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Beikostplan: Die optimale Babynahrung für das erste Jahr

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 3. September 2016
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Endlich ist es soweit, langsam lernt dein Baby zu essen. Wie das abläuft, erfährst du hier.

Nach rund 5 Monaten Mutter- oder Flaschenmilch ist es an der Zeit, das Baby an neue Lebensmittel zu gewöhnen. Zum einen benötigt das Kind langsam mehr Nährstoffe, zum anderen zeigt es auch von sich aus immer mehr Interesse an Essen. So weit so gut, aber wie geht man dabei vor? Gerade zu diesem Thema gibt es scheinbar unerschöpfliche Massen an sinnvollen und weniger sinnvollen Ratschlägen, Verboten und Trends. Wir haben das Wichtigste für euch zusammengefasst.

Wann ist dein Baby bereit für Essen?

Mama und Papa immer nur beim Essen zusehen? Pah! Ganz allmählich scheint euer Baby förmlich mit den Augen mitzuessen, als könne es kaum abwarten, bis der Löffel endlich in seine Richtung wandert. Spätestens dann, beziehungsweise zwischen dem Beginn des 5. und dem Ende des 6. Lebensmonats, ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Einführen von Beikost zu beginnen. Selbstverständlich entwickelt sich jedes Kind ganz individuell. Sobald es den Kopf alleine halten kann, aufrecht sitzt und sich vielleicht schon der erste Zahn zeigt, ist es bereit.

Bitte beachtet: ​Vor Ende des 4. Lebensmonats sind die Verdauungsorgane eures Kindes noch nicht bereit für Beikost - euer Kind wird dann mit Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen auf die Beikost reagieren.

Was ist Beikost?

Tatsächlich handelt es sich zunächst um reine Beikost, denn weiterhin bekommt das Baby Milchmahlzeiten, die im ersten Lebensjahr auch die Hauptnahrungsquelle bleiben. Damit aber der steigende Nähstoffbedarf gedeckt wird, muss langsam zugefüttert werden.
Achtung: Bitte verwechselt Beikost nicht mit Breikost.

Langsam an die neue Nahrung gewöhnen

Gestartet wird mit einem fein pürierten Gemüsebrei. Für den Anfang genügen zwei bis drei Teelöffel, dann wird die Menge langsam gesteigert. Dieser besteht zunächst nur aus einer Sorte, damit sich das Kind an den neuen Geschmack gewöhnen kann. So könnt ihr auch feststellen, ob vielleicht eine Unverträglichkeit oder Allergie besteht.

So könnte der Beikostplan zwischen dem 5. und 7. Monat aussehen:

  • Die erste Mahlzeit am Morgen: Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf auch vormittags)
  • Das Mittagsmenü: Gemüsebrei + Muttermilch oder Anfangsmilch (zum Sattwerden)
  • Am Nachmittag gibt es dann nochmal Muttermilch oder Anfangsmilch.
  • Abends noch einmal Muttermilch oder Anfangsmilch

​Ungefähr nach 4 Wochen darf es zum Mittagsbrei schon etwas mehr sein:

  • Gemüse-Kartoffel-Brei + Muttermilch oder Anfangsmilch (nach Bedarf zum Sattwerden)

  • Später können ruhig auch zwei Gemüsesorten, die dann auch mit püriertem Fisch oder Fleisch erweitert werden, gefüttert werden. Nach weiteren 4 Wochen könnte die Mittagsmahlzeit so aussehen: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei + Getränk (Wasser)

Selbstverständlich ist jedes Kind verschieden, auch in seiner Entwicklung. Manche Kinder brauchen etwas mehr Zeit und Geduld bis sie einen ganzen Mittagsbrei schaffen. Drängt sie nicht, habt ganz viel Geduld.

Gemüsebrei für das junge Gemüse

Diese Gemüsesorten bieten sich am besten für den Beikost-Start an: Möhren, Fenchel, Pastinaken, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kürbis und Zucchini.

Nach einiger Zeit könnt ihr Kartoffeln untermischen. Eine Mahlzeit entspricht dann circa 100g Gemüse und 50 g Kartoffeln.

Zusätzlich zu den Milchmahlzeiten und den ersten Breimahlzeiten ist es wichtig, dass ihr eurem kleinen Schützling auch zu trinken anbietet. Ideal sind stilles Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees.

Babys Ernährung mit 12. Monaten

Gegen Ende des 1. Lebensjahres könnte der Speiseplan eures Kindes folgendermaßen aussehen:

  • morgens eine Milchmahlzeit
  • mittags ein Gemüse-Kartoffel-(Fleisch-)Brei
  • nachmittags ein Getreide-Obst-Brei
  • abends ein Milch-Getreide-Brei
  • nachts wird nach Bedarf gestillt bzw. die Flasche gegeben


Dabei solltet ihr euch jedoch weniger an einem Plan orientieren als vielmehr an eurem Kind. ​​Schnell genug wollen es die Kleinen selbst in die Hand nehmen und versuchen selbstständig zu essen - ganz wie die Großen.

Säuglinge können ideal mit gekaufter oder selbstgemachter Beikost ernährt werden. Am besten ist vermutlich eine Mischung beider Varianten.

​Kartoffeln, Gemüse & Fleisch: Babybrei selber kochen geht ganz leicht!

​Wollt ihr die Beikost selbst zubereiten, solltet ihr die Zutaten langsam dünsten, damit die wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben. Anschließend werden die Zutaten mit etwas Garwasser zu einem Brei püriert. Hier ist es natürlich sinnvoll etwas mehr vorzukochen und in kleinen Portionen zu konservieren. So habt ihr bei Bedarf rasch eine Mahlzeit parat.

Weitere Informationen zum Thema Baby findet ihr bei onmeda.de

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von Jane Schmitt 5 403 mal geteilt
Das kennt garantiert jede Mama: So einfach können wir die Laune unseres Kindes ruinieren!

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