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Erkältung oder Allergie? Diese Heuschnupfen-­Symptome solltest du kennen

Diane Buckstegge
von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 12. Mai 2016

Hatschi! Läuft im Frühling und Sommer die Nase, fällt der Verdacht schnell auf eine Allergie, denn das sind typische Heuschnupfen-Symptome. Doch nicht immer sind die Pollen Schuld!

Die Nase läuft, der Hals kratzt - nur eine harmlose Erkältung oder doch Heuschnupfen-Symptome? Wenn im Frühling fleißig geniest wird, gerät die Allergie schnell als Verursacher der Beschwerden unter Verdacht. Doch manchmal ist die Diagnose gar nicht so einfach, denn es gibt kaum Unterschiede zu einer Erkältung.

Typische Heuschnupfen-Symptome

Rund 20 Prozent der Deutschen sind von Heuschnupfen betroffen. Vom Husten über Niesen bis hin zu Schlafstörungen können sich Heuschnupfen-Symptome sehr unterschiedlich äußern. Häufig betroffen sind die Schleimhäute von Nase, Augen und Mund.

Ganz klassisch sind Niesreiz, Fließschnupfen oder eine verstopfte Nase. Doch auch juckende, brennende und entzündete Augen sind typische Heuschnupfen-Symptome. Im Hals äußern sich die Beschwerden in Form von Kratzen, einem Juckreiz in der Mundschleimhaut oder im Hals sowie in Husten und Halsschmerzen.

Weitere Heuschnupfen-Symptome sind Konzentrationsprobleme, eine Beeinträchtigung des Geruchs-, Geschmacks- und Hörsinns, Schlafstörungen sowie allergische Reaktionen der Haut.

Das ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und Heuschnupfen

Schnupfen, Halsschmerzen, Müdigkeit: Die typischen Heuschnupfen-Symptome ähneln denen einer Erkältung sehr. Für viele ist es deswegen schwer zu entscheiden, woher die Beschwerden kommen.

Einer der Unterschiede zwischen Heuschnupfen und einer Erkältung ist das plötzliche Auftreten der Symptome. Bei einem Heuschnupfen beginnt das Niesen oder das Tränen der Augen kurz nachdem man mit den Pollen in Kontakt gekommen ist. In der Regel sind die Beschwerden im Freien stärker als in geschlossenen Räumen. Eine Erkältung dagegen schleicht sich langsam an. Erst kratzt der Hals ein wenig, dann kommen Husten und Schnupfen nacheinander dazu. Die Beschwerden sind zudem immer gleich schwer - egal, wo man sich gerade aufhält. Typische Heuschnupfen-Symptome wie juckende Augen kommen bei einer Erkältung eher selten vor.

Ebenfalls ein verlässliches Zeichen bei der Frage, ob es sich um eine harmlose Erkältung oder eine Allergie handelt, ist das Nasensekret. Klares Sekret spricht für den Heuschnupfen. Bei einer Erkältung ist das Sekret dicker und gelblich-grün gefärbt.

Auch Husten und Halsschmerzen als Heuschnupfen-Symptome verhalten sich bei einer Erkältung anders. Dort sind sie den ganzen Tag über präsent, klingen dafür aber nach wenigen Tagen ab. Sind die Beschwerden allergisch bedingt, sind sie über den Tag verteilt mal stärker, mal schwächer. Und in der Regel deutlich ausgeprägter, wenn man sich im Freien aufhält.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Heuschnupfen und einer Erkältung ist zudem die Regelmäßigkeit, mit der der Heuschnupfen einmal pro Jahr mehr oder weniger zur gleichen Zeit auftritt. Eine Erkältung dagegen folgt keinen Terminen.

Heuschnupfen-Symptome behandeln

Heuschnupfen ist ausgesprochen lästig und sorgt bei vielen Betroffenen für gedrückte Stimmung statt für Freude auf Sonne und Frühling. Gegen viele Heuschnupfen-Symptome gibt es jedoch Medikamente, die die Beschwerden lindern. So bekommt ihr in der Apotheke Augentropfen gegen juckende und tränende Augen. Nasenspray sorgt dafür, dass die Nasenschleimhaut abschwillt und die Nase zu laufen aufhört. Und spezielle Hautpflegeprodukte bekämpfen allergische Reaktionen der Haut. Zudem gibt es Tabletten, die man vorbeugend einnehmen kann. Sie unterdrücken die allergische Reaktion und damit die Heuschnupfen-Symptome.

Zusätzlich zu den verschiedenen Medikamenten gibt es diverse Therapieformen. Weit verbreitet ist die Hyposensibilisierung. Hier spritzt der Arzt dem Betroffenen das Allergen regelmäßig und in steigender Dosis unter die Haut. Statt der Spritzen kann die Hyposensibilisierung auch in Form einer Tropfen-Pollenlösung durchgeführt werden.

Für eine Linderung der verschiedenen Heuschnupfen-Symptome können neben der Schulmedizin auch alternative Behandlungsverfahren sorgen. Mit Akupunktur beispielsweise lässt sich bei manchen Betroffenen eine Besserung beobachten. Auch Ansätze aus der Homöopathie, wie die Eigenbluttherapie, können helfen, sind wissenschaftlich aber nicht belegt.

von Diane Buckstegge

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