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Der perfekte Handjob: Wie man bei ihm gekonnt Hand anlegt

Veröffentlicht von Redaktion
Veröffentlicht am 11. November 2016

Es gibt viele Theorien darüber, was Männer im Bett mögen. Fest steht: Der gute alte Handjob gehört auf jeden Fall in die Top Five der beliebten Sex-Techniken.

Handjob - das mag zwar auf den ersten Blick wie eine leichte Übung klingen. Doch wenn du deinem Liebsten wirklich den perfekten Handjob spendieren willst, dann ist es schon von Vorteil, ein paar Dinge zu wissen.

Deshalb haben wir uns drei Experten für den perfekten Handjob geschnappt: Dr. Massimo Stocchi ist Sexual- und Partnerschaftsexperte am Psychologischen Institut in der Londoner Harley Street. Rebecca Lowrie ist durch ihre Arbeit für das Unternehmen 'Sextoys' Expertin auf dem Gebiet der Handjobs. Und Emma Ziff ist Sexualtherapeutin. Alle drei haben wir gefragt, welche Tipps sie für den perfekten Handjob parat haben. Hier das Ergebnis:

1. Eine Frage der Positionierung

Auch, wenn dir das Kamasutra beim Handjob nicht wirklich weiterhilft: Damit sich keiner die Finger verrenken muss, ist die Stellung beim Handjob ziemlich wichtig. Schließlich sollen sich beide wohlfühlen. Die Stellung kann in der Tat den kleinen, aber entscheidenden Unterschied bedeuten zwischen einer ungeschickten Fummelei und einem guten Handjob, der ihn in Verzückung versetzt. Im Idealfall probiert ihr verschiedene Positionen aus. Nur so findet ihr die Konstellation, die euch am besten gefällt. Frag ihn am besten danach, welche ihm am liebsten ist, also ob er sitzen will oder stehen oder liegen. Je nachdem, wie er sich dabei am wohlsten fühlt, kannst du anschließend überlegen, wie du dich nun positionierst.

Sex-Experte Dr. Stocchi rät vor dem Partner zu knien und dann loszulegen. Das ist nicht jedermanns Sache, weil er ihr hier bei der 'Arbeit' auf die Finger schauen kann. Aber wer es mag, der genießt genau das - den Blickkontakt mit ihm.

Aber es geht auch ohne dabei beobachtet zu werden: "Wenn du dich hinter ihn kniest und ihn von hinten greifst, befeuert das seine Fantasie - nämlich die, dass "du sagst, wo’s langgeht und er dir sozusagen ausgeliefert ist", sagt Dr. Stocchi. Das ist auch das Geniale beim Handjob: Nämlich, dass du als Frau dieses Gefühl von Dominanz genießen kannst. Du bist die Aktive. Du bestimmst, was geschieht. Der Vorteil bei dieser Position: Sie kann ihre Hand von ihm führen lassen, weil sie genau so zugreifen kann, wie er, wenn er es sich selbst macht. "Wenn sich die Frau dabei fest von hinten an ihn presst, wird daraus ein besonders inniges und intimes Erlebnis."

2. Spontaneität ist gefragt

Das Tolle an einem Handjob ist: Er ist perfekt, um seinen Liebsten mal ganz gezielt zu verwöhnen. Er darf sich zurücklehnen und genießen. Und: Ihr könnt es so ziemlich überall tun – draußen, drinnen, im Auto, im Kino oder unter dem Tisch …

Sexualtherapeutin Emma Ziff empfiehlt zärtliche Handgreiflichkeiten unter der Dusche: "Schlüpf zu ihm unter die Dusche, greif ihn dir von hinten und schäum etwas Duschgel zwischen den Handflächen auf für eine kleine Massage. Geh aber nicht direkt zu Sache, sondern beginn damit, seine Oberschenkelinnenseiten zu streicheln, massier dann mit etwas Schaum seinen Po und streich ihm mit deinen Händen über seine Hüften und um den Penisschaft."

