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Aufgepasst: Vor diesen Erkrankungen müssen sich Schwangere schützen!

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 17. Juni 2017
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Nicht nur Schwangere, auch ihr Umfeld sollte sich mit diesen Gefahren auseinandersetzen.

Neulich im Büro verkündet eine Kollegin freudestrahlend: "Ich bin schwanger!" Alle freuen sich für sie und nehmen die werdende Mutter in den Arm.

Zwei Tage später erzählt eine andere Kollegin aus dem Großraumbüro, dass ihr Lebensgefährte mit Windpocken flach liegt, sie selbst ist sich gar nicht sicher, ob sie die Windpocken schon hatte. Wie das denn mit Ansteckungsgefahr sei, fragt sie in die Runde. Der schwangeren Kollegin entweicht jede Farbe aus dem Gesicht. Sie weiß um die Gefahren einer Windpockenerkrankung für ihr ungeborenes Kind - ihre Kollegen nicht.

Im Zweifelsfall sollte die Schwangere deshalb direkt mit ihrem Arzt Rücksprache halten und erwägen, einen Tag Homeoffice einzulegen, bis die Situation geklärt ist.

Vor der Schwangerschaft: Sind alle Impfungen aktuell?

Um solch unklare Situationen gar nicht erst aufkommen zu lassen, sind bereits in den ersten Wochen und Monaten einige Vorsichtsmaßnahmen unverzichtbar. Denn in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten bilden sich die wichtigsten Organe des Babys. Daher sollten Schwangere in eben dieser Zeit besonders auf sich achten. Das gilt auch für ihr Umfeld - beruflich und privat. Krankheiten, die die werdende Mutter während der Schwangerschaft bekommen kann, können teilweise auch auf das Kind übergehen und die Entwicklung negativ beeinflussen.

Bereits vor einer geplanten Schwangerschaft gibt es einiges zu beachten. Sind alle Impfungen noch gültig? Seid ihr gegen Kinderkrankheiten (Infektionskrankheiten) wie Röteln oder Windpocken immunisiert?

Eine Schwangere, die bereits immun gegen bestimmte Krankheiten ist, etwa, weil sie die Krankheit bereits hatte oder schon geimpft ist, versorgt auch das ungeborene Baby sowie das Neugeborene (in den ersten Lebensmonaten) mit Antikörpern, sprich einem ausreichenden Schutz. Über diese Erkrankungen muss sich die Schwangere daher keine Sorgen machen.

Kann während der Schwangerschaft geimpft werden?

​Keine Sorge, auch wenn ihr ungeplant schwanger werdet und nicht alle Impfungen auf dem neuesten Stand sind, kann euch euer Arzt verschiedene Untersuchungen und Vorsorgebehandlungen verschreiben, um das Erkrankungsrisiko zu senken.

Allerdings sollten in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten Impfungen nur vorgenommen werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Besteht also kein ausreichender Schutz, so muss das weitere Vorgehen mit dem Arzt abgeklärt werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Kontakt zu infizierten Personen gemieden werden sollte. Ist das nicht möglich, weil man beispielsweise zusammen lebt, so muss abgewogen werden, in welchem Fall das Risiko für das Ungeborene höher liegt: bei einer möglichen Erkrankung oder der Impfung selbst.

Ansteckungsrisiko für Schwangere senken

Zwar kann man einem Ansteckungsrisiko nicht völlig aus dem Weg gehen, doch lässt es sich deutlich senken, wenn man ein paar Dinge beachtet. Hier können auch die Familie und das Arbeitsumfeld helfen, die Schwangere zu schützen.

Erkrankt beispielsweise jemand im näheren Umfeld an Masern, Mumps, Röteln oder Windpocken, so muss eine Schwangere darüber informiert werden, damit sie sich beim Arzt auf Antikörper untersuchen lassen kann, falls sie selbst unsicher ist, ob sie eine wirksame Impfung besitzt oder die Erkrankung bereits hatte.

Hat die werdende Mutter keine Antikörper gegen Windpocken, Mumps, Röteln, Hepatitis A, Hepatitis B, oder FSME kommt aber mit infizierten Personen in Kontakt, so wird der behandelnde Arzt vermutlich direkt mit Immunglobulin-Präparaten eine sogenannte passive Immunisierung beginnen, die dann gegen eine mögliche Erkrankung wirkt.

Tipps für Schwangere:

> Wascht euch regelmäßig die Hände.
> Haltet euch grundsätzlich von Menschen fern, die an hohem Fieber leiden.
> Vermeidet den Kontakt zu Menschen, die eine noch ungeklärte Erkrankung haben.
> Zwar sind einfache Erkältungen auch in der Schwangerschaft normal, doch solltet ihr die Symptome genau beobachten und im Zweifel immer mit eurem Arzt sprechen.

Überblick zu Impfungen in der Schwangerschaft

Impfungen in der Schwangerschaft sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Allerdings gilt, wenn geimpft wird, dann nur mit sogenannten Totimpfstoffen. Denn dabei sind die Impfrisiken für die Schwangere als auch für das Kind deutlich niedriger als bei Lebendimpfstoffen.

Wird vor einer geplanten Schwangerschaft gegen Röteln, Mumps und Windpocken (alle Lebendimpfstoff) geimpft, so sollte drei Monate Pause zwischen Impfung und Schwangerschaft liegen. Diese Zeit wird empfohlen, um auch mögliche Nachwirkungen der Impfungen auf das Kind auszuschließen.

Weitere Informationen rund ums Impfen in der Schwangerschaft und andere wichtige Informationen findet ihr auf onmeda.de.

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