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Taschengeld: Warum, wie viel und ab welchem Alter?

Veröffentlicht von Linda Chevreuil
Veröffentlicht am 13. Juni 2008

Manche Frauen schmeißen ihr Geld zum Fenster raus für neue Schuhe oder die Prada-Handtasche. Andere sparen fleißig auf einen Roadtrip durch die USA oder ein eigenes Haus. Auch Kinder müssen lernen mit Geld umzugehen und herausfinden, wieviel und für was sie ihr Taschengeld ausgeben wollen. Aber: Ab welchem Alter sollten Eltern den Kindern eigentlich Taschengeld geben? Und: Wie viel ist angemessen?

Taschengeld: Ja oder Nein?
Es gibt keine goldene Regel. Jedes Elternpaar muss selbst entscheiden, ob und wie viel Taschengeldes seinem Kind gibt. Das hängt natürlich auch von der finanziellen Situation der Eltern ab. Rechtlich gesehen sind Eltern nicht dazu verpflichtet, ihren Kindern Taschengeldzu zahlen. Trotzdem ist es aus erzieherischen Gründen wichtig, das Kind an den Umgang mit Geld zu gewöhnen: Entweder, indem man ihm regelmäßig (wöchentlich, monatlich) einen festen Betrag auszahlt oder man ihm zu besonderen Anlässen eine kleine Summe zusteckt (zum Geburtstag, der Extragroschen von Onkel Udo, ein Sparbuch von Oma...).

Ab welchem Alter sollte ich meinem Kind Taschengeld geben?
Es hat keinen Sinn, einem Kind ein wöchentliches oder monatliches Budget einzuräumen, wenn es noch nicht einmal versteht, was Geld überhaupt ist.
Ab 5 Jahren kann man einem Kind ab und zu einen Euro zustecken, damit es sich z.B. selbst ein Eis oder Süßigkeiten kaufen kann. Sie können im Alter von 7-8 Jahren mit einer kleineren Summen anfangen, da ihr Kind dann bereits die Grundrechenarten kennt.

Wie viel Taschengeld ist angemessen?
Der Umgang mit Taschengeldist in den europäischen Ländern sehr unterschiedlich. In südlichen Ländern (Italien, Spanien) wird häufig nur zu großen Anlässen ein Geldpräsent überreicht. In Deutschland, Österreich, Dänemark, Luxemburg und anderen nordischen Ländern ist es üblich, Kindern schon früh regelmäßig Taschengeld zu geben. Aber wie viel Taschengeld sollte man den Kleinen zugestehen? Als Orientierungshilfe für Eltern geben die meisten regionalen Jugendämter und Familienberatungsstellen eine Tabelle mit üblichen Taschengeldbeträgen für jedes Alter heraus.

Im Durchschnitt werden folgende Beträge empfohlen*:

Für Grundschüler:

Für Jugendliche:

*Quellen: Stadt Köln

Taschengeldist eine gute Gelegenheit, um Ihrem Kind zu erklären, dass Geld einen Wert hat und es auch davon abhängt, wie viel man verdient. Sie müssen schließlich auch haushalten und mit dem auskommen, was Sie haben.

taschengeld vater Wie wird das Taschengeld ausgezahlt?

Kein Geld für gute Noten!
Schulische Leistungen dürfen nicht finanziell belohnt werden, denn Ihr Kind lernt für sein Leben. Dies gilt auch für Haushaltsarbeiten (Tisch decken, Geschirrspülmaschine ausräumen), denn es ist normal, dass jedes Familienmitglied im Haushalt mithilft. Sie können Ihrem Kind allerdings ein wenig Geld geben wenn Sie ihm eine außergewöhnliche Aufgabeanvertrauen. Zum Beispiel, wenn es beim Renovieren der Wohnung hilft.

Tipps für den Taschengeldalltag

Ihr Kind will kein Taschengeld?
Es ist selten, aber kommt doch mal vor: Manche Kinder lehnen Taschengeld ab. Zum Beispiel, weil sie Angst vor dem Älterwerden haben oder noch nicht reif genug sind. Drängen Sie Ihrem Kind das Geld nicht auf! Warten Sie ab, bis es ein Spiel oder eine Süßigkeit haben möchte und erklären Sie ihm dann, dass dazu das Taschengeld da ist.

Tipps für Eltern:
> Familien- und Erziehungsberatung: www.bke-beratung.de
> Deutscher Kinderschutzbund: www.dksb.de
> Elterninitiative www.elternimnetz.de
> Elternberatung der AOK: www.starke-eltern.de

Tipps für Jugendliche:
> Taschengeldtraining, Schuldenfalle Handy: www.taschengeldgangster.de


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