​Richtig sexy beim Handjob ist Spon­ta­ne­i­tät, also scheu dich nicht, deinen Partner mit deinen Berührungen immer dann zu überraschen, wenn du Lust darauf hast. Du wirst recht schnell herausfinden, ob er in diesem Moment auch Lust auf deine Hände verspürt. Streich ihm sanft über die Hose und öffne dann langsam seinen Gürtel und seinen Reißverschluss. Wenn er nichts unternimmt um dich aufzuhalten, bedeutet das 'Mach weiter!'

3. So legst du Hand an

Es geht nicht zwangsläufig nur darum, alle fünf Finger zum Einsatz zu bringen, hoch und runter und fertig. Dr. Stocchi empfiehlt, ein paar Finger frei zu lassen - das gibt Raum für Spielereien. "Benutz deine drei oberen Finger, während die beiden unteren sich den Hoden widmen." Auf diese Weise spürt dein Liebster einfach noch mehr von dir. Denn: Ein guter Handjob kümmert sich - so wie guter Sex - nicht nur um den Penis!

​​Die meisten Männer mögen es gern, wenn die Partnerin beherzt mit etwas Druck zugreift. Aber denk daran: Das, was du gerade in den Händen hältst, ist einer seiner sensibelsten Körperteile - üb also nicht zu viel Kraft aus, sonst geht er an die Decke. Falls du dir in Sachen Krafteinsatz nicht ganz sicher sind, probier verschiedene Arten des 'Zugriffs' aus und beobachte einfach, wie er darauf reagiert. Noch einfacher: Frag ihn, ob er’s gern härter oder zarter hätte. Geht auch perfekt mit etwas Dirty Talk.

4. Immer schön im Rhythmus bleiben ...

Jetzt ist es an der Zeit, die Dinge in Angriff zu nehmen. Beweg deine Hand in einem steten Rhythmus, bis du merkst, dass es ihm richtig gut gefällt. "Beginn mit einer langsamen und sanften Bewegung", rät Sex-Expertin Rebecca Lowrie. "Werde dann etwas schneller, aber nicht zu schnell - es sei denn, du weißt sicher, dass er das mag." Dr. Stocchis Erfahrung nach mögen es die meisten Männer, wenn die Bewegung weg vom Körper etwas kräftiger ausfällt, die zum Körper hin (Richtung Peniswurzel) jedoch etwas sanfter ist. Allerdings warnt er davor, die empfindliche Haut des Penis' zu sehr dehnen - das könnte sonst schmerzhaft werden.

"​Der beste Weg, den richtigen Rhythmus zu finden, ist: Bring deinen Partner dazu, seine Hand über deine zu legen, um herauszufinden, welche Bewegung er bevorzugt", rät Dr. Stocchi. Hast du den 'Point of no return' erreicht, ist es wichtig, den Rhythmus und Druck deiner Hand beizubehalten. Es ist diese wiederkehrende Bewegung, die ihn glücklich macht.

5. Zärtliche Fingerspiele

Wenn du ein Handjob-Profi werden möchtest, solltest du dein Multitasking-Talent voll ausschöpfen. Es ist ein bisschen knifflig, aber versuch mal zwischendurch mit deiner anderen Hand seine Hoden zu verwöhnen. "Das Streicheln und Massieren der Hoden kann zu einem sehr intensiven Orgasmus führen", bestätigt Dr. Stocchi.

Wichtig: Üb an seinen Kronjuwelen viel weniger Druck aus als an seinem Penis. Die Hoden sind sehr empfindlich was Druck und Dehnung angeht - geh also behutsam vor, sonst bekommst du Schmerzensschreie statt lustvolles Stöhnen zu hören. "Umschließ sie, streichel sie sanft, zwick sie ganz sachte oder zieh vorsichtig ein wenig daran ... die Vorlieben des Mannes sind, was seine Hoden betrifft, arg unterschiedlich", so Emma Ziff.

Je erregter dein Liebster durch dein doppeltes Handspiel wird, desto regelmäßiger sollten deine Bewegungen werden. Du erinnerst dich: Ein gleichbleibender Rhythmus ist der Schlüssel zum Glück.

6. So geht's besonders glatt

Alles, was beim Sex Reibung reduziert, ist auch beim Handjob sinnvoll. Sprich: Mit Gleitmittel oder Öl werden deine Bemühungen rund um seine Lust noch mehr Begeisterung hervorrufen. Gleitmittel lässt jede Berührung intensiver und angenehmer werden und steigert die Empfindsamkeit. Beim perfekten Handjob spielen sie also eine wichtige Rolle.

Ein Tipp von Dr. Stocchi: "Richtig spannend wird’s, wenn du nur auf eine Hand etwas Gleitgel gibst und dann beide Hände abwechselnd zum Einsatz kommen. Damit schickst du ihn auf eine wahre Entdeckungsreise!"

7. Ein paar Accessoires

Werde kreativ und bezieh deine Umgebung in das 'Handspiel' mit ein. Oder: Plan im Voraus und halte ein paar Accessoires bereit.

"Eine Perlenkette solltest du immer in deiner Handtasche haben", rät Emma Ziff. "Halte sie locker in deiner Hand während du den Penisschaft umschließt. Fahr damit auch sachte über die Penisspitze." Beim perfekten Handjob geht es vor allem darum, ihn mit unterschiedlichen, sinnlichen Reizen zu verwöhnen. "Probier auch mal ein paar sexy Samthandschuhe und streichel damit sein bestes Stück von der Wurzel bis zur Spitze," empfiehlt Emma Ziff.

8. Entdecke seine 'Hotspots'

Auch, wenn kein Mann so fühlt wie der andere: Es gibt da ein paar ganz spezielle Punkte am Körper deines Liebsten, die du kennen solltest, um ihn ganz besonders gut auf Touren bringen zu können. Die Penisspitze zählt für Rebecca Lowrie auf jeden Falls dazu. "Schenk ihr besonders viel Aufmerksamkeit", lautet ihr Rat.

"Hier brauchst du nicht viel Druck ausüben, gib diesem Bereich seines besten Stücks einfach zwischendurch immer mal wieder ein paar Extra-Streicheleinheiten." Dr. Stocchi rät dazu, das Perineum - der Bereich zwischen Penis und Anus - in den Handjob mit einzubeziehen. Mit etwas festeren Streicheleinheiten in diesem Bereich kannst du auf diese Weise sogar seinen G-Punkt - die Prostata - stimulieren. Ein besonders intensiver Orgasmus ist dann so gut wie garantiert.

9. Bring dich in Stimmung

Das technisch vollkommene Hantieren mit seinem Zauberstab allein macht den Handjob noch nicht zum Erfolg. Ein sensationeller Orgasmus hängt natürlich auch von der Stimmung und Erregung ab - seiner UND deiner.

"Deine sexuelle Energie ist ebenso gefragt wie seine", erklärt Rebbeca Lowrie. "Bring dich also auch etwas in Stimmung, bevor du handgreiflich wirst." Ein Partner wird es außerdem sofort merken, falls du gedanklich nicht bei der Sache bist und nur ein Programm abspulst. Aus Respekt vor ihm und vor dir selbst solltest du dich also immer auch selbst wohlfühlen und das Ganze genießen - oder es lieber lassen.

Auch immer gut: ein bisschen Dirty Talk. "Wenn du ihm zum Beispiel erzählst, was du gleich mit ihm anstellen wirst, wird ihn das unglaublich anturnen", so Emma Ziff.

10. Mach dir sein Wissen zu eigen

Es ist kein Geheimnis, dass Männer in Sachen Handjob selbst einfach über deutlich mehr Erfahrung verfügen. Emma Ziffs Tipp lautet darum: "Beobachte ihn beim Masturbieren. Was tut er? In welchem Tempo und wie oft?" Das kann für beide sehr erregend sein und du sammelst jede Menge Hinweise darauf, was dein Liebster wirklich mag.

"Kein Angst", so Emma Ziff, "Ihr müsst euch nicht beide wie Porno-Darsteller benehmen." Ein guter Handjob ist zwar schon eine Kunst, aber mit viel Gefühl, Offenheit und etwas Humor bekommt das garantiert jeder hin. Und das Wichtigste dabei: Entspannt euch und habt Spaß miteinander!

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