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Hautglanz & große Poren? Das hilft WIRKLICH gegen fettige Haut!

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 19. Mai 2016
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Fettige Haut: Was hilft gegen Hautglanz, große Poren und Co.?

Fettige Haut: Das klingt nach 'speckig', 'unsauber' und 'ungepflegt'. Kosmetikerinnen sprechen erst gar nicht davon, sondern nennen das Phänomen 'ölige Haut'. Die Symptome bleiben jedoch gleich: Hautglanz, große Poren, eine fahle Gesichtsfarbe und die Neigung zu Unreinheiten. Wer fettige Haut hat, leidet deshalb häufig darunter. Wir erklären, welche Faktoren diesen Hauttyp verursachen und geben Tipps, wie ihr eure fettige Haut in den Griff bekommen könnt.

Fettige Haut: Was ist die Ursache?

Die Ursache? Eine erhöhte Produktion von Hautfett, das im kosmetischen Fachjargon 'Sebum' genannt wird. Seine Aufgabe ist es, die Hautoberfläche geschmeidig zu halten, den Feuchtigkeitsverlust zu bremsen und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Normale Haut produziert davon so viel wie sie braucht - ohne zu glänzen. Die Talgdrüsen der fettigen Haut laufen jedoch immer auf Hochtouren. Das überschüssige Sebum sammelt sich an der Hautoberfläche und sorgt dort für unschönes Glänzen.

Das Fett allein wäre noch nicht so schlimm. Es ist quasi eine 'Strukturschwäche', die dafür sorgt, dass aus fettiger Haut häufig ein echter Problemfall wird. Die oberste Hautschicht ist nicht nur verdickt und schlecht durchblutet (was erklärt, warum fettige Haut oft fahl wirkt). Sie ist auch noch so beschaffen, dass die einzelnen Hautzellen an der Oberfläche für zusätzlichen Ärger sorgen. Wie die Schuppen eines Tannenzapfens ragen sie in die Öffnung des Talgdrüsenkanals hinein und verhindern so, dass das Sebum abfließen kann. Es staut sich im Talgdrüsenausgang und bewirkt so, dass er sich weitet. 'Ausgeleierte', sichtbare Poren sind in der Folge eine unschöne Begleiterscheinung fettiger Haut.

Als wäre das nicht schon genug, bietet fettige Haut Bakterien einen idealen Nährboden. Sebum steht nämlich auf dem Speiseplan von Bakterien, deren Stoffwechselprodukte Entzündungen der Talgdrüsen auslösen. Wird ihnen nicht mit der richtigen Pflege Einhalt geboten, sind Pickel vorprogrammiert.

Fettige Haut hat auch ihr Gutes

Man glaubt es kaum, aber fettige Haut hat auch Vorteile: Sie ist normalerweise sehr robust und widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. Außerdem ist sie weniger anfällig für vorzeitige Hautalterung. Dennoch ist sie ein Hautzustand, der von den meisten als wenig erstrebenswert empfunden wird. Zum Glück ist das Problem mit der richtigen Pflege gut in den Griff zu bekommen. Wir erklären, was dazu gehört.

Schritt 1: Talgproduktion bremsen

Schuld sind nur die Gene? Das stimmt bei fettiger Haut nur bedingt. Die meisten Menschen mit diesem Hauttyp haben wahrscheinlich eine Veranlagung dazu. Doch diese kann durch äußere und innere Faktoren stark beeinflusst werden.

Wer dem Problem "fettige Haut" an die Substanz will, der sollte folgende Faktoren meiden bzw. berücksichtigen:

Die Talgdrüsen der Haut reagieren sehr sensibel auf hormonelle Veränderungen, z.B. während des weiblichen Zyklus' oder in der Pubertät. Ein zu hoher Anteil männlicher Sexualhormone (Androgene) im weiblichen Körper kann unter anderem die Sebumproduktion anregen. Auch Hitze, mechanische Reize wie Reiben oder aggressive Reinigung lassen die Talgdrüsen überreagieren. Wichtig: Stress zählt ebenfalls zu den anerkannten Auslösern für eine verstärkte Ölproduktion der Haut. Aktive Entspannung und das Vermeiden von Stress tun also nicht nur der Psyche, sondern auch der Haut gut!

​Schritt 2: Poren frei halten

Eine gründliche Reinigung ist das A und O bei fettiger Haut - um die Poren frei zu halten und die Vermehrung pickelbildender Bakterien zu verhindern. Weil aggressive Reinigungsprodukte und starkes Reiben aber kontraproduktiv sind, lautet das Motto: gründlich, aber sanft. Verwendet ein mildes, pH-neutrales Waschgel und wascht euer Gesicht damit morgens und abends. Achtung: Das Wasser sollte nur lauwarm, nicht heiß sein! Tupft anschließend die Haut mit einem Handtuch sanft trocken - Rubbeln ist verboten!

Ein regelmäßiges Peeling gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm für fettige Haut: Es hält die Poren frei, beseitigt Verhornungen und fördert die Durchblutung in tieferen Hautschichten. Ideal sind Produkte, die chemische Substanzen wie Salizylsäure oder Enzyme mit feinen, abgerundeten Rubbelkörnchen verbinden. Peelings mit groben, scharfkantigen Schleifkörpern sind ein absolutes No-Go!


