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Gesundes Essen für Babys und Kleinkinder

von Redaktion Veröffentlicht am 29. Juni 2011

Vorweg: Es gibt keine guten oder schlechten Lebensmittel. Wie bei vielem anderen ist die Menge entscheidend. Gesundes Essen für Babys und Kleinkinder beinhaltet Nährstoffe, deren Bedarf in den ersten Lebensmonaten komplett übers Stillen oder die Flaschennahrung gedeckt wird. Später, während der Beikostphase, ist die richtige Kombination aus Breien und Milchmahlzeiten wichtig. Und wenn es in die Phase der Familienkost geht, sollten Sie auf eine ganz normale gesunde Ernährung achten. Hier ein paar Richtlinien zu den Nährstoffen, die gesundes Essen für Babys und Kleinkinder ausmachen.

1. Obst und Gemüse: Gesundes Essen für Babys und Kleinkinder enthält ab der Beikostphase viel Gemüse und, in kleinerem Anteil, Obst. Beide liefern wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Sowohl für Babys als auch für Kleinkinder gilt dabei die 5-am-Tag-Regel: 3x täglich Gemüse, 2x täglich Obst, egal ob roh oder gekocht.

Die klassischen Anfängergemüse für Babys sind Pastinaken und Möhren. Sie können aber auch mit jeder anderen Gemüsesorte starten, wobei es sinnvoll ist, ein Gemüse zu wählen, dass keinen zu kräftigen Geschmack hat. Probieren Sie einfach aus, was Ihrem Baby schmeckt. Variieren Sie aber nicht zu häufig, denn Babys brauchen eine ganze zeitlang, sich an einen neuen Geschmack zu gewöhnen.

Obst: Zum Einstieg mögen die meisten Babys besonders gerne zerdrückte Banane oder Püree aus Apfel und Birne. Natürlich können Sie auch andere Obstsorten ausprobieren, solange sie weich genug für den Gaumen Ihres Babys sind bzw. gekocht und püriert wurden.

Achtung bei Fruchtsäften: Sie liefern zwar auch viele Vitamine. Sie enthalten aber auch viel Zucker. Das ist besonders ein Problem, wenn der Fruchtsaft, schlimmstenfalls auch noch unverdünnt, über die Nuckelflasche getrunken wird. So steigt das Kariesrisiko enorm an – auch wenn Ihr Baby noch gar keine Zähne hat. Außerdem reizt die Süße dazu, dauernd zu nuckeln, was den ersten Effekt noch verstärkt. Eigentlich können Sie ganz auf Fruchtsäfte verzichten, Wasser und Tee reichen einem Baby zum Trinken völlig aus. Wenn Sie das nicht möchten, sollten Sie Fruchtsäfte immer mindestens im Verhältnis Wasser : Saft = 5 : 1 verdünnen.

2. Getreide
Getreide ist das wichtigste Nahrungsmittel für das gesunde Essen für Babys und Kleinkinder, weil es hochwertige Kohlenhydrate, die Hauptenergielieferanten, enthält. Achten Sie im ersten Lebensjahr aber darauf, dass Sie Vollkorngetreide nur im Getreidebrei verwenden. Vollkornbrot und andere Vollkornprodukte kann Ihr Baby jetzt noch nicht richtig verdauen. Den ersten Kontakt zu Getreide kann Ihr Kind über den abendlichen Getreidebrei machen, der Gries, Hirse, Dinkel oder Hafer enthalten kann (was Sie letztendlich verwenden, hängt auch vom Geschmack Ihres Kindes ab). Im Lauf der Beikostphase kommen dann Nudeln, Brot und Reis dazu.

In der ausgewogenen Ernährung von älteren Kindern machen hochwertige Kohlenhydrate etwa 40 Prozent der täglichen Nahrung aus.

3. Kartoffeln
Kartoffeln enthalten viele gute Kohlenhydrate und sollten möglichst oft im warmen Babybrei enthalten sein. Meist wird die Beikostphase mit dem warmen Mittagsbrei begonnen, der erst einmal nur Kartoffeln und ein Gemüse enthält. Mit der Zeit reicht es dann, die Kartoffeln nur noch zu stampfen.

Ältere Kinder mögen oft Salzkartoffeln, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln oder Pommes frites (Achtung beim Fettgehalt).

4. "Minderwertige" Kohlenhydrate
"Minderwertige" Kohlenhydrate sind beispielsweise in Schokolade, Kuchen, Fruchtsäften und Fruchtjoghurts enthalten. Wenn Babys oder Kleinkinder davon zu viel essen, besteht die Gefahr, dass sie übergewichtig werden. Gegen gelegentliche Süßigkeiten ist aber spätestens im zweiten Lebensjahr nichts einzuwenden.

