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Primer im Test 2017: Makelloser Teint oder nur fauler Zauber?

Ga-Young Park
von Ga-Young Park Veröffentlicht am 21. August 2016

Wir haben Primer von Premium bis preiswert getestet und verraten euch, was hinter dem Geheimnis steckt.

Werden Make-up-Artists oder Beauty-Blogger nach ihrem Trick für einen tollen Teint gefragt, lautet die Antwort meist "Primer". Lange galt Primer als Geheimtipp von Make-up Profis. Doch mittlerweile steht eine hübsche Anzahl von Primern in den Drogerieregalen und verspricht auch Laien makellosen Teint und ein Make-up, das länger hält.

Toller Teint – noch länger

Wer kennt es nicht? Der Effekt von Make-up ist oft leider flüchtig - besonders im Sommer. Schon wenige Stunden nach dem Auftragen macht sich eine durchschnittliche Foundation klammheimlich davon. Hautglanz und Flecken kehren zurück, Poren und Fältchen werden wieder sichtbar. Der Grund: Unsere Haut saugt im Laufe des Tages einzelne Bestandteile der Foundation wie Talkum oder Farbpigmente auf. Gleichzeitig produziert sie Hautfett, auf dem die Make-up-Partikel regelrecht ins Rutschen kommen. Primer kann diesen Prozess verlangsamen!

Primer: Was steckt drin & was bringt's?

Primer besteht hauptsächlich aus Silikonen, die sich wie ein Film auf die Haut legen - ohne sie jedoch abzudichten. Eine Barriere zwischen Haut und Make-up entsteht, die verhindert, dass die Foundation zu schnell absorbiert wird. Gleichzeitig wird die Haut optisch geglättet: Wie ein Schleier legt sich das Silkon über Poren und feine Linien und macht sie praktisch unsichtbar. Glatter Untergrund und optische Korrektur: Damit schafft Primer die optimale Voraussetzung fürs Make-up.

Mit Primern den Teint korrigieren

Neben Silikonen und Hilfsstoffen enthalten manche Primer auch Pigmente, die den natürlichen Hautton korrigieren: Grün neutralisiert Rötungen, Rosa lässt den Teint frischer wirken, Schimmerpartikel lassen ihn leuchten. Primer speziell für ölige Haut enthalten mattierende Substanzen, die Hautglanz bremsen. Anti-Aging Primer pflegen z.B. mit Anti-Oxidantien oder Extra-Feuchtigkeit. In jedem Fall gilt: Wie die Foundation, sollte auch der Primer zum Hauttyp passen.

So tragt ihr Primer richtig auf

Unser Tipp: Verwendet eine leichte Feuchtigkeitspflege und lasst sie gut einziehen. Tragt dann den Primer sparsam auf allen Partien auf, die später auch Foundation abbekommen sollen. Ihr werdet merken: Auf mit Primer präparierter Haut lässt sich das Make-up besser verteilen. Auch das trägt dazu bei, dass der Teint besonders ebenmäßig wirkt.

Primer: günstiges Segment

Der Primer von Artdeco ist farblos und damit für Frauen ideal, die eine helle Haut haben. Beim Auftragen fühlt sich die Gel-artige Substanz angenehm und leicht an und - das fällt besonders auf - zieht sehr schnell ein.

Leider fühlt sich die Haut schon kurz nach dem Auftragen wieder trocken an. Sie ist mit dem Primer nicht gepflegter oder besser versorgt als ohne. Ein wichtiger Pluspunkt ist aber, dass das flüssige Make-up definitiv länger hält als sonst. Der Duft des Primers ist relativ neutral.

Primer: mittleres Segment

"Hydrating" heißt das Zauberwort. Beim Auftragen fühlt sich der Primer eher wie eine Feuchtigkeitspflege an. Das flüssige, ölfreie Fluid ist bläulich, aber auf der Haut völlig unsichtbar. Es ist sehr ergiebig, lässt sich leicht verteilen und zieht schnell ein. Die Haut fühlt sich danach wunderbar zart und glatt an. Trockene Stellen werden ausgeglichen. Der dezente Duft ist ungewöhnlich, aber nicht unangenehm.

Der Primer von Smashbox ist perfekt, wenn die Haut eher trocken ist. Dennoch sollte man trotzdem eine Tagespflege auftragen. Wer sein Make-up eher dezent und leicht mag, der hat mit diesem Primer eine gute Wahl getroffen.

Primer: teures Segment

Der getönte Primer sieht auf den ersten Blick aus wie normales Creme-Make-up. Durch die leichte Pigmentierung tönt er die Haut zart. Durch den hohen Anteil an Silikonen fühlt er sich beim Auftragen fast ein wenig fettig an, doch danach ist die Haut eher mattiert. Außerdem fasst sie sich glatter an und die Poren sind weniger sichtbar.

Der wichtigste Effekt zeigt sich aber erst nach ein paar Stunden: Der Teint sieht länger ebenmäßig und frisch aus. War sonst am Abend von der Foundation fast nichts mehr zu sehen, der Teint fleckig und ölig, sieht man nun länger "geschminkt" aus. Der Primer von dermalogica ist sehr ergiebig und riecht nach zartem Lavendelduft. ​

von Ga-Young Park
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