> Kiehl's Ultra Facial Cleanser, 16,99 €
> Dermalogica Gentle cream exfoliant, um 43 €
> Balea Med pH-Hautneutral seifenfreie Waschlotion, 0,85 €
> Daytox Enzyme Peeling, 14,99 €

Schritt 3: Die Haut klären

Nach der gründlichen Reinigung steht das so genannte Tonisieren auf dem Programm. Das heißt: Ein Gesichtswasser kommt zum Einsatz. Im Gegensatz zu anderen Hauttypen profitiert fettige Haut durchaus von Produkten mit Alkohol (Ethanol), denn sie wirken desinfizierend. Das leisten aber auch Wirkstoffe wie z.B. Zink PCA, Betaine oder Triclosan.


> Origins Zero Oil Toner, 29,99 €
> Clinique Clarifying Lotion 4, 19,95 €
> Florena Gesichtswasser Wasserlilie & Provitamin B5, 2,89 €


Was sonst noch im Gesichtswasser für fettige Haut stecken sollte?
> ein Wirkstoff, der die vergrößerten Poren verengt, wie z.B. Hamamelisextrakt
> ein Wirkstoff, der den Sebumfluss hemmt, wie Benzoylperoxid, hydrolysiertes Soja-Protein oder Vitamin-A-Säure
> ein Wirkstoff, der die Haut beruhigt, wie Allantoin oder Bisabolol

Gebt das Gesichtswasser auf einen Wattepad und fahrt damit sanft über das gesamte Gesicht. Die Haut sollte sich anschließend erfrischt und kühl anfühlen. Falls sie sich jedoch rötet oder spannt, solltet ihr auf ein milderes Produkt umsteigen.

Schritt 4: Fettfreie Pflege

Eins braucht fettige Haut definitiv nicht: noch mehr Fett! 'Ölfrei' ist das Zauberwort, worauf ihr achten solltet. Was fettige Haut jedoch sehr wohl braucht, ist Feuchtigkeit. Tragt nach der Reinigung unbedingt ein feuchtigkeitsspendendes Cremgel oder Gel auf.

Pflegeprodukte speziell für fettige Haut enthalten neben Feuchtigkeit häufig noch Inhaltsstoffe, die zum einen den Talgfluss hemmen und zum anderen Hautglanz vermindern. Solche Glanz-Stopper sind vor allem für die Pflege am Morgen zu empfehlen. Abends freut sich fettige Haut über ein fettfreies Serum und eine leichte Nachtcreme.

Achtet außerdem auf den Zusatz: "nicht-komedogen". Diese Pflege enthält keine Substanzen, die nachgewiesen die Poren verstopfen können (wie z.B. Kakaobutter oder Wollfett).

​Stimmt außerdem unbedingt eure Pflege auf euer Alter ab! Die fettige Haut einer 35-Jährigen braucht andere Produkte als die eines Teenagers. Seit einiger Zeit gibt es Pflege für diesen Hauttyp, die gleichzeitig Anti-Aging-Eigenschaften besitzt und die Haut nicht zu sehr austrocknet. Diese Produkte sind die richtige Wahl für alle, die gegen fettige Haut und gegen Falten vorgehen müssen.


> Neutrogena Visibly Clear Tägliche Feuchtigkeitspflege ölfrei, 3,99 €
> Normaderm Anti-Age Anti-Hautunreinheiten und Anti-Falten, um 15 €
> La Roche-Posay Effaclar H ausgleichende Gesichtspflege, um 13 €

​Schritt 5: Überschüssiges Fett binden

Die Sebumproduktion der Haut ist nicht den ganzen Tag über gleich. Mittags erreicht sie ihren Höhepunkt, während sie gegen elf Uhr abends auf ihrem niedrigsten Level ist. Als Make-up Grundlage empfehlen sich ölfreie Make-ups, deren spezielle Textur überschüssiges Hautfett aufsaugt und bindet. Mattierender Puder verstärkt diesen Effket noch.

Ständiges Nachpudern ist allerdings nicht zu empfehlen! Das Puder verbindet sich sonst mit dem Sebum zu einer unschönen Schicht, die Bakterien magisch anzieht. Vor dem Pudern sollte die Haut so gut es geht entfettet werden. Bei akutem Glanz-Alarm sind mattierende Blotting-Papers die richtige Wahl. Sie nehmen das überschüssige Hautfett auf und mattieren auf diese Weise.

Schritt 6: Extra-Pflege für fettige Haut

Fettige Haut freut sich wie jeder andere Hauttyp auch über die richtige Extra-Pflege. Konkret können dies klärende Masken mit weißer Ton- oder Heilerde sein. Sie entfetten die Haut gründlich, ohne sie auszutrocknen und bringen die außer Kontrolle geratenenen Talgdrüsen wieder etwas zur Ruhe.

Ein bis zwei Mal pro Woche angewendet, tragen sie effektiv zur sichtbaren Mattierung der Haut bei und wirken der Entstehung von Unreinheiten entgegen. Herrlich entspannen lässt sich während der Einwirkzeit von bis zu einer halben Stunden auch noch! Und das tut fettiger Haut ja auch richtig gut.​

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