5. Fisch und Fleisch
Es ist möglich, Babys und Kleinkinder vegetarisch zu ernähren – damit das Kind keine Mangelerscheinungen bekommt, sollte man sich dahingehend aber vom Kinderarzt beraten lassen. Achtung: Für Babys sind nicht alle Fleischalternativen geeignet!
Soja beispielsweise sollte im ersten Lebensjahr nicht angeboten werden.

Fleisch liefert Vitamine, Mineralstoffe und besonders Eisen. Darum sollte es bei nicht-vegetarisch ernährten Kindern in ein bis zwei Mahlzeiten pro Woche vorkommen.

In der Beikostphase können Sie beispielsweise Putenbrust zum Mittagsbrei zugeben. Mit der Zeit kann Ihr Baby auch mal an Würstchen knabbern, Leberwurst auf dem Abendbrot essen oder Nudeln mit Hackfleischsoße bekommen. Viele Babys haben die Eigenart, Fleisch nur "auszusaugen" und den Rest wieder auszuspucken, selbst wenn sie eigentlich genug Zähne habe. Das liegt meist daran, dass es für den kleinen Kiefer einfach sehr anstrengend ist, das faserige Fleisch zu kauen. Sie können Ihrem Kind helfen, indem Sie das Fleisch sehr klein schneiden, es weiterhin pürieren oder alternativ Hackfleisch anbieten.

Wichtig ist, dass das Eisen aus dem Fleisch optimal vom Körper aufgenommen wird. Sie können das unterstützen, indem Sie Fleisch mit Vitamin C kombinieren. Bei größeren Kindern geht das über ein Glas Orangensaft, bei Babys können Sie als Nachtisch Fruchtpüree anbieten oder dem Brei einen Schuss Fruchtsaft zugeben.

Fisch liefert Omega-3-Fettsäuren und Jod. In der gesunden Ernährung für Babys und Kleinkinder steht Fisch mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan. Aber Achtung vor Gräten!

6. Milch und Eier
In den ersten Lebensmonaten bedeutet gesundes Essen für Ihr Kind: Milch! Mit der Beikost wird Milch dann zwar als Haupnahrungsmittel abgelöst, ist aber weiter wichtiger Bestandteil in der Ernährung für Ihr Kind, da der Hauptbedarf an Kalzium über sie gedeckt wird. Im ersten Lebensjahr können Sie Ihr Kind zum einen neben den anderen Mahlzeiten weiter stillen. Viele Kinder trinken auch gerne nachts eine Flasche Säuglingsmilch ("Pre" oder "1"er reichen da völlig aus).

Sie können Ihrem Kind aber tatsächlich auch schon im ersten Lebensjahr Kuhmilch anbieten, zum Beispiel ein Glas Milch zum Frühstück oder Abendessen. Wichtig: Ihr Kind sollte nicht allergiegefährdet sein und nach und nach an Kuhmilch gewöhnt werden. Der Kalziumbedarf kann außerdem über Milchprodukte wie Käse, Milchbreie, Joghurt, Quark (den aber besser erst im zweiten Lebensjahr) und andere gedeckt werden.

Vorsicht bei Hühnereiern: Wer ein allergiegefährdetes Kind hat, sollte Eier im ersten Lebensjahr aus der Ernährung seines Babys streichen. Für alle anderen Kinder gilt: Ob gekocht, gerührt oder im Essen verarbeitet – ein bis drei Eier in der Woche, zum Beispiel in leckeren Pfannkuchen verarbeitet, sind Bestandteil des gesunden Essens für Kleinkinder.

7. Fett
Fett ist im gesunden Essen für Babys und Kleinkinder unerlässlich. Wichtig ist nur, dass es sich um das richtige Fett handelt. Für den klassischen Babybrei wird meistens Rapsöl empfohlen, weil es gesunde Fettsäuren liefert und einen milden Geschmack hat. Auch Avocados enthalten "gutes" Fett und lassen sich gut unter einen Brei mischen.

Fast Food und Süßigkeiten braucht ein Baby nicht. Die enthaltenen Fette sind in zu großer Menge ungesund und führen lediglich zu Übergewicht. Trotzdem: Die Menge macht's. Wenn Ihr Kind Interesse daran zeigt, weil es ältere Geschwister beobachtet und neugierig ist, sollten Sie nur darauf achten, dass es nicht zu viel und zu häufig Süßes und Fettes isst. Außerdem sollte es nur Essen bekommen, dass es selber kauen und woran es sich nicht verschlucken kann.
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von Redaktion

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