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Kleine ganz groß: Wie Kinder lernen alleine zu spielen - und warum das so wichtig ist!

von Redaktion Veröffentlicht am 13. März 2017
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Alleine zu spielen ist gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß, wie man das macht. So einfach bringst du es deinem Kind bei - und du brauchst dafür weder TV noch Tablet!

Als Eltern seid ihr nicht die einzigen, die sich manchmal Zeit für sich wünschen – lasst euer Kind erkennen, wie schön es sein kann, sich selbst zu beschäftigen und alleine zu spielen. Ihr alle werdet eine solche Pause genießen.

Gebt es zu: Manchmal wünscht ihr euch, dass euer Kind nur für einen kurzen Moment eine magische Sendepause hätte. Nur für eine halbe Stunde, das würde schon ausreichen, zum Zeitunglesen oder um sich mit einer Freundin zu unterhalten oder ungestört die Wäsche aufzuhängen.

Vermeidet ständige Reizüberflutung

Habt ihr euch aber auch mal überlegt, dass ihr eurem Kind kaum die Zeit gebt, alleine zu spielen? Sind es nicht die Eltern, Verwandte oder Freunde, die das Kind bespaßen, so sind es technische Geräte wie TV oder Tablet, die die Aufmerksamkeit des Kindes ständig auf sich ziehen. Da gibt es keine Zeit für Entspannung, weder für euer Kind, noch für euch – so bringt ihr eurem Kind ja bei, dass es immer jemand anderen braucht, um beschäftigt zu sein. Zusätzlich sind viele Kinder in diesen Situationen völlig überfordert und kommen mit der Reizüberflutung nicht zu Recht. ​(Selbstverständlich darf das Kind auch mal ein bisschen vor dem Fernseher verbringen, solange es kindgerechte Inhalte sind und es nur mal 20 Minuten sind.)

Wenn du deinem Kind beibringst alleine zu spielen, also sich mit sich selbst zu beschäftigen, machst du ihm ein Geschenk. Dann hat dein Kind Zeit für freies Malen und Gekritzel, eine Burg aus Kartons zu bauen, sich die Marienkäfer auf der Wiese genau anzusehen oder in den Wolken fantastische Wesen zu entdecken. All das kann Fantasie, Kreativität, komplexe Gedankengänge und Selbstvertrauen deines Kindes fördern.

4 Gründe, weshalb es gut für euer Kind ist, alleine zu spielen

1. Sich selbst zu beschäftigen stärkt die Selbstständigkeit deines Kindes. Davon profitiert dein Kind vor allem, wenn es älter ist und Hausaufgaben macht oder lernt.

2. Etwas selbst zu erfinden und zu entwickeln, ganz ohne Einflussnahme von außen, stärkt das Selbstbewusstsein deines Kindes.

3. In der Allein-Zeit lernen sich Kinder auch selbst besser kennen. Sie entdecken ihr Innerstes, ihre Gedankenwelt und ihre Fantasie und lernen, sich Geschichten auszudenken, die sie dann malen oder nachspielen.

4. Selbstständiges Spielen fördert auch die Sicherheit, dass sich dein Kind - wenn sonst niemand verfügbar ist - mit sich selbst beschäftigen kann. Das schafft dauerhaftes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Probiert es aus und zeigt eurem Kind wie es geht

Der erste Schritt dem Kind zu zeigen, dass es völlig in Ordnung ist auch mal alleine zu sein – und dass es sogar Spaß macht – ist, es vorzumachen. Das fängt schon im Säuglingsalter an.

Schon Babys beschäftigen sich alleine

Setzt euer Kind in den Laufstall oder in die Krippe, mit leicht zu erreichenden Spielsachen, bleib in Hörweite und verhalte dich ruhig. Rasseln oder Kuscheltiere können ein sechs Monate altes Baby auch mal eine gute Viertelstunde beschäftigen, genug Zeit um mal eine Tasse Kaffee zu holen. Das ist auch ein Weg, deinem Kind beizubringen, sich auch mal selbst zu beruhigen.

Sobald dein Kind mobil ist, besteht deine Hauptaufgabe als Elternteil darin, dein Kind aus ein paar Schritten Entfernung zu beobachten und darauf zu achten, dass ihm nichts geschieht. Glücklicherweise finden Kleinkinder die ganze Welt faszinierend, so dass es auch mal geschlagene 20 Minuten mit einem Holzlöffel spielt oder das Muster des Teppichs erforscht.

Entdecken die Kleinen ihre Interessen und Leidenschaften, dann zeigt ihnen auch eure eigenen. Rund um den zweiten Geburtstag etwa versteht das Kind auch, wenn ihr darüber sprecht, dass ihr zum Beispiel gerne alleine tanzt oder gerne in Ruhe lest – vor allem solltet ihr es auch leben und vormachen. Es ist gut möglich, dass es euer Kind abschaut und ebenfalls Interesse an Tanz oder Büchern entdeckt.

Ermutigen, nicht zwingen!

Ermutigt eure Kinder: "Du hast einen so schönen Turm mit deinen Bauklötzen gebaut, als du das letzte Mal ganz alleine gespielt hast." Versucht die Zeit, in der ihr euer Kind mit sich alleine lasst, auszudehnen. Ihr könnt beispielsweise eine Stoppuhr stellen und ausmachen, dass es nur bis die Uhr klingelt (für 15 Minuten) versuchen soll alleine zu spielen. Zwingt eure Kinder nicht dazu jetzt in einem anderen Zimmer allein zu spielen, schafft lieber einen Anreiz, dass es sich gerne selbst beschäftigt und sei es, dass es zu euren Füßen mit dem Auto spielt, während ihr Wäsche aufhängt.

Keine Unterbrechungen

Ganz entscheidend: Spielt euer Kind einmal alleine, dann solltet ihr es nicht unterbrechen. Das ist manchmal gar nicht so leicht, wenn das Kleine so süß spielt.

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Teilen lernen: Diese Situation kennt wirklich JEDE Mama (und kann drüber schmunzeln)

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vom Redaktionsteam