zu gut. Denn nur weil die Erde trocken aussieht, heißt das noch lange nicht, dass auch im Inneren des Topfes nicht mehr genug Feuchtigkeit vorhanden ist.

Das Problem an zu viel Wasser? Die Erde ist so mit Wasser gesättigt, dass die Wurzeln der Pflanze sie nicht mehr aufnehmen können. Die Folge: Die Wurzeln eurer Zimmerpflanzen sind zu nass und fangen an zu faulen. Dadurch kann die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen und stirbt langsam ab.

Die Symptome:

  • Erde riecht moderig oder schimmelt
  • Blätter werden gelb
  • kleine Fliegen (Trauermücken) schwirren um den Topf herum

Die Lösung:
Um eure Zimmerpflanzen richtig zu pflegen, solltet ihr vor dem nächsten Gießen schauen, ob die Erde noch feucht genug ist. Steckt dazu den Finger einige Zentimeter in die Erde: Ist die Erde nass oder feucht, könnt ihr noch warten. Fühlt sich die Erde trocken an, wird gegossen. Sukkulenten und Kakteen kommen außerdem lange ohne Wasser aus und müssen nur selten gegossen werden.

Unser Tipp: Noch besser klappt das mit einem Feuchtigkeitsmesser (gibt's hier bei Amazon). Der zeigt zuverlässig an, ob gegossen werden muss.

Fehler #2: Falscher Standort

Pflanzen brauchen Licht zum Wachsen, also ist eine sonnige Fensterbank perfekt, oder? Falsch! Pauschal lässt sich darüber nämlich gar keine Aussage treffen, da jede Pflanze andere Ansprüche an den Standort hat. Während Kakteen und Sukkulenten es zum Beispiel meist sonnig und trocken mögen, bevorzugen andere Pflanzen halbschattige Plätze oder eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Die Symptome:

  • Blätter verblassen, werden gelb oder rollen sich (zu viel Sonne)
  • Blätter werden gelb / lange Triebe und kleine Blätter (zu wenig Licht)
  • Blätter bekommen braune Spitzen (zu trockene Luft)

Die Lösung:
Ihr solltet eure Zimmerpflanzen am richtigen Standort pflegen, wenn sie auf Dauer gut gedeihen sollen. Informiert euch also bestenfalls vor dem Kauf einer Pflanze, welche Ansprüche sie hat. So könnt ihr abschätzen, ob diese in eurer Wohnung überhaupt erfüllt werden können.

Unser Tipp: Habt ihr einen guten Standort gefunden, solltet ihr eure Pflanze möglichst nicht mehr umstellen. Denn ein Standortwechsel bedeutet jedes Mal Stress für eure Zimmerpflanzen.

Im Video: Die besten Pflanzen fürs Badezimmer

Fehler #3: Zimmerpflanzen nicht düngen

Wusstet ihr, dass Pflanzen regelmäßig Nährstoffe brauchen, um gut zu wachsen? Wenn wir eine neue Pflanze kaufen oder sie gerade umgetopft haben, gedeiht sie nämlich meist noch prächtig, doch spätestens nach einigen Monaten scheint das Wachstum dann zu stagnieren. Der Grund: Pflanzenerde ist meist nur mit Dünger für 4-6 Wochen versetzt, danach müsst ihr eure Pflanzen selbst düngen, damit sie Nährstoffe bekommt. Und das ist super wichtig, wenn ihr eure Zimmerpflanzen richtig pflegen möchtet.

Die Symptome:

  • Pflanze wächst nicht mehr oder nur noch sehr langsam
  • Blätter werden gelb


Die Lösung:
In der Wachstumszeit von etwa März bis Oktober sollten Pflanzen regelmäßig gedüngt werden. Je nach Pflanze ein bis zwei Mal pro Monat oder auch seltener. Ebenfalls wichtig ist der richtige Dünger: Orchideendünger, Grünpflanzendünger oder Kakteendünger - die Nährstoffe sollten zur Pflanze passen. Verschiedene Dünger findet ihr hier bei Amazon.

Fehler #4: Zimmerpflanzen nicht umtopfen

Wann habt ihr eure Pflanzen zum letzten Mal umgetopft? Wenn ihr euch nicht mehr daran erinnern könnt, wird es jetzt vielleicht Zeit. Hebt den Plastiktopf am besten an und werft einen Blick darunter. Wenn bereits Wurzeln aus den Abflusslöchern wachsen, ist es höchste Zeit für einen neuen Topf.

Die Symptome:

  • Pflanze wächst nicht mehr oder nur noch sehr langsam
  • Wurzeln wachsen oben aus der Erde oder unten aus dem Topf


Die Lösung:
Wenn ihr eure Zimmerpflanzen richtig pflegen möchtet, gönnt ihnen einen neuen, größeren Topf. Wählt dabei am besten einen Topf, der eine Nummer größer ist als der letzte. Ein zu großer Topf kann schnell zur Überwässerung führen, da mehr Erde als Wurzeln vorhanden ist.

Fehler #5: Zimmerpflanzen falsch einpflanzen

Beim Zimmerpflanzen pflegen kann einiges schiefgehen: Da jede Pflanze unterschiedliche Bedürfnisse hat, ist auch nicht jede Blumenerde aus dem Gartencenter für jede Pflanze gleich gut geeignet. Kakteen und Sukkulenten bevorzugen beispielsweise ein sehr durchlässiges Substrat, sodass keine Staunässe entsteht. Auch für normale Grünpflanzen solltet ihr hochwertige Pflanzenerde kaufen, denn billige Erde verdichtet sich auf Dauer und die Wurzeln eurer Pflanzen ersticken.

Die Symptome:

  • Staunässe / Wurzeln verfaulen
  • Blätter werden gelb


Die Lösung:
Informiert euch über eure Pflanze und wählt dementsprechend die richtige Erde aus. Pflanzt eure Pflanzen niemals direkt in einen Topf ohne Abflusslöcher. Beim Gießen entsteht dann nämlich Staunässe und eure Pflanzen verfaulen. Am besten auf den Boden des Topfes immer eine Drainage aus zum Beispiel Blähton (gibt's hier bei Amazon) geben.

Unser Tipp: Mischt die Erde für eure Pflanzen selbst an. Dafür könnt ihr zum Beispiel normale Grünpflanzenerde verwenden und sie mit etwas Perlit oder Pinienborke vermengen, um sie aufzulockern. So kommt auch auf Dauer genug Sauerstoff an die Wurzeln eurer Pflanze.

Fehler #6: Schädlinge zu spät erkennen

Die Blätter werden gelb oder bekommen Flecken - und euch ist schleierhaft warum? Nicht immer sind Pflegefehler daran Schuld, wenn es eurer Pflanze schlecht geht. Häufig machen Schädlinge wie Spinnmilben, Thripsen oder Blattläuse unseren Zimmerpflanzen zu schaffen. Sind sie einmal erkannt, lassen sie sich sowohl mit Hausmitteln als auch chemischen Mitteln gut bekämpfen. Doch häufig werden sie erst erkannt, wenn es schon fast zu spät ist und die Pflanze bereits offensichtlich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die Symptome:

  • Blätter werden gelb und verwelken
  • Blätter rollen sich ein
  • Blätter bekommen Flecken oder Verfärbungen


Die Lösung:
Beim Zimmerpflanzen pflegen kontrolliert ihr sie am besten regelmäßig auf Schädlinge, zum Beispiel bei jedem Gießen. Schaut euch dabei vor allem die Blattachseln und Blattunterseiten an, da Schädlinge sich häufig dort verstecken. In vielen Fällen, vor allem bei keinem zu starken Befall, hilft es bereits, die Pflanzen kräftig unter der Dusche abzuduschen. Auch diverse Hausmittel und natürliche Mittel wie Niemöl helfen häufig sehr gut gegen Schädlinge. Bekommt ihr die Plage damit nicht in den Griff, gibt es auch chemische Mittel zur Bekämpfung. Lasst euch dazu am besten im Gartencenter beraten. Bei Amazon findet ihr verschiedene Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen.

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