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Abnehmen in Rekordzeit mit der Detox-Diät: Was ist dran am Abnehm-Hype?

Diane Buckstegge Veröffentlicht von Diane Buckstegge
Veröffentlicht am 28. Januar 2016

Wenn die Lieblingsjeans zu eng wird, ist es höchste Zeit für eine Diät! Damit man möglichst fix erste Veränderungen sieht, probieren viele eine Detox-Diät aus. Die verspricht schnelle Resultate und soll noch dazu den Körper von Giftstoffen befreien.

Bei der Detox-Diät dreht sich alles um das Entgiften und Entschlacken des Körpers, denn dafür steht der Begriff 'Detox'. Laut der Theorie, die der Detox-Diät zugrunde liegt, sorgt eine zucker- und eiweißreiche Ernährung dafür, dass lästige Pfunde schneller angesetzt werden. Durch die Detox-Diät sollen die Verdauungsorgane entlastet werden und der Körper jede Menge neue Energie bekommen.

Es gibt verschiedene Arten der Detox-Diät, die über einen Zeitraum von sieben bis zu 21 Tagen durchgeführt werden. Während dieser Zeit verzichtet man auf feste Nahrung. Die Detox-Diät ist damit eine moderne Form des Heilfastens.

So funktioniert die Detox-Diät: die Fastenphase

Die Detox-Diät ist in die Fastenphase und die Aufbauphase unterteilt. Während der Fastenphase, die zwischen einer und drei Wochen dauern kann, sind feste Lebensmittel verboten. Stattdessen dürft ihr frisch gepresste Gemüse- und Obstsäfte trinken sowie Gemüsebrühe. Teilweise wird empfohlen, Präparate zur Nahrungsergänzung zu nehmen, um einigermaßen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Die Säfte und die Brühe nehmt ihr über den Tag verteilt in vielen kleinen Portionen zu euch. Dadurch soll der Entschlackungsprozess angeregt werden. Daneben gibt es viel Wasser und ungezuckerten Tee, mindestens 2,5 bis 3 Liter sollten es pro Tag sein. Kaffee, Alkohol, gezuckerte Getränke sowie Zigaretten sind in der Fastenphase der Detox-Diät verboten.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen oder ein generelles Gefühl von Schwäche sind klassische Begleiter der Detox-Diät, die speziell in den ersten drei Tagen auftreten. Danach geht es vielen aber besser.

Auch wenn ihr euch nicht so fit fühlt, bewegt euch trotzdem und macht Spaziergänge an der frischen Luft. Das belebt den Kreislauf. Wechselduschen und Bürstenmassagen sorgen ebenfalls für ein wenig Energie. Und durch Leberwickel soll das Ausscheiden der Giftstoffe gefördert werden.

Fällt euch das richtige Fasten zu schwer, gibt es auch Varianten der Detox-Diät, bei denen feste Nahrung in Form von Gemüse und Obst erlaubt ist.

Detox-Diät: die Aufbauphase

Habt ihr die Fastenphase nach sieben bis 21 Tagen abgeschlossen, beginnt die Aufbauphase. Ihr dürft jetzt nach und nach wieder feste Nahrung in euren Tagesablauf integrieren. Je nach Detox-Diät dauert die Aufbauphase bis zu sieben Tage. An Tag eins geht ihr wie in der Fastenphase vor, esst aber mittags einen kleinen Salat oder gegartes Gemüse. Am nächsten Tag kommt etwas Obst hinzu, dann eine Portion Haferflocken, bis ihr am Ende der Woche wieder alle Mahlzeiten aufgenommen haben. Wichtig ist, dass ihr es weiterhin langsam angehen lasst. Meidet fette oder süße Speisen und esst nur kleine Portionen, sonst überlastet ihr euren Magen.

Fazit: Die Detox-Diät auf dem Prüfstand

Das große Plus der Detox-Diät: Ihr werdet sehr schnell Abnehmen. Schließlich nehmt ihr nur rund 400 Kalorien pro Tag zu euch statt 2000 und mehr. Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät trotzdem von der Detox-Diät bzw. jedweder Form des Fastens zum Abnehmen ab: "Beim gesunden Menschen ist nichts gegen ein paar Fastentage einzuwenden. Zum Abnehmen eignet sich Fasten jedoch keinesfalls. Die Gewichtsabnahme ist hier nur ein Nebeneffekt. Niemand lernt in dieser Zeit, wie er seine Ernährung ausgewogener gestaltet.“ Wird nach der Detox-Diät wieder normal gegessen, sind die verlorenen Kilos ganz schnell wieder drauf, Jo-Jo-Effekt sei Dank.

Auch dem Thema Entgiftung steht die Ernährungsexpertin von der DGE kritisch gegenüber. "Nahrungsentzug entschlackt oder entgiftet den Körper nicht. Schlacken werden in Leber und Niere abgebaut und anschließend ausgeschieden, der Körper sammelt sie nicht an. Der Körper speichert aber fettlösliche Schadstoffe im Fettgewebe", so Restemeyer. "Durch den Fettabbau bei der Detox-Diät werden diese freigesetzt und gelangen in den Organismus. Ob diese Stoffe dann ausgeschieden werden, ist wissenschaftlich nicht hinreichend geklärt."

Wer abnehmen möchte, sollte statt der Detox-Diät lieber auf eine langfristige Veränderung des Ernährungsverhaltens setzen. Greift öfter zu Obst und Gemüse sowie Brot, Nudeln und Reis aus Vollkorn. Bevorzugt fettarme Milch und Milchprodukte sowie Fleisch. Esst fett- und zuckerreiche Lebensmittel eher selten und trinkt auch Alkohol nur in Maßen.

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