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Studie deckt auf: So sehr leiden berufstätige Mütter WIRKLICH

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 13. November 2017
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Papa geht arbeiten. Mama geht auch arbeiten und kümmert sich um Haushalt und Kinder. Wir erklären, warum viele Frauen noch immer unzufrieden mit der Rollenverteilung zu Hause sind.

Wenn wir von Gleichberechtigung sprechen, dann meinen wir, dass Männer und Frauen die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben sollen - in allen Bereichen des Lebens. Doch an einer Stelle, so ergab eine Umfrage eines Marktforschungsinstituts im Auftrag von 'for me:', hinken wir in Sachen Gleichberechtigung ganz schön hinterher. Nämlich dann, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht.

Noch immer, so ergab die Befragung von 1.000 Müttern im Alter zwischen 20 und 50 Jahren in diesem Jahr, ist es die Frau, die Familie und Haushalt schmeißt. Das bedeutet, sie geht arbeiten, versorgt die Kinder und putzt das Haus. Was für den Mann nach einem traumhaften Full-Service-Paket klingt, ist der pure Stress für die Frau. So stressig, dass die eigenen Bedürfnisse darunter leiden. Immerhin gab fast die Hälfte (46 Prozent) der Mütter an, "dass von ihnen und ihren Bedürfnissen in der Familie nichts mehr übrig bleibt."

Noch erschreckender ist, dass 33 Prozent der Frauen angaben, ihren Mann nicht als Unterstützung, sondern "als weiteres Kind", also eine zusätzliche Belastung, anzusehen. Das geht sogar so weit, dass 32 Prozent angaben, dass Gefühl zu haben, alleinerziehend zu sein, obwohl sie einen Partner an ihrer Seite haben.

Einfach mal Nichtstun scheint für viele der Befragten beinah unmöglich. Selbst das eigene Zuhause ist für berufstätige Mütter Arbeit. Sie geben zwar an, dass die eigenen vier Wände ein Rückzugsort sind, gleichzeitig können nach Auswertung der Umfrage aber nur 4 Prozent der Frauen zuhause beim Nichtstun entspannen.

Die Lösung des Problems

Aber warum kümmert sich auch heute noch meistens Mama um Haushalt und Kinder, obwohl beide Eltern berufstätig sind? Ist es gesellschaftlicher Druck?

Ein Beispiel: Wenn Papa mal eine Woche keine Zeit für die Familie hat, weil ein Projekt all seine Aufmerksamkeit fordert, bemitleiden wir ihn für sein Arbeitspensum. Doch wenn Mama mal eine Woche in ein Projekt vertieft ist, bemitleiden wir die armen Kinder, die ihre Mama ja so vermissen und preisen den tollen Vater, der all diese Aufgaben im Haushalt übernimmt. Also ja, der gesellschaftliche Druck spielt eine Rolle.

Aber, das ist nicht der alleinige Grund. Denn viele Mütter - 51 Prozent der Befragten - erledigen Dinge lieber selbst und scheuen die Auseinandersetzung mit dem Partner. Deshalb heißt ein Teil der Lösung des Problems ganz klar "Kommunikation". Wer möchte, dass sich etwas ändert, der muss es auch fordern. Wenn beide Eltern arbeiten gehen, können sich auch beide den Haushalt teilen.

Und noch etwas kann Müttern viel Arbeit abnehmen: die Hausarbeit einfach mal liegen lassen. Die Kinder stört es sicher nicht, wenn die Spülmaschine mal 24 Stunden beladen stehen bleibt